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Campixx 2023 mit Axel Schulz: Eine Online-Marketing-Veranstaltung, die den Punch hat – von Sarah Naumann

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Webneo Blogbeitrag

DIE CAMPIXX – RUNDE 2

Nachdem ich letztes Jahr etwas schwermütig wieder von der Contentixx abgereist war, weil die zwei Tage mit interessanten Vorträgen und tollen Leuten so schön war, dachte ich mir: „Ach Sarah, das Jahr wird wie im Flug vergehen!“. Was soll ich sagen – hier sind wir (Silvio und Louisa waren diesmal auch dabei) nun, ein Jahr später, auf der Campixx (die dieses Jahr mit der Contentixx zusammengelegt wurde). Ich war bereit, erneut umfassende Informationen aufzunehmen, neue Leute kennenzulernen und natürlich, um zu essen!

Webneo Blogbeitrag

Inhaltsübersicht

  • Die Begrüßung durch Marco Janck & anschließende Keynote zur Barrierefreiheit
  • Ratgebertexte in Geil mit WordPress – Live-Session mit Carsten Appel
  • Expect the unexpected: Was wir von Medien & TV über Kreativität für SEO & Content Creation lernen können – Fabian Auler
  • SEO Playbook für kleine Shops: Wie du Zalando, Amazon & Co. schlagen kannst – Markus Hövener
  • Wie man aus den Gedanken der Konsumenten automatisch Inhalte generiert – Jonathan T. Mall
  • Auf der Suche nach Axel Schulz und Abendprogramm
  • Tag 2 – Axel Schulz und Storytelling
  • Entfessle die Kraft von Business Storytelling in deinem Marketing – Uwe von Grafenstein
  • Die Psychologie des Clickbaits – Christoph Ferdekke
  • Beyond Chat GPT-4: Generative KI in der Praxis skalieren – Philipp Neubert
  • Richtig gute Textbriefings – Michael Weckerlin
  • So wirst du zum Content Endgegner – Andreas Bierwirth
  • 7 Hacks für bessere Inhalte – Jens Altmann
  • Fazit zur Contentixx 2023
Begrüßung Marco Janck

DIE BEGRÜßUNG DURCH MARCO JANCK & ANSCHLIESSENDE KEYNOTE ZUR BARRIEREFREIHEIT

Zwei Veranstaltungen, die zusammengelegt wurden, bedeutet auch mehr Menschen: Zur Begrüßung der Campixx 2023 war der Raum im Vergleich zum letzten Jahr um einiges vergrößert worden. Neu in diesem Jahr war auch, dass jetzt immer Moderator_innen auf der Bühne die nachfolgenden Speaker ankündigen würden.

Nachdem Marco Janck einige freundliche Worte an uns richtete und Informationen zum Ablauf und Catering weitergab, begann auch schon die SEO Keynote mit Saskia Bader zum Thema: „Mit digitaler Barrierefreiheit den Erfolg eigener Websites steigern“. Zunächst erfuhr ich, dass neun Prozent der Menschen in Deutschland eine Beeinträchtigung beziehungsweise Behinderung haben. Digitale Barrierefreiheit bedeutet, alle Menschen und Menschen mit Beeinträchtigung erhalten einen uneingeschränkten Zugang zu digitalen Angeboten. Dies ist unter anderem möglich, indem wir Alt-Tags setzen oder auf mobilen Endgeräten Zoom zulassen. Ebenfalls ist es empfehlenswert, keine zu Meldungen schalten, die von selbst verschwinden, sondern selber weggeklickt werden können. Elemente, die den Inhalt der Seite überdecken, sollten zudem vermieden werden. Wichtig sind des Weiteren Icon- und Produktbeschreibungen – nicht nur für Menschen mit einer Beeinträchtigung, sondern auch für Google. Die Suchmaschine sieht nämlich auch nur „Bild“ und „Icon“ – wenn diese allerdings beschriftet sind, weiß auch Google, dass man etwas „kaufen“ kann.

Eine Website barrierefrei zu optimieren, steigert auch den Traffic, da mehr Interaktionen stattfinden und die Leute länger auf der Seite bleiben – barrierefreie Seiten haben im Schnitt 12 Prozent mehr Besucher! Saskia teilte uns zudem mit, dass Menschen mit Behinderung untereinander stark vernetzt sind, Weiterempfehlungen in Bezug auf barrierefreie Webseiten also schnell viele Menschen erreichen. Dies führt zu einem Anstieg von Käufen, Anfragen, zufriedenen Webseitenbesuchern sowie Newsletter-Anmeldungen und gleichzeitig übernimmt man als Unternehmen eine gesellschaftliche Verantwortung. Sie empfahl uns, direkt bei der Webseitenerstellung mit der Barrierefreiheit anzufangen, da Nachjustierungen unter Umständen herausfordernd sein können.

Für Entwickler gilt zudem: Icons beschriften, Alternativen für visuelle Captchas finden oder die Bedienbarkeit per Tastatur ermöglichen. Für Redakteure gilt dagegen: Haltet die Überschriftenstruktur ein, verwendet leichte Sprache (wenig Fremdwörter, Abkürzungen, komplexe Satzstrukturen), nutzt Alternativtexte und setzt Untertitel unter Bilder oder Videos.

Zum Schluss gab sie uns noch auf den Weg, dass wir nicht nur „für andere“ barrierefrei optimieren sollten, sondern auch für uns selbst – denn wer weiß schon, wann wir vielleicht selber auf Barrierefreiheit angewiesen sind?

Saskia Bader - Barrierefreiheit
Ratgebertexte in Geil - Carsten Appel

RATGEBERTEXTE IN GEIL MIT WORDPRESS – LIVE-SESSION MIT CARSTEN APPEL

Der Start der Campixx 2023 war schon vielversprechend. Anschließend ging es für mich zu einer Live-Session. Meine Erwartung war, dass auch darüber gesprochen wird, wie ich aus Ratgebertexten inhaltlich das Beste herausholen könnte. Carsten begann erst einmal damit, dass er WordPress ohne Erweiterung einsetzen möchte – je mehr Plug-ins, desto mehr Probleme (z.B. Updates). Er persönlich nutzt ACF als Standard-Plug-in, dennoch ist er der Ansicht, dass jedes Plug-in das System beispielsweise hinsichtlich der Ladezeiten belastet.

Er zeigte anschließend eine Zeichnung eines Mannes, bei der an der Seite die Proportionen aufgeführt wurden. Die Wissenschaft hat herausgefunden, dass Menschen eine Proportion von 1,618 als besonders harmonisch empfinden. Dementsprechend kann man diese Regel auch bei Abständen zwischen Zeilen, im Verhältnis zum Seitenrand oder auch unter Bildern anwenden. Wenn wir also einen Text schreiben, dann sollten wir darauf achten, dass etwa eine Überschriftgröße im Verhältnis 1,618 zum Fließtext gewählt wird, da dies besser/harmonischer aussieht.

In Bezug auf Blogbeiträge appellierte er an die Einheitlichkeit, Übersichtlichkeit, kein „wall-of-text“, also Bilder einfügen sowie entsprechende Proportionen. Frei nach dem Motto „Überschrift – Text – Anstriche – Bild“ in Wiederholung, würde sich ein Blogbeitrag flüssiger lesen.

Anschließend zeigte er, wie eine WordPress-Seite vollkommen neu erstellt wird. Hier löschte er zunächst alle vorinstallierten Plug-ins und Themes. Anschließend programmierte er die neue Webseite – für mich war das alles zu technisch, ich schreibe auch keine Codes – dementsprechend wäre der Vortrag wohl eher für unsere Tech-SEOs geeignet. Ich nahm für mich mit: Wenn man optisch ein ansprechendes, harmonisches Design hat, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Ratgebertexte auch gelesen werden. Interessant fand ich noch eine Zuschauerfrage, ob es auch sinnvoll ist, die Seite erst mobil zu programmieren und dann Desktop? Hier war die Antwort wie immer: Es kommt darauf an. Vor allem die Zielgruppe ist entscheidend – wenn diese überwiegend auf mobilen Endgeräten zugreift, dann ist diese Herangehensweise durchaus sinnvoll.

Ratgebertexte in Geil - Carsten Appel 1
Sarah Selfie

EXPECT THE UNEXPECTED: WAS WIR VON MEDIEN & TV ÜBER KREATIVITÄT FÜR SEO & CONTENT CREATION LERNEN KÖNNEN – FABIAN AULER

Kurze Pause, Kaffee holen und weiter ging es zu Fabian Auler. Dieser begrüßte erst einmal die „Selbsthilfegruppe der Uninspirierten“. In Zeiten von ChatGPT „muss man nicht mehr kreativ sein“, denn das Sprachprogramm generiert einfach alles. Wozu braucht man also noch Kreativität? Aufgrund unserer Werbeblindheit: Uns erreichen jeden Tag 10.000 bis 13.000 Werbeinhalte, eine Fülle, die wir nicht mehr aufnehmen (können). Aufmerksam werden wir nur noch, wenn etwas aus der Masse hervorsticht. Hier kommt wieder die Kreativität ins Spiel! Er zeigte uns verschiedene Beispiele dazu und Techniken wie „do the opposite“ – einfach mal das Gegenteil machen. So hat etwa der Postillon „DeppGPT“ ins Leben gerufen. Ebenfalls wies Fabian noch einmal auf die Wichtigkeit von Backlinks hin und empfiehl uns in diesem Zusammenhang das Tool „linkalyse.com“.

Wie bei allem appellierte er an eine ordentlich geplante Marketing-Strategie und die Definition der gewünschten Ziele (Markenbekanntheit/mehr Links/ …). Ebenso sollen wir für unsere Backlinks die Zielgruppe (= Linkgeber) festlegen. Ausnahme bilden Städte oder Vereine, die meist nicht auf werbliche Anbieter verlinken dürfen beziehungsweise wollen.

Ich nehme mit: Überrasche die Kunden und versuche, auch das langweiligste Thema interessant zu gestalten – ob durch Witz, Ironie oder andere Arten, die über die gängigen Grenzen hinausgehen.

SEO PLAYBOOK FÜR KLEINE SHOPS: WIE DU ZALANDO, AMAZON & CO. SCHLAGEN KANNST – MARKUS HÖVENER

Große Erwartungen hatte ich an den folgenden Vortrag, schließlich haben wir überwiegend Kunden im KMU-Bereich. Markus macht auch SEO-Seminare für Shopware und empfiehl uns sein Buch „SEO für Online-Shops“.

Marktriesen haben einen extrem hohen Sichtbarkeitsindex und eine riesige Anzahl an Backlinks. Für die SEO gilt dabei vornehmlich der Grundsatz: Wer in den SERPs (Suchergebnisseiten) vorn stehen will, muss in allen Ranking-Faktoren von Google (+ 200) gut sein. Nun können einige Strategien für kleine und mittelständische Unternehmen angewendet werden, um Amazon, Zalando & Co. anzugreifen:

Strategie #1: Ausweichen. Wenn es einfach nicht möglich ist, „größer“ als die Marktriesen zu werden, sollte man es über andere Kanäle versuchen: Nutzt SEA, Amazon, Pinterest oder Instagram, um sichtbar zu werden.

Strategie #2: Lokal optimieren. Mit dem Keyword „Rotwein kaufen“ wird es vermutlich nichts mit Platz 1 bei Google, wenn man allerdings die Stadt noch dahinter schreibt, ist das Potenzial groß. Legt Unternehmensprofile bei Google an (ehemals Google MyBusiness)!

Strategie #3: Bessere Seiten bauen. Ja, Content is king, aber zwingend (noch) längere SEO-Texte als OBI oder Otto.de bilden keinen Mehrwert für die Nutzer. Zwar bedienen wir damit einen Ranking-Faktor von Google, dennoch wird sich wohl niemand 3.000 Wörter über „Hosen kaufen“ durchlesen – wie immer: Qualität vor Quantität. Wir sollten stattdessen schauen, wo in unserer Seite Optimierungspotenziale stecken – ist sie übersichtlich, wie schnell kommt man zum Bezahlen?

SEO Playbook für kleine Shops – Markus Hövener 1
SEO Playbook für kleine Shops – Markus Hövener

Strategie #4: Starke, homogene Webseite erstellen. Am besten ist es wohl, wenn KMU nicht ein Vollsortiment einstellen, sondern ihr Angebot spezifizieren. Dann bevorzugt Google diese Seiten, weil die Marktriesen ja schon ALLES haben. Werft die Rotweine aus der ganzen Welt raus und konzentriert euch nur auf Wein aus Südafrika. Von der Startseite bis zur letzten Unterseite inklusive Überschriften und Bildern sollte das durchgezogen werden. Weitere Keywords können mit starken Inhalten, etwa im Blogbereich zu den „wichtigsten Weingütern und Regionen“ bedient werden. Hier müssen nicht zwingend lange, sondern aussagekräftige Texte geschrieben werden.

Einen großen Erfolgsfaktor verspricht ein nach außen gerichtetes Mindset, z.B. einen zusätzlichen Podcast zum Thema X.

Natürlich war sich Markus im Klaren, dass Shop-Betreiber nicht die Hälfte des Gesamtsortiments hinauswerfen wollen, um nur die Nischenprodukte zu bedienen. Dennoch ist das der Weg zum Erfolg: Nische auswählen à Konkurrenz checken, SI der Keywords, Gewinne und Potenziale herausfiltern à Loslegen. Wenn man also einen Shop für Fenster hat, dann könnte man z.B. auch in Richtung Dachfenster gehen.

Strategie #5: Keyword-Lücken bedienen. Die Google SERPs können hierbei helfen, wir sollen z.B. eingeben: „Laminat f“, SERP-Vorschläge ansehen und dementsprechend herausfinden, wofür man noch nicht rankt. Das Suchverhalten von Nutzern ist sehr divers und birgt entsprechend das Potenzial, eine Lücke zu finden. Diese Vorgehensweise hängt jedoch auch stark von der Konkurrenzsituation ab. In den Themenbereichen Mode, Baumarkt oder Medikamente ist es eher schwer, mit Amazon & Co. zu konkurrieren, Angelbedarf als Nische ist dagegen besser. Es gilt also: Keyword-Recherche, Konkurrenzvergleich, Aufbau einer starken Kategorieseite, auf der das Nischenthema bis zum Ende durchgezogen wird. Den Linkaufbau sollen wir nicht vergessen, hier können gerade Agenturen in Bezug auf Backlinks helfen. Im Notfall muss ein separater Shop für die Nischenprodukte gebaut werden. Ebenfalls ist es möglich, Content für Probleme zu erstellen, die es mit Produkt geben könnte und von da auf den Dienstleister/das Produkt zu verlinken.

WIE MAN AUS DEN GEDANKEN DER KONSUMENTEN AUTOMATISCH INHALTE GENERIERT – JONATHAN T. MALL

Nach der Mittagspause mit leckerem Essen und mit einem super Dessert (Schokopudding) ging ich zu Jonathans Vortrag. Er ist ein Kommunikationspsychologe, der sich auch mit Neurologie beschäftigt und wollte uns mehr darüber erzählen, wie man mit KI und Empathie SEO-Erfolge verzeichnet. Jeder Text, der geschrieben wird, wird für Menschen geschrieben (egal, ob von einem Menschen oder einer KI). Wenn man allerdings mit etwas ChatGPT schreibt, muss man die Marke/eigene Stimme darin verewigen – das darf man auf keinen Fall vergessen! Wenn man mit KI schreibt, sollte man weiterhin seine Persönlichkeit darin einbringen.

  • Kopfkino, Emotion + KI

Aus psychologischer Sicht findet bei uns immer ein Kopfkino statt – dieses bringt Klicks. So werden in unserem Gehirn Bilder produziert, wenn wir z.B. die Überschrift „Catch King Kong!“ lesen, anstelle von „Gorilla läuft aus Gehege“. Wenn etwas unerwartet aber passend passiert, werden wir darauf aufmerksam und merken es uns eher, als wenn etwas Unerwartetes UND Unpassendes passiert, was beispielsweise bei TikTok ununterbrochen der Fall ist. Wir (Menschen im Allgemeinen, nicht ich, ich besitze KEIN TikTok, ja, das ist mir wichtig zu erwähnen) hängen Stunden/Tage/Wochen vor TikTok, aber wer erinnert sich noch wirklich an eines?

Gedanken der Konsumenten automatisch Inhalte generiert – Jonathan T. Mall
Gedanken der Konsumenten automatisch Inhalte generiert – Jonathan T. Mall 1

In diesem Rahmen nahm er auf KI Bezug, denn diese kann, je nachdem, welche benutzt wird, voraussagen, welches Thema auf welche Schreibweise besser ankommt (kraftvoll, positiv, sanft, gelassen …). Hier spielen auch die Emotionen mit rein: Man kann Emotion durch Empathie generieren – jemand würde XY anklicken, wenn er XY fühlt. Anschließend teilte er das Publikum in zwei Gruppen auf, wir mussten abwechselnd die Augen schließen. Als meine Gruppe die Augen öffnen durfte, sah ich Wörter wie „shampoo“, „shower“, „bath“ etc. Dann wurde folgendes Wort an die Wand projiziert: „so_p“. Mein Gehirn machte aus diesem Wort „soap“, während die andere Seite „soup“ antwortete, da diese hauptsächlich Wörter mit Gerichten angezeigt bekommen hatte – genau so funktioniert Kopfkino. Eine KI kann ähnlich arbeiten und Kopfkino und Emotion verbinden. In diesem Rahmen stellte er uns die KI neuroflash vor. Diese zeigt auch, welche Wörter mehr in den Text integriert werden sollten.

Nach Jonathan ging es zum letzten Vortrag: „7 Tipps, die du in Excel können solltest“ von Tamara Zimmermann und Vildan Gülle. Nicht gerade ein leichtes Thema zum Spätnachmittag. Die Referentinnen zeigten, dass man mit Excel schnell nach URLs filtern, Evergreen Content identifizieren, Datenimport mit Add-ons durchführen oder auch eine High-Speed-Keyword-Recherche betreiben kann. Für mich fehlte leider, WIE man das machen kann, weshalb es für mich schwierig war, das nachzuvollziehen. Möglicherweise war ich aber auch langsam zu vollgepackt mit Informationen, dass es an dieser Stelle für mich zu spät war.

AUF DER SUCHE NACH AXEL SCHULZ UND ABENDPROGRAMM

Vor dem Abendbrot sagte ich einigen bekannten Gesichtern vom letzten Mal Hallo. Darunter war auch Moritz, mit dem ich am Gin-Stand (den es kostenlos gab) einen Hinweis erhielt, dass Special Guest Axel Schulz schon da wäre. Wir tauschten einen Blick aus und machten uns auf die Suche – im Foyer fanden wir ihn dann auch. Ich war nervös und bat Moritz darum, ihn doch bitte anzusprechen. Wir konnten ihn dann begrüßen und Moritz bat um ein Foto – das wurde dann auch gemacht! Das Ergebnis sehr ihr hier:

Ein Highlight für mich, Axel Schulz war zudem sehr freundlich und offen. Breit grinsend gingen wir wieder zurück. Den Rest des Abends gab es viele Gespräche, nicht nur über Online-Marketing, viel, viel Essen und Musik von DJ Sebastian. Ich genoss den Abend, als es dann gegen 23 Uhr zurück ins Hotel (diesmal das Best Western Hotel) ging, war ich auch ausreichend müde.

Bild mit Axel Schulz
Keynote Axel Schulz

TAG 2 – AXEL SCHULZ UND STORYTELLING

Nach einem tollen Frühstück fuhren wir wieder zurück. Ich freute mich auf die Keynote mit Axel Schulz. Für mich war er ein lockerer Typ mit einer angenehmen Portion Humor. Er erzählte viel von seinem Werdegang als Boxer und war überzeugt, dass bei dem, was man tut, das Geld erst zweitens sein sollte, die Leidenschaft dafür im Vordergrund stehe. Nach dem Ende seiner Sportlerkarriere trat er zunächst ins Soßen-Geschäft ein, später kamen dann verschiedene Kooperationen zusammen. So richtig einen Bezug zu SEO/Marketing konnte ich jetzt nicht herstellen, dennoch fand ich seinen Auftritt gut und eine schöne Abwechslung. Es war auch einfach mal interessant, seine Erlebnisse und Ansichten zum Leben zu erfahren.

Axel Schulz war stand anschließend noch für Autogramme und Fotos zur Verfügung, ich musste mich nicht in die ewige Schlange stellen, mein Foto hatte ich ja schon. ?

ENTFESSLE DIE KRAFT VON BUSINESS STORYTELLING IN DEINEM MARKETING – UWE VON GRAFENSTEIN

Anschließend ging es zum Storytelling: „To tell ist to sell“ – man muss dem Kunden sagen, warum man das tut, was man tut, war hier die Devise. Beim Storytelling kann man es sich zunutze machen, dass Geschichten Fakten stärken. Dabei ist es entscheidend, Geschichten so zu erzählen, dass sie gut ankommen – und das digital umsetzen. In diesem Rahmen muss man folgende Frage aus Kundensicht beantworten: Was habe ich davon?

Hier sind ebenfalls wieder die Aufmerksamkeit und Relevanz wichtig. Wir sehen am Tag 10.000 Autos, doch an welches davon können wir uns erinnern? Den gelben Lamborghini, weil er relevant ist, weil er etwas auslöst. Es ist nachgewiesen, dass gute Geschichten mehr Regionen im Gehirn stimulieren und den User zu einer Conversion aktivieren. Sie lassen tatsächlich im Kopf das Liebeshormon Oxytocin ausschütten.

Uwe ging dann auf die „Heldenreise“ ein, die er in die Customer-Journey „übersetzte“. Der wichtigste Punkt für Marketers ist der vierte, also der Mentor. Wir müssen der Part werden, der dazu auffordert, etwas zu ändern/etwas zu tun.

Danach schlüsselte er noch einmal die wichtigsten Fragen im Storytelling auf: Richtet sich Story an mich? Ja, weil er redet wie ich, denkt wie ich (Kunde).

  • Wir mir eine realistische Lösung geboten?
  • Verstehe ich das Angebot?
  • Kann ich dem Anbieter vertrauen?
  • Was bleibt hängen? Demostellung, Probefahrt …

„Make me care“ – das ist der Grundsatz.

Psychologie des Clickbaits – Christoph Ferdekke

DIE PSYCHOLOGIE DES CLICKBAITS – CHRISTOPH FERDEKKE

Sollte man Clickbaits verwenden? Die ersten Assoziationen des Publikums zu Clickbait waren überwiegend negativ. Umso erstaunlicher, dass trotzdem quasi die Hälfte selbst Clickbaits verwendet!

Grundsätzlich sind Klicks im Netz eine wichtige „Währung“. Clickbaits bilden dabei Stilmittel (mit Bild, Text, Komposition der Seite), um Kunden dazu zu bringen, auf die Seite zu gehen. Sie können in Typen unterteilt werden. Beim Type II wird im Teaserlink des Artikels der Content falsch dargestellt, ob durch Übertreibung oder eindeutige Falschaussage – dementsprechend klicken Nutzer öfter, werden jedoch enttäuscht. Beim Type I wird im Teaser etwas versprochen, was auch eingehalten wird – es wird zwar weniger oft geklickt, aber die Zufriedenheit des Kunden erhöht sich und Conversions sind wahrscheinlicher. Type III bildet die Dead Zone, also ein komplett langweiliger Inhalt.

Grundsätzlich sind Clickbaits Type II quatsch, denn wenn man 9.000 Klicks hat, aber keine Conversion, dann bringen einem diese gar nichts. Dementsprechend: Haltet eure Versprechen!

Side fact: Christoph hatte die lustigste PowerPoint-Präsentation, sehr sympathisch!

BEYOND CHAT GPT-4: GENERATIVE KI IN DER PRAXIS SKALIEREN – PHILIPP NEUBERT

Letzter Vortrag vor der Mittagspause! Philipp stellte noch einmal klar, dass ChatGPT ein Sprachmodell ist, das Texte generiert, keine KI. Großteil des Wissens von ChatGPT kommt aus dem Common Crawl, weshalb die Datenschutzfrage schwierig ist – was gecrawlt werden kann, nutzt GPT. Ebenso muss die Wertigkeit betrachtet werden – wie bekomme ich wertvolle Daten in die KI und Fakes/Fehlinformationen raus?

Ein Sprachmodell funktioniert mit Wahrscheinlichkeit à die Wahrscheinlichkeit eines folgenden Tokens wird ermittelt und ausgegeben. Als Modell wurde GPT anhand von unfassbar vielen Daten trainiert und man wusste dabei zunächst nicht, was damit genau gemacht werden soll. Dementsprechend sind sehr viele Anwendungen daraus entstanden.

Philipp zeigte uns dann, was man mit textengine.io alles machen kann.

Außenbereich 1
Richtig gute Textbriefings – Michael Weckerlin

RICHTIG GUTE TEXTBRIEFINGS – MICHAEL WECKERLIN

Nun war „Mr. SEO“ an der Reihe. Er gab uns Tipps dazu, wie man Briefings (auch durch Unterstützung von ChatGPT) verfassen kann. Grundsätzlich sollte ein Briefing klar und präzise formuliert werden, Gestaltungsspielraum lassen und alle Informationen liefern, die Erledigung der Arbeit sicherstellen. Auch hier noch einmal: ChatGPT ist keine Suchmaschine, sondern ein Sprachmodell, es wirft auch falsche Antworten aus. Dementsprechend sollten wir immer prüfen, ob das auch stimmt, was es schreibt.

Für gute Textbriefings sollten wir von hinten anfangen: Welche Informationen benötige ich? Danach kommen die Fragen nach der Zielgruppe, Inhalt oder Stil. In diesem Rahmen empfahl er uns Wortliga als kostenloses Tool. Dieses gibt Informationen zur Lesbarkeit, Sprachmelodie oder Checklisten. Ein Text nur von ChatGPT schneidet ohne Finetuning schlecht ab – man sollte also vom Ausdruck noch einmal ran. USPs, Expertise, produktspezifische Eigenschaften oder auch die eigenen Erfahrungen müssen in den Text, was ChatGPT aktuell ohne entsprechende, ausführliche Vorbereitung nicht leisten kann.

SO WIRST DU ZUM CONTENT ENDGEGNER – ANDREAS BIERWIRTH

Dieser „Vortrag“ war mal etwas ganz anderes. Grundsätzlich ging es auch genau darum, mal etwas anderes zu machen, das Gegenteil, verrückte Ideen, über die Grenzen gehen, AUSRASTEN. Ja, einmal sollten wir auch zusammen ausrasten.

In Bezug auf Social Media liegt die Betonung auf social! Man soll sich also mit Menschen verbinden, das steht hier im Fokus. Stattdessen denken viele nur an Reichweite. Also mach dir klar, dass du gerade mit Menschen redest. Diese kaufen dich, nicht deine Dienstleistung und müssen entsprechend abgeholt werden (man muss immer davon ausgehen, dass die Leute keine Ahnung von meinem Produkt und mir haben). Akzeptiere, dass dich nicht jeder mag, desto eher kommst du aus deiner Komfortzone raus und fällst auf. Bringe rüber, warum man das macht/verkauft, was man anbietet und nicht, wieso das Produkt so toll ist – unterlasse das Blabla. Bei den Beiträgen ist Kontinuität wichtiger als Kreativität, also liefere lieber in einem verlässlichen Rhythmus. Die Kreativität ist trotzdem wichtig, aber es muss nicht alles eine unfassbare Tiefe haben – manchmal reicht auch 0815-Post.

Nachdem wir eine Übung zum Ausrasten machen sollten, mit viel Konfetti, spielte Andreas dann etwas ein, was sich wie ein Mindset-Mantra anhörte. Atme ein – atme aus – du bist wichtig – atme – du hast etwas zu sagen – atme … da war ich dann raus. Aber er hat sich gut erholt! Und er wollte ja auch, dass man mal etwas anderes macht …

Content Endgegner – Andreas Bierwirth
7 Hacks für bessere Inhalte - Jens Altmann

7 HACKS FÜR BESSERE INHALTE – JENS ALTMANN

Apropos, zum Menschen sprechen: Ein bekanntes Zitat lautet: „Marketing is a conversation. You can not not communicate.“ Content ist also eine erweiterte Marketingform und ein Kommunikationskanal. Guter Content aus Empfängersicht ist dabei fokussiert, informativ, strukturiert und inhaltlich korrekt. Aus Sicht einer Social-Media-Plattform zeichnet er sich dagegen durch starke Sprache, hohes Engagement und Reichweite sowie kreativen Inhalt aus. Die Content-Distribution (Verteilung) kann über Ads, Social Media, E-Mail oder auch Influencer erfolgen. Nun kommt aber auch noch die Herausforderung ChatGPT hinzu. Dieses verändert Prozesse und erhöht den Output, aber nicht den Outcome (Wertigkeit der Inhalte). Durch das Sprachmodell wird schneller mehr Content erstellt, wodurch wieder die Aufmerksamkeitsspanne eines Konsumenten abnimmt. Genauso ist es im, Bereich Social Media, mit Reels, Shorts etc. à länger als unter einer Minute schaut sich keiner Reels an.

Eine ausgefeilte Content-Strategie beginnt mit dem Content Audit. Dabei gilt zwar, wenn man mehr Content erstellt, generiert man mehr Traffic, jedoch muss die Qualität dabei gleich bleiben. Anschließend hörte ich mir noch vier seiner sieben Hacks an, wie die Gyrosensoren-Analyse (in Echtzeit sehen, ob sich Nutzer im Auto befindet oder ob er Pause hat à man lernt Nutzer deutlich besser kennen, wann macht er was, wann sind z.B. längere Texte besser, wann nur Summarys); das Webcam-Eyetracking, wofür die Nutzer jedoch zustimmen müssen; die Web Vitals Libary oder das Medienengagement. Offen gesagt, leider wenig hilfreich.

FAZIT ZUR CONTENTIXX 2023

Es war wieder sehr schön, wenn auch nicht so wie letztes Jahr. Ich habe viele interessante Vorträge gehört, die Motivation ist da, wieder „noch besseren“ Content für die Nutzer/Kunden zu generieren. Auf das Essen habe ich mich die ganze Zeit gefreut und wurde auch nicht enttäuscht – besonders die kleinen Kuchen, Muffins und Donuts in den Pausen waren wieder grandios. ? Ich konnte einige altbekannte Gesichter wieder treffen, aber das „Netzwerken“ war diesmal weniger an der Tagesordnung bei mir. Ebenfalls war insgesamt die Stimmung etwas ruhiger als bei der Contentixx, ich würde sagen, wir Content-Menschen sind wohl einfach cooler drauf ? (Sidekick zum CLASH).

The Clash

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