Shopware SEO – Die 12 wichtigsten Tricks und Kniffe für Ihren Shopware Shop

Shopware-SEOVielleicht geht es Ihnen genauso, wie vielen Shopware Shop Betreibern im weltweitem Netz: Sie haben einen neuen modernen Shopware Shop, die besten Produkte zu unschlagbaren Preisen, passende Artikeltexte und super Produktfotos. Eigentlich sollte dem Online Handel mit Ihrem Shopware Shop nichts im Wege stehen.

Doch irgendwie bestellt niemand etwas. Die Zugriffszahlen auf Ihren Shopware Shop sind quasi nichtexistent; die wenigen Besucher, die sich einmal in Ihren Shopware Shop verirren, sind schnell wieder verschwunden; die Umsatzzahlen decken kaum die Kosten des laufenden Betriebes Ihres Shopware Shops.

Woran kann das liegen? Erfahren Sie in diesem Blogbeitrag mehr über die Suchmaschinenoptimierung für den Shopware Shop:

  1. Einleitung: Warum Shopware SEO wichtig ist
  2. 12 Möglichkeiten der Shopware SEO für Ihren Shop
  3. Metainformationen – Ihre Visitenkarte in den SERPs
  4. SEO-Texte & Text-Formatierung – Schreiben statt Schwafeln
  5. Optimierung von Bildern – Google Bot und die Bildererkennung
  6. Sprechende URLs – Worte sagen mehr als 1000 Zeichen
  7. SEO-Router – effektiv für Shopware SEO nutzen
  8. Canonical Links – Mit kanonischen Links auf Spatzen schießen?
  9. Weiterleitungen – Passierschein A38 finden Sie im Zimmer 301
  10. Robots.txt & Meta Robots – Google, da brauchst Du nicht extra hingehen
  11. Sitemap.xml – Ihr Shopware Shop durch die Augen der Suchmaschinen
  12. Strukturierte Daten – Bereicherung für alle
  13. Optimierung für Mobilgeräte – Unterwegs ist das neue Daheim
  14. Allgemeine SEO-Tipps – aus Omas Nähkästchen geplaudert

Einfache Antwort, schwierige Lösung

Zumeist ist die Antwort ganz einfach: Wenn niemand Ihren Shopware Shop sehen kann, kann auch niemand darin bestellen.

Stellen Sie sich folgende Situation vor: Sie stehen auf der Hauptstraße zwischen zwei Geschäften: Geschäft A ist unaufgeräumt, hat schlecht sortierte Ware zu überhöhten Preisen und nirgendwo ist ein Kundenberater, der Ihnen weiterhelfen kann. Geschäft B ist wunderschön hergerichtet, hat eine große Auswahl an Produkten, unschlagbare Preise und an jeder Ecke steht ein Kundenberater, der Ihnen Ihre Fragen vom Gesicht ablesen kann. In welches Geschäft würden Sie gehen? Sicherlich in Geschäft B.

Nun stellen Sie sich eine andere Situation vor: Sie stehen wieder auf der Hauptstraße. Diesmal sehen Sie jedoch nur Geschäft A. Da Sie unbedingt das brauchen, was Geschäft A anbietet und Sie weit und breit keine Alternative sehen, gehen Sie halt in Geschäft A. Was Sie jedoch nicht wussten ist, dass zwei Straßen weiter in einer kleinen Seitengasse Geschäft B ist. Das Problem ist nur: Woher sollen Sie wissen, dass Geschäft B dort ist? Sie können es von Ihrer Position auf der Hauptstraße nicht sehen.

Genauso verhält es sich mit Ihrem Shopware Shop im Internet. Die Hauptstraße, der beste Platz für ein Geschäft ist die erste Seite von Google und anderen vergleichbaren Suchmaschinen.

Die Position ist das A und O

Für Shopware Shops gilt das gleiche Prinzip wie für das klassische Ladengeschäft: Die begehrtesten Positionen sind jene mit viel Besucherverkehr. Offline ist es das Ladengeschäft auf der Hauptstraße, Online eine Position auf der ersten Seite der SERPs: Dies sind die sogenannten Search Engine Result Pages, also die Liste, die eine Suchmaschine dem Nutzer für seine Anfrage zur Verfügung stellt.

Diese SERPs setzen sich grundsätzlich aus zwei Elementen zusammen: Auf der einen Seite aus einer Liste von allen relevanten Webseiten für einen bestimmten Suchbegriff (oder auch Keyword genannt). Diese Liste wird auch als organische Suchergebnisse bezeichnet. Auf der anderen Seite finden sich hier ebenfalls Google AdWords Anzeigen – dies sind Werbeanzeigen.

Mit einem Marktanteil von 92,1 % (Stand 11.2017) ist Google der Platzhirsch unter den Suchmaschinen im Internet. Daher wird von nun an nur noch von Google im Zusammenhang mit SEO Maßnahmen für Ihren Shopware Shop gesprochen. Das bedeutet jedoch nicht, dass die Maßnahmen nicht genauso für Bing, Altavista und andere Suchmaschinen gelten.

Harte Konkurrenz um die besten Plätze

Wie auf der Hauptstraße sind die Plätze auf der ersten Seite von Google hart umkämpft: Nur zehn Suchergebnisse zeigt die erste Seite von Google an. Auf diesen tummeln sich, selbstverständlich, 100 % Der Google Nutzer. Auf der zweiten Seite sind es jedoch nur noch rund 10 %. Das heißt, die Absprungrate von der ersten auf die zweite Seite von Google ist rund 90 %!

In unserem Beispiel entscheidet, vereinfacht gesprochen, der Kosten-Nutzen Faktor, welcher Laden auf der Hauptstraße bleibt: Sind die Mieten zu hoch und der Umsatz zu gering, muss der Laden wohl oder übel räumen und macht einem anderen Platz.

Auf den SERPs lässt sich dies nicht so einfach sagen: Hier entscheiden zahlreiche Faktoren, auf welcher Position eine Webseite landet: Angefangen von der Relevanz der Suchbegriffe, über technische Faktoren bis hin zum Nutzerverhalten.

Schnelle Lösung = beste Lösung?

Es gibt eine einfache Lösung, wie Sie Ihren Shopware Shop auf die erste Seite von Google bringen können: Über Werbung.

Zurück zu unserem Hauptstraßenbeispiel: Geschäft B befindet sich noch immer in der kleinen Seitengasse. Wie kann das Geschäft Kunden in den Laden bekommen? Ganz einfach: Durch Werbung. Auf der Hauptstraße werden große Werbetafeln aufgebaut, die zeigen, wo der Laden ist und welche Angebote er hat. Es werden Promoter eingestellt, die über die Hauptstraße gehen und Leute ansprechen und Flyer verteilen, damit diese (hoffentlich) in den Laden gehen und im Idealfall etwas kaufen.

Ähnlich ist es mit Google: Es ist möglich, mit Google AdWords Werbung auf den SERPs zu schalten. Sollten Sie genug Geld ausgeben, erscheinen Sie so sogar noch über den ersten organischen Suchergebnissen auf den SERPs.

Das bedeutet also, Sie geben Geld aus, damit potenzielle Kunden in Ihren Laden kommen und hoffentlich etwas kaufen. Sie bezahlen somit Geld, damit Nutzer bei Ihnen Geld ausgeben können.

Kostengünstiger und langfristig besser ist es natürlich, wenn Sie Ihren Laden auf die Hauptstraße bzw. Ihren Shopware Shop auf die erste Seite von Google verlegen können – und hier kommt die Shopware SEO ins Spiel.

SEO für Shopware Shops – Vom Roh- zum Herz-Schliff-Diamant

Was ist SEO genau? SEO ist die Abkürzung für „Search Engine Optimization“, also Suchmaschinenoptimierung,  und bezeichnet die Optimierung der eigenen Webseite für Suchmaschinen. Sie ist, genau wie zum Beispiel SEA (also Search Engine Advertising, die Suchmaschinenwerbung) und Conversion Optimierung, ein Teilbereich des Online Marketings.

Suchmaschinenoptimierung beschäftigt sich mit drei großen Faktoren:

Onpage-Optimierung

Onpage Optimierungen sind alles Dinge, die direkt auf der Webseite des Shopware-Shops gemacht werden können. Das betrifft vor allem allgemeine SEO-Aspekte, die inhaltliche sowie technische SEO.

Offpage-Optimierung

Darunter fallen all die Dinge, die außerhalb der eigenen Seite stattfinden wie externe Signale, Toxizitätsüberprüfung und Kundenbindungsmaßnahmen.

Conversion Optimierung

Alles, was helfen kann, dass Nutzer zum Beispiel einen Kauf erfolgreich abschließen oder eher bereit sind, im eigenen Shopware Shop einzukaufen.

Der Hauptfokus von Google ist die Nutzererfahrung – die Webseiten, die auf den SERPs zu finden sind, müssen relevant für die Suchergebnisse des Nutzers sein. Das gelingt nur, wenn Ihr Shopware Shop relevant für den Nutzer und somit für Google ist. Dies gelingt durch eine erfolgreiche und langfristige Shopware SEO.

Shopware SEO – steter Tropfen statt Strohfeuer

Zurück zu unserem Hauptstraßenbeispiel: Das langfristige Ziel sollte für Geschäft B sein, genau wie Geschäft A auf der Hauptstraße zu sein. Dies gelingt im Internet nicht über Nacht, sondern ist ein langfristiger Prozess, der sich auf lange Sicht jedoch mehr auszahlt als zum Beispiel Werbung schalten.

Wenn Ihr Shopware Shop erst einmal mit Hilfe der Shopware SEO auf den vorderen Plätzen der Google Suchergebnisse ausgespielt wird, erhöht sich die Nutzeranzahl deutlich. Damit ist die Wahrscheinlichkeit natürlich höher, dass unter den Nutzern mehr Käufer dabei sind.

Wichtig ist hier jedoch: Die Shopware SEO sollte kontinuierlich fortgesetzt werden. Die Mitbewerber schlafen nicht! Diese sind genauso daran interessiert, möglichst auf der ersten Seite von Google zu erscheinen. Daher machen Sie kontinuierliche Shopware SEO! Bleiben Sie am Puls der Zeit und optimieren Sie Ihren Shopware Shop. Wichtig hierbei ist: Shopware SEO ist nicht in Stein gemeißelt. Google überarbeitet stetig die Algorithmen, die entscheiden, welche Position welche Webseite in den SERPs bekommt.

Shopware SEO ist Teamarbeit statt Einzelkampf

Die Suchmaschinenoptimierung ist hoch komplex. In Ihrem Shopware Shop gibt es keinen Knopf, den Sie drücken können oder kein Häkchen, das Sie setzen können, um auf der ersten Seite von Google aufzutauchen. Es ist vielmehr ein Zusammenspiel von zahlreichen Faktoren, die dafür sorgen, dass Google Ihren Shopware Shop für relevant erachtet.

Es ist wie im Rennsport: Nur weil der Motor leistungsstark ist, heißt das nicht, dass der Fahrer gut fahren kann. Der Fahrer kann sich noch so gut anstrengen, mit dem schnellsten Auto ins Ziel zu kommen, wenn er Sommerreifen bei Regen nutzt. Erst wenn alles stimmt – das Auto ist technisch auf dem neusten Stand, der Fahrer kennt das Auto und die Strecke in- und auswendig, bei der Boxencrew sitzt jeder Handgriff und die Techniker werten die Renndaten richtig aus – erst dann kommt der Erfolg; Zusammenspiel führt zum Sieg.

SEO ist nicht anders: Erst das richtige Zusammenspiel sorgt dafür, dass Sie möglichst auf der ersten Seite der Google Suchergebnisse erscheinen.

Professionelle Suchmaschinenoptimierung

12 Möglichkeiten der Shopware SEO für Ihren Shop

Es gibt zahlreiche kleine und große Stellschrauben, die Sie an Ihrem Shopware Shop verändern können, um dessen Sichtbarkeit unter die Arme greifen zu können. Hier finden Sie 12 Möglichkeiten, was alles machbar und vor allem sinnvoll für Ihre Shopware SEO ist.

Es gibt zahlreiche allgemeine SEO Punkte, die nicht speziell auf die Shopware SEO ausgerichtet sind: Zum Beispiel profitiert ebenfalls Ihre WordPress-Seite oder Ihr JTL Shop von einem einzigartigen Keyword-Fokus. Hier soll es jedoch nur um die Stellschrauben gehen, die für die Shopware SEO wichtig sind.

1. Metainformationen – Ihre Visitenkarte in den SERPs

Der erste Eindruck zählt – das gilt in allen Lebensbereichen: Sei es beim Vorstellungsgespräch, beim ersten Date oder beim ersten Blick auf die Suchergebnisliste von Google. Hier stellt sich Ihr Shopware Shop vor und zeigt sich, idealerweise, von seiner besten Seite. Google setzt die Suchergebnisliste durch Metainformationen zusammen. Die Metainformationen setzen sich wiederum aus dem Title Tag, der Seiten-URL und der Meta Description zusammen.

Beispiel optimierter SERPs


Die Metainformationen sind das Erste, was der potenzielle Kunde sieht; nicht die tolle Optik des Shops oder die tollen Produktfotos. Daher ist es wichtig, dass die Metainformationen an die jeweilige Shopware Seite angepasst und optimiert sind.

Im Title Tag sollte im Idealfall das passende Keyword für Ihren Shopware Shop enthalten sein. Dadurch kann sowohl der Google Crawler, der Ihre Webseite bei Google indexiert, als auch der Nutzer sehen, was sich hinter dem Link verbirgt (noch bevor er daraufklickt). Sie haben zudem nur 70 Zeichen Platz – daher sind kurze und knackige Title Tags sinnvoll. Falls Sie keine Title Tags vergeben, generiert Shopware diese automatisch nach dem folgendem Muster: Artikelname | Kategorie | Shopname. Dies kann dazu führen, dass zu lange und unfokussierte Title Tags entstehen.

Die Meta Description hilft dem Nutzer und sollte möglichst prägnant aufführen, warum er hier klicken sollte. Das entsprechende Keyword der Seite sollte hier ebenfalls stehen, da es dadurch fett in den SERPs erscheint und mehr ins Auge sticht. Die Zeichenlänge ist mittlerweile auf 300 gestiegen – nutzen Sie das unbedingt! Dadurch werden Ihre SERPs größer, nehmen mehr Platz ein und Sie können mehr einzigartige Verkaufsargumente mit in die Metainformationen schreiben. Vergeben Sie keine Meta Description, nutzt Google Inhalte von der dahinterliegenden Seite. Dadurch entstehen häufig unfokussierte und nicht aussagekräftige Meta Descriptions. Wichtig ist, dass Sie hier das Zeichenlimit der Meta Description per CSS in Ihrem Shopware Shop erhöhen, da Shopware (noch) standardmäßig nur eine Zeichenanzahl von 150 bis 240 zulässt.

Es sollte hier erwähnt werden, dass Google mehrere Datenbanken für die Zusammenstellung der SERPs benutzt. Selbst wenn Metainformationen in Ihrem Shopware Shop hinterlegt sind, kann es trotzdem vorkommen, dass Google eine Datenbank benutzt, in welcher die Shopware Metainformationen noch nicht hinterlegt sind.

Metainformationen können im Shopware-Backend für Kategorie-, Artikel-, Hersteller- und Blogseiten im Bereich „Meta Informationen“ hinterlegt werden.

Für die Hinterlegung der Metainformationen gibt es in Ihrem Shopware Shop Backend ein separates Feld. Grundsätzlich sehen diese Felder so aus und befinden sich in den entsprechenden Eigenschaften:

Meta Informationen hinterlegen


Im Blog-Bereich beispielsweise finden Sie die Informationen jedoch im Ausklappmenü „Suchmaschinen Optimierung“ auf der rechten Seite:

Meta Informationen bei z. B. Blogbeiträgen


Zusammenfassend lässt sich sagen:

  • Title Tag
    • Bis zu 70 Zeichen lang
    • Sollte Fokus-Keyword möglichst am Anfang enthalten
    • Einzigartig und aussagekräftig
  • Meta Description
    • Bis zu 300 Zeichen lang
    • Sollte Keyword und Call-to-Action enthalten
    • Kurze Beschreibung der Webseite & USPs
    • Zeichenlimit muss im Shopware CSS erhöht werden

Nutzen Sie Metainformationen, denn diese sind Ihre Visitenkarte auf den SERPs. Halten Sie sich an die genannten Punkte, um potenziell mehr Nutzer auf Ihren Shopware Shop zu bekommen.

2. SEO-Texte & Text-Formatierung – Schreiben statt Schwafeln

Einen zentralen Stellenwert der wichtigsten Seiten Ihres Shopware Shops sollten die SEO-Texte einnehmen. Die Zeiten, in denen Sie ausschließlich für den Google Bot schreiben, sind lange vorbei: Kein Keyword-Stuffing mehr; keine weiße Schrift auf weißem Hintergrund nur um Ihren Shopware Shop auf die erste Seite der Google SERPS zu bekommen.

Der Fokus der SEO-Texte hat sich verschoben: weg von der Maschine, hin zum Menschen: Schreiben Sie SEO-Texte für Ihren Shopware Shop stets so, als ob Sie für den Nutzer schreiben. Erklären Sie, was er in Ihrem Shop erwarten kann, was Ihre Alleinstellungsmerkmale sind, um was es in den Kategorien geht und beschreiben Sie die Produkte und Ihre Einsatzmöglichkeit. Schreiben Sie einen kohärenten und informativen Text! Erst wenn das steht, geht es an die SE-Optimierung.

Google beachtet Signale, die Nutzer an Google senden, sobald Sie auf Ihrer Seite sind. Mit gut geschriebenen SEO-Texten ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass Sie die Nutzer zufrieden stellen und diese somit ein besseres Signal an Google schicken. Daraus folgt, dass Google Ihre Seite für das entsprechende Keyword besser bewertet, mit welchem der Nutzer auf Ihre Seite kam.

Nun kommen wieder die Keywords ins Spiel. Jede Seite und Kategorie Ihres Shopware Shops sollte ein bestimmtes und relevantes Keyword zugeordnet bekommen. Sobald Sie diese ermittelt haben, kommt wieder der SEO-Text und damit die SEO für Ihren Shopware Shop ins Spiel.

Nutzen Sie Ihren Text, den Sie für Ihren Kunden geschrieben haben, als Grundlage und überarbeiten Sie diesen für die Suchmaschine. Bringen Sie das Hauptkeyword und dessen Synonyme und Varianten möglichst so im Text unter, dass dieser nicht zerstört oder unleserlich wird. Erfahrungsgemäß sollte das Hauptkeyword aller 2-3 Sätze, je nach Länge, im Text untergebracht werden. Achten Sie auch darauf, dass Ihr Text mindestens 300-350 Wörter enthält, klar strukturiert ist und bleibt sowie mit sinnvollen Zwischenüberschriften aufgelockert wird und somit leicht zu scannen ist.

Apropos Überschriften: Strukturieren Sie Ihre Texte mithilfe von Zwischenüberschriften! Allen voran steht die H1 – dies ist Ihre Hauptüberschrift. Diese sollte stets das Hauptkeyword möglichst am Anfang enthalten. So weiß der Google Bot schnell, um was es auf der Shopware Seite geht und kann den Rest des Textes entsprechend einordnen. Alle weiteren Überschriften sollten hierarchisch unter der H1 stehen. Nutzen Sie niemals Überschriften zum Styling! Überschriften sind dafür da, Texte zu formatieren, nicht optisch anzupassen. Im CSS werden die Stylings für die Überschriften und den Text angepasst.

Ein kleiner Strukturtipp: Beenden Sie Ihre Texte mit einer Auflistung der wichtigsten Punkte bzw. Fakten und/oder einer Call-to-Action. So sieht der Nutzer alles auf einem Blick: Was sind die wichtigsten Informationen und an wen kann ich mich bei Fragen wenden.

In Ihrem Shopware Shop können Sie die SEO-Texte in den Eigenschaften der Kategorien, Produkte, Blogs, usw. in der Rubrik CMS-Funktionen hinterlegen:

SEO Texte in CMS Funktionen hinterlegen


Die Überschrift wird automatisch als H1 definiert und bedarf demzufolge keiner weiteren Formatierung. Im Kategorietext selbst können Sie ganz normal den Text formatieren und Links auf andere Unterseiten hinterlegen.

Es empfiehlt sich, den Text in einen Teaser und einen Haupttext aufzuteilen. Die H1 und der Teaser (max. 50 Wörter) erscheinen am Anfang der Kategorie (oberhalb der Produkte oder Unterkategorien) und verweist mit einem „Weiterlesen“ per Anker auf den unteren Text. Dies hat den Vorteil, dass die H1 mehr am Seitenanfang steht und der Besucher mit ein paar einleitenden Worten begrüßt wird. Möchte er mehr erfahren, nutzt er den „Weiterlesen“ Anker und springt ans Ende der Seite zu dem restlichen SEO-Text.

Hierfür muss jedoch ein Freitextfeld definiert werden, das zu Beginn der Seite eingebaut wird:

Extra Freitextfeld für SEO-Teaser


Hier heißt dieses Freitextfeld „Kategorietext oben“. Die H1 Überschrift kann gleich mit im Kategorietext hinterlegt und definiert werden.
Zusammenfassend lässt sich sagen:

SEO-Texte sollten:

  • Für den Nutzer geschrieben
    • lesbarer Text
    • alle wichtigen Informationen
    • Call-to-Actions
  • Für den Google Bot optimiert
    • mindestens 300-350 Wörter
    • Hauptkeyword in die H1
    • Hauptkeyword aller 2-3 Sätze, ansonsten Synonyme/Varianten
    • Verlinkungen zu anderen Seiten

3. Optimierung von Bildern – Google Bot und die Bildererkennung

Der Google Bot wird in der Erkennung von Bildern immer besser. Nichtsdestotrotz können Sie ihm mit der Bilder-SEO für Ihren Shopware Shop unter die Arme greifen. Dadurch kann der Google Bot besser erkennen, was auf dem Bild ist und wozu es gut ist.

Nutzen Sie keine generischen Dateinamen wie „925l2gngreiu424_32a.jpg.“ Vorteilhafter sind sogenannte „sprechende“ Dateinamen: Das sind kurze und aussagekräftige Dateinamen, die im besten Fall das Hauptkeyword der entsprechenden Seite enthalten und kurz beschreiben, was auf dem Bild zu sehen ist.

Darüber hinaus sollte jedes Bild ein Img-Tag haben. Dies ist ein alternatives Attribut und hat verschiedene Funktionen. Wenn ein Bild nicht geladen werde kann, wird stattdessen der Img-Tag angezeigt. Zudem sorgt es für eine bessere Barrierefreiheit Ihrer Seite, da Screen-Reader den Img-Tag vorlesen. Im Shopware Shop wird das Img-Tag aus dem Feld „Titel“ gezogen – dementsprechend sollte hier die alternative Bildbeschreibung hinterlegt werden. Bringen Sie im Img-Tag ebenfalls möglichst am Anfang das Hauptkeyword der entsprechenden Seite unter, auf der das Bild später erscheinen soll.

Bilder Titel in den Bild-Optionen


Bilder Titel wird automatisch als alt Attribut eingefügt


Nach wie vor ist die Bildgröße ein ausschlaggebender Punkt in der Bilder-SEO für Shopware Shops: Komprimieren Sie das Bild so weit, dass keine wichtigen Bildinformationen verloren gehen, das Bild trotzdem möglichst klein ist. Idealerweise überschreitet die Bildgröße nicht die 200 KB Grenze. Shopware bietet keine integrierte Lösung für die Bilderkomprimierung an. Dies lässt sich aber über Shellskripte lösen. Diese übernehmen die Komprimierung in Ihrem Shopware Shop.

Mit diesen Tipps sollten Ihre Bilder bestens für die Suchmaschinen optimiert sein und gute Plätze in der Bildersuche stehen somit nichts mehr im Weg.

Zusammenfassend lässt sich sagen:

  • Bilder-SEO
    • Kurze, aussagekräftige Dateinamen verwenden
    • Img-Tag als alternatives Attribut verwenden
    • Hauptkeyword im Dateinamen und Img-Tag möglichst am Anfang nutzen
    • Bilder komprimieren

4. Sprechende URLs – Worte sagen mehr als 1000 Zeichen

Eine Frage vorweg: Welche URL finden Sie besser: www.domain.de/startseite/produkte/produkt/produkt-nummer oder www.domain.de/produkt-guenstig-kaufen? Wenn Sie die letztere URL bevorzugen, geht es Ihnen genauso wie Google.

Sprechende URLs sind angepasst URLs von Shopware Shop Seiten. Standardmäßig generiert Ihr Shopware Shop die URLs für Kategorien nach folgendem Muster „Kategorie1/Kategorie2/Kategorie3“ und für Artikel „Hauptkategorie/Unterkategorie/Artikel-ID/Artikelname“ automatisch. Diese URL-Struktur ist weder leicht zu merken noch für Suchmaschinen optimiert.

Grundsätzlich sollten Sie eine SEO für Ihre Shopware Shop URLs in Betracht ziehen, denn diese gehen ebenfalls in die Google Bewertung Ihrer Seite und Keywords mit ein. Im SEO-Router Ihres Shopware Shops können Sie die URLs individuell konfigurieren.

Sie finden die Einstellungen unter „Einstellungen/Grundeinstellungen/storefront/SEO/Router-Einstellungen“:

SEO URLs für Kategorien und Artikel im SEO-Router


Sonderzeichen werden durch das Slugify Framework automatisch ersetzt. Über ein Plug-In ist eine eigene Anpassung jedoch möglich.

Verändern Sie zum Beispiel einen bestehenden Artikelnamen, dann leitet der SEO-Router die bestehende URL automatisch per Redirect 301 von der alten auf die neue URL um.

Eine SEO der URLs für Shopware Shops lohnt sich. Passen Sie sowohl die Kategorie- als auch die Produkt-URLs manuell an. Somit können Sie das Hauptkeyword der entsprechenden Kategorie oder des Produkts mit in die URL bringen, was sich wiederum positiv auf die Bewertung der Seite auswirkt.

Um eine individuelle SEO-URL für Kategorien einzurichten, kann das Kategorie-Freitextfeld 1 bzw. „attr1“ verwendet werden. Wenn Sie beispielsweise „meine-optimierte-kategorie-url/ hier hinterlegten, sieht die SEO-URL wie folgt aus: www.domain.de/meine-optimierte-kategorie-url/. Sollten Sie das Feld leer lassen, wird die URL mit dem, im SEO-Router hinterlegten, Standard generiert.

Für Artikel gilt, dass das Artikel-Freitextfeld mit dem Namen „attr4“ dafür genutzt werden kann. Der SEO-Router fragt den Inhalt des Feldes ab und spielt diesen bei der Generierung der URL automatisch aus. Falls das Feld leer bleibt, setzt sich die URL aus der Artikel-ID und dem Artikelnamen zusammen. Alternativ kann sich die URL auch aus dem Artikelnamen zusammensetzen. Ist dieses Feld leer, wird auf den Artikelnamen zurückgegriffen. Shopware empfiehlt dabei, die Artikel-ID in der URL zu verwenden, damit sichergestellt ist, dass eine einzigartige URL entsteht.

Insider-Tipp: Verwenden Sie SEO-URLs vor allem bei Blogs! Eine SEO-URL für einen Blogbeitrag setzt sich standardmäßig aus „Blogkategorie/Blogartikel“ zusammen. Hier ist ebenfalls eine Optimierung der SEO-URLs für Ihren Shopware Shop möglich und sinnvoll.

Falls Sie für Hersteller und Shopseiten eine SEO-URL hinterlegen wollen, müssen Sie ein neues Freitextfeld für diese erstellen. Fügen Sie das Freitexfeld1 (attr1) manuell hinzu. Anschließend kann dieses individuell gefüllt werden.

SEO URLs für Kategorien und Artikel hinterlegen (alternative SEO-URL)


Sobald Sie die manuellen SEO-URLs hinterlegt haben, ist es wichtig, dass Sie den SEO-Index neu aufbauen und den Shop Cache leeren. Den SEO-Index finden Sie unter „Einstellungen/Allgemein/SEO/SEO-Index neu aufbauen“. Wichtig ist, dass Sie das Datum der letzten Aktualisierung vorher entfernen.

Den Shopware Shop Cache können Sie unter „Einstellungen/Caches / Performance / Shop Cache leeren“ finden.

SEO-Index neu aufbauen


Zusammenfassend lässt sich sagen:

  • Kategorie-SEO-URLs:
    • Kategorie-Freitextfeld 1 (attr1) nutzen
  • Artikel-SEO-URLs:
    • Artikel-Freitextfeld (attr4) nutzen
    • Alternativ: Meta Title nutzen
    • Empfehlung: Artikel-ID mit verwenden, um einzigartige URLs sicherzustellen
  • Blog-SEO-URL:
    • H1 Überschrift für SEO-URL nutzen
  • Hersteller- und Shopseiten-SEO-URLS:
    • Freitextfeld1 (attr1) manuell hinzufügen und nutzen
  • Abschließend:
    • SEO-Index neu aufbauen und Shop Cache leeren

5. SEO-Router – effektiv für Shopware SEO nutzen

Der SEO-Router ist dafür da, dass die Suchmaschinen-Crawler einen für sie passenden und aufbereiteten Shopware Shop vorfinden. Alles was für die Suchmaschine nicht relevant ist, können Sie im SEO-Router Ihres Shopware Shops einstellen, z. B. indem Sie Seiten, die nicht SEO-relevant sind, auf noindex und/oder nofollow setzen. Noindex bedeutet, dass diese Seiten nicht in den Index der Suchmaschinen aufgenommen werden sollen. Wird ein Link hingegen mit einem nofollow Attribut versehen, so verfolgt der Suchmaschinen-Crawler diesen Link nicht und crawlt nicht die dahinterliegende Seite.

Standardmäßig werden so auch durch Suchen generierte Filterseiten, sogenannte Listing-Unterseiten, ebenfalls mit einem noindex-Attribut versehen. Dies betrifft Seiten mit Identifiern sPage,sPerPage,sSupplier,sFilterProperties,p,n,s,f. Darüber hinaus müssen Sie diese Seiten nicht extra in der robots.txt ausschließen. Möchten Sie trotzdem den Inhalt dieser Seiten indexieren, können Sie das über die Option im SEO-Router „Paginierten Inhalt indexieren“. Externe Verlinkungen, z. B. bei (kopierten) Artikelbeschreibungen, werden von Haus aus auf nofollow gesetzt. Das ist auch sinnvoll, da Sie nicht möchten, dass die Seitenstärke Ihrer Shopware Seite auf eine externe Seite vererbt wird.

Den SEO-Router finden Sie unter „Einstellungen/Grundeinstellungen/Storefront/SEO/Router-Einstellungen“:

Übersicht eines Shopware SEO-Routers


Zusammenfassend lässt sich sagen:

  • SEO-Router einstellen:
    • Nicht-relevante Seiten mit noindex, nofollow versehen
    • Such-Filterseiten werden mit noindex versehen
    • Betrifft Identifiern sPage,sPerPage,sSupplier,sFilterProperties,p,n,s,f
    • Seiten müssen nicht in der robots.txt ausgeschlossen werden
    • Falls doch eine Indexierung stattfinden soll, dann über „Paginierten Inhalt indexieren“

„Caonical Links? Die sind doch nicht mehr wichtig.“ Dieser Satz kommt häufig – doch stimmt er auch? Erfahrungsgemäß sind kanonische Verlinkungen nach wie vor ein sinnvolles Mittel, um doppelten Inhalt zu vermeiden. Wichtig ist dies vor allem für CMS und Shop-Systeme, die zum Beispiel die Zielseitenvarianten der Startseite mit und ohne Trailing Slash nicht so ohne weiteres auf eine Zielseitenvariante per 301 weiterleiten können. Shopware ist zum Beispiel solch ein System:

Übersicht zweier Zielseitenvarianten


Rein technisch sind beide Varianten, also mit und ohne Trailing Slash, physisch erreichbar. Für Google bedeutet dies: eine Seite ist doppelt vorhanden, erzeugt demnach doppelten Inhalt und beide Seiten sollten somit abgestraft werden. Im Idealfall ist jedoch nur eine Zielseitenvariante per 200 Code erreichbar und alle anderen Varianten (mit und ohne www., mit und ohne Trailing Slash, mit und ohne http/https) leiten per 301 auf eine Zielseitenvariante weiter. Shopware kann jedoch eine der beiden Zielseitenvarianten nicht per 301 auf die andere weiterleiten. Dies würde Probleme im Backend-Bereich erzeugen, sodass dieser nicht mehr erreichbar wäre!

Die Lösung: Kanonische Verlinkungen. Damit sagen Sie Google, dass diese Zielseitenvariante eine Kopie der originalen Zielseite ist. Schon fließt diese „Kopie“ nicht mehr in die Bewertung von Google mit ein:

Kanonische Verlinkungen zur Vermeidung doppelten Inhaltes


In Ihrem Shopware5 Shop werden die kanonischen Links für Kategorie-, Produkt-, und Blogseiten automatisch gesetzt. Es empfiehlt sich jedoch, dass alle Seiten kanonische Links enthalten. Bieten Sie Gutscheine an, bei denen sich nur der Wert ändert? Nutzen Sie kanonische Links, damit nicht jede Gutschein-Variante bewertet wird, sondern nur das Original. Es ist zudem wichtig, dass selbst die Originalseite per canonical URL auf sich selbst verweist. So werden, unter anderem, Fehler vorgebeugt.

Damit Sie bei Seiten, die nicht automatisch mit einem kanonischen Link versehen werden, ebenfalls einen Link hinterlegen können, müssen Sie ein entsprechendes Freitextfeld einrichten:

Freitextfeld für kanonische Verlinkungen


Sie können zudem die canonical URLs ausblenden lassen, aber das wird nicht empfohlen.

Zusammenfassend lässt sich sagen:

  • Canonical URLs:
    • Dienen zur Vermeidung doppelter Inhalte
    • Werden für Kategorie-, Produkt- und Blog-Seiten automatisch gesetzt
    • per Freitextfeld auch auf anderen Seiten möglich

7. Weiterleitungen – Passierschein A38 finden Sie im Zimmer 301

Der Google Bot hat es schon nicht leicht: Es ist lange her, als er auf Ihrer Seite war. Als er zum ersten Mal Ihren Shopware Shop besuchte, hat er sich gleich eine kleine Karte, oder auch Index, gebaut. Darin sind alle URLs Ihrer Seite, wie diese heißen und was in denen zu finden ist, enthalten. Somit kann er sich beim nächsten Besuch schneller auf Ihrer Seite zurechtfinden: Er schaut einfach in seinen Index nach und kann so schnell Ihren Shopware Shop erkunden.

Aber oh Graus, beim nächsten Besuch ist nichts mehr, wie es mal war: Seine Karte ist hoffnungslos veraltet, nichts heißt mehr so, wie er es kannte und die Wege (bzw. Links) führen gar nicht mehr dahin, wohin sie führen sollten. Das verärgert den Google Bot, und zwar zu Recht. Doch Hilfe naht: Bevor der Google Bot Ihren Shopware Shop betritt bekommt er ein Hinweisblatt in die Hand gedrückt, auf denen bis ins Detail steht, was sich geändert hat und wo was zu finden ist. Der Titel dieses Hinweisblattes: 301-Weiterleitungen. Heureka, der Google Bot ist nicht mehr verloren und weiß nun, wo er hin muss!

Spaß beiseite: Weiterleitungen sind wichtig! Mit Ihnen können Sie dem Google Bot mitteilen, dass sich URL Pfade in Ihrem Shopware Shop geändert haben. Weiterleitungen haben den Vorteil, dass der Google Bot nicht wertvolles Crawling-Budget für Ihre Seite verbraucht, da er diese komplett neu crawlen muss. Er nutzt einfach die Kombination aus Google-Index und Weiterleitungen, um den Index zu aktualisieren.

Weiterleitungen haben diverse Funktionen. Sie dienen zum Beispiel dazu, dass nur eine Zielseitenvariante erreichbar ist. Alle anderen Zielseitenvarianten (mit und ohne www., mit und ohne Trailing-Slash) werden auf die richtige Zielseitenvariante weitergeleitet. Shopware bietet zwar keine hauseigene Möglichkeit, um Weiterleitungen über das Shopware-Backend einzurichten; es gibt aber ein Shopware Plug-In, mit welchem Sie Weiterleitungen per CSV oder manuell erstellen können.

Sollten Sie Zugriff auf den FTP-Server haben, auf welchem Ihr Shopware Shop liegt, können Sie auch manuell Weiterleitungen in der htaccess einrichten. Hier ist aber Vorsicht geboten, denn Sie operieren am offenen Herzen! Richten Sie manuell Weiterleitungen in der htaccess ein, kontrollieren Sie diese sofort! Oft kann es passieren, dass Redirect-Schleifen entstehen und die Zielseite wird dadurch nicht mehr erreichbar.

Die Weiterleitungen werden dann zumeist in der Form in der htacces eingerichtet:

Redirect 301 [relative URL] [statische URL]
Redirect 301 /alte-produkte/ https://www.domain.de/neue-produkte/

Bei Zielseitenvarianten und dauerhaft umgezogenen Shopware Shop Seiten sollten Sie immer 301-Weiterleitungen nutzen. So sagen Sie Google, dass das Weiterleitungsziel dauerhaft umgeleitet wird. Dadurch wird die Seitenstärke von der alten auf die neue Zielseite übertragen. Sollte die Zielseite nur eine temporäre Ausweichseite sein, dann nutzen Sie 302-Weiterleitungen. Damit verleibt die Seitenstärke auf der temporär nicht erreichbaren Seite.

Nicht erreichbare Seiten, die mit einem 404 oder 410 Fehler ausgespielt werden sollen, können Sie allerdings im SEO-Router unter der Option „Seite nicht gefunden Ziel“ einstellen. Nicht erreichbare Seiten sollten nie mit einer 404-Fehlerseite ausgespielt, sondern mindestens immer auf die Startseite geleitet werden. Idealerweise werden sie aber auf eine gesonderte Landingpage oder auf die darüberliegende Kategorie umgeleitet.

Weiterleitungen für nicht erreichbare Seiten im Shopware Shop


Zusammenfassend lässt sich sagen:

  • Weiterleitungen:
    • Fast immer 301 Weiterleitungen
    • Vorsicht bei der htacces Bearbeitung
    • in der Form einrichten: Redirect 301 [relative URL] [statische URL]

8. Robots.txt & Meta Robots – Google, da brauchst Du nicht extra hingehen

Stellen Sie sich die Robots.txt wie eine Art Türsteher und Führer Ihres Shopware Shops für Suchmaschinen-Crawler vor: Ihre Robots.txt hat die Macht, jeden Crawler von Ihrer Seite fern zu halten – was selbstverständlich kontraproduktiv wäre, da somit die Suchmaschinen Ihren tollen Shopware Shop nicht sehen würden. Den Crawlern aber freien Zutritt zu allen Bereichen Ihres Shopware Shops zu lassen, wäre genauso kontraproduktiv, da diese dann das ganzes Crawling-Budget Ihrer Seite für Nutzer-„unwichtige“ Seiten (wie das Backend) ausgeben. Mit der Robots.txt können Sie somit steuern, was der Google Bot sich genau anschauen soll und was nicht.

Ihr Shopware Shop sollte standardmäßig mit einer optimierten Robots.txt versorgt sein. Diese finden Sie unter https://www.domain.de/robots.txt. Zwar werden viele Seiten, die für die SEO irrelevant sind, vom SEO-Router bereits ausgeschlossen; In der Robots.txt sollten jedoch generell einige Verzeichnisse vom Crawling ausgeschlossen werden, zum Beispiel:

User-agent: *

Disallow: /compare
Disallow: /checkout
Disallow: /register
Disallow: /account
Disallow: /note
Disallow: /widgets
Disallow: /listing
Disallow: /ticket

Sitemap: Domain/sitemap.xml
Sitemap: Domain//sitemapMobile.xml

In Ihrem Shopware Shop wird die Robots.txt dynamisch aus dem Template Ihres Shopware Shops heraus generiert. Sie können sie daher ohne Probleme über Anpassungen am Template verändern.

9. Sitemap.xml – Ihr Shopware Shop durch die Augen der Suchmaschinen

Wenn Sie auf Ihren Shopware Shop gehen, sehen Sie ihn in all seiner Pracht: Hübsche Logos, tolle Produktbilder, ansprechendes Design. Für den Google Bot ist das erst einmal nebensächlich – er möchte Ihre Seite schnell und effizient erkunden. Das schaffen Sie, indem Sie ihm eine Liste aller Seiten Ihres Shopware Shops zur Verfügung stellen. Diese Liste an Links ist die sogenannte Sitemap.xml.

Die Sitemap.xml wird vom Google Bot Schritt für Schritt gescannt und verfolgt. Im Idealfall sagt die Robots.txt, wo die Sitemap.xml zu finden ist. Damit kann der Google Bot die Sitemap.xml schneller finden.

Standardmäßig erstellt Ihr Shopware Shop die Sitemap.xml automatisch unter https://www.domain.de/sitemap.xml. Da mittlerweile die mobile Bewertung einer Seite immer wichtiger für Google wird, kommt hier wieder die SEO für Ihren Shopware Shop ins Spiel: Sorgen Sie dafür, dass neben der normalen Sitemap.xml ebenfalls eine Sitemap.xml für Mobilgeräte verfügbar ist. Sowohl die Sitemap.xml für Desktop- als auch für Mobilgeräte können Sie in der Google Search Console hinterlegen und so für den Google Bot einfacher erreichbar machen. Hinterlegen Sie zudem beide Varianten der Sitemap.xml in der Robots.txt, damit alle Suchmaschinen Crawler die Sitemaps besser finden.

Die mobile Variante der Sitemap.xml können Sie unter https://www.domain.de/sitemap_mobile.xml erreichen. Diese weist, im Unterschied zur Desktop-Sitemap.xml ein verändertes Format, einen speziellen Tag sowie zusätzliche Namensraumanforderungen auf.

Zusammenfassend lässt sich sagen:

  • Sitemap.xml:
    • Sollte sowohl für Desktop als auch Mobile Geräte verfügbar sein
    • Pfad der Sitemaps in der Robots.txt und der Google Search Console hinterlegen

10. Strukturierte Daten – Bereicherung für alle

Bereichern Sie ihre Metainformationen mit strukturierten Daten. Dadurch stellen Sie Ihren Nutzern mehr Informationen über Ihren Shopware Shop zur Verfügung. Das ist wiederum ein gutes Vertrauenssignal für Google.

Ihr Shopware Shop zeichnet Daten von Produkt-, Kategorie- und Herstellerseiten automatisch mit strukturierten Daten, bzw. Schema.org Mark-Ups, aus. Dadurch kann Google sogenannte Rich Snippets erstellen bzw. die Erstellung solcher wird für Google vereinfacht. Wichtig dafür ist, dass die (Produkt-)Daten ordentlich gepflegt sind. Mit einem Google Tool können Sie selbst schauen, ob Ihre Seite ordnungsgemäß für strukturierte Daten gepflegt ist.

Zusammengefasst lässt sich sagen:

  • Strukturierte Daten:
    • Mehrwert für den Nutzer und somit positive Signale für Google
    • Besonderes auffällige Form der SERPs

11. Optimierung für Mobilgeräte – Unterwegs ist das neue Daheim

Das Internet sorgte für die Vernetzung der Welt – das Smartphone dafür, dass die Welt jetzt überall mit hinkommt. Diese ständige Erreichbarkeit ist ein wichtiges Kriterium für Shopware Shops: Ihr Shopware Shop muss immer gut erreichbar sein, sowohl für Desktop- als auch für Mobilgeräte. Mittlerweile ist es sogar umgekehrt: sowohl für Mobil- als auch für Desktop-Geräte. Google legt immer mehr Wert darauf, dass Ihre Seite auf Mobilgeräten gut angezeigt und geladen wird. Noch ist zwar die Desktop-Variante Ihres Shopware Shops wichtiger, dies wird sich aber ändern. Google verändert langsam seinen Algorithmus dahingehend, dass die Bewertung der mobilen Variante Ihres Shopware Shops wichtiger ist als die Desktop-Variante. Sobald dieses Update global verfügbar ist, werden alle Seiten, die nicht mobil optimiert sind, abgestraft! Investieren Sie daher in die Zukunft und führen Sie eine mobile SEO für Ihren Shopware Shop durch.

Mobile und responsive Webseiten sind wichtig für die Nutzererfahrung: Ist diese Nutzererfahrung in Ihrem Shopware Shop schlecht, registriert das Google und bewertet Sie schlechter. Durch mobile SEO für Shopware Shops kann diese Bewertung verbessert werden.

Das Shopware 5 Standard-Theme erfüllt die Anforderungen für Google bereits. Das bedeutet jedoch nicht, dass es hier nicht noch Luft nach oben gibt. Durch Tools, zum Beispiel Google PageSpeed Insight, können Sie Ihren Shopware Shop auf Mobiltauglichkeit hin überprüfen und optimieren.

Nutzen Sie zudem Google AMP. Was das genau ist, können Sie in unserem anderen Blogbeitrag ausführlich nachlesen.

Zusammengefasst lässt sich sagen:

  • Mobile Optimierung:
    • Wird immer wichtiger für Google
    • Mobile SEO für Shopware Shops sollte parallel zur klassischen SEO stattfinden
    • Google AMP nutzen

12. Allgemeine SEO-Tipps – aus Omas Nähkästchen geplaudert

Das Thema SEO lässt sich natürlich nicht auf ein paar Zeilen herunterbrechen: Es ist ein komplexes und kompliziertes Thema und befindet sich ständig im Fluss. Was gestern funktioniert, kann morgen abgestraft werden. Damit Sie jedoch nicht im Regen stehen gelassen werden, kommen hier noch ein paar kleine zusammengefasste Tipps, die nicht nur für SEO für Shopware Shops, sondern grundsätzlich gelten:

  • Optimieren Sie Ihren Inhalt:
    • Vermeiden Sie doppelte Inhalte: Dies entsteht häufig durch das Kopieren von Artikelbeschreibungen von Herstellern.
    • Vermeiden Sie zu wenig Inhalt: Bieten Sie dem Nutzer mehr als das, was er auf der Mitbewerber-Seite finden könnte.
    • Erstellen Sie einzigartige Inhalte, die einen Mehrwert für den Nutzer schaffen.
    • Vermeiden Sie unbedingt Ihre Texte mit Keywords vollzustopfen.
  • Haben Sie ein angemessenes Text-to-Code-Verhältnis.
  • Beachten Sie die Ladezeiten Ihres Shopware Shops:
    • Nutzen Sie einen leistungsstarken Server.
    • Komprimieren Sie Bilder.
    • Nutzen Sie Google PageSpeed Insights, um Schwachstellen zu identifizieren.
  • SSL Verschlüsselung nutzen:
    • Richten Sie ein SSL-Zertifikat auf Ihrem Server ein.
    • Stellen Sie im Shopware Backend die Einstellung „SSL überall nutzen“ ein.
  • Nutzen Sie interne Verlinkungen.

All diese Vorschläge sind zu komplex, um Sie hier kurz zu erläutern und würden den Rahmen dieses Blogbeitrages sprengen – mehr als jetzt schon.

SEO für Shopware Shops – von Nichts kommt auch Nichts

SEO ist wichtig – da gibt es kein Wenn oder Aber. Sie wollen mit Ihrem Shopware Shop für Google und den anderen Suchmaschinen vertrauenswürdiger werden? Dann brauchen Sie mehr Besucher und gute Nutzererfahrungen. Dies gelingt mittel- und langfristig nur, wenn mehr Nutzer Ihre Seite finden. Dies geschieht über die Suchmaschinenoptimierung Ihres Shopware Shops.

Ihr Shopware Shop ist gut geeignet, damit eine SEO greifen kann. Es gibt jedoch nicht den einen Schalter, den Sie in Ihrem Shopware Shop umlegen können, damit Sie auf der ersten Seite von Google auftauchen. SEO ist kein Holzhammer, sondern ein Puzzle: Viele kleine Teile ergeben ein großes Bild: Von der technischen Optimierung, damit der Google Bot und der Nutzer ordentlich die Seite nutzen kann, bis hin zur inhaltlichen Verfeinerung, damit sowohl Nutzer als auch Suchmaschinen Crawler wissen, was Sie auf der Seite erwartet.

Hoffentlich konnte der Blogbeitrag Ihnen einen kleinen (oder auch großen) Einblick geben, welche SEO Maßnahmen Sie selbst in Ihrem Shopware Shop durchführen können. Falls Sie Hilfe bei der Ermittlung der Potenziale oder Umsetzung der SEO für Ihren Shopware Shop brauchen, kontaktieren Sie uns.

e-Commerce - Shopware AgenturWir sind zertifizierter Shopware Partner und veranstalten regelmäßig Shopware Stammtische, um uns über die neusten Entwicklung im Shopware Bereich, unter anderem SEO für Shopware, auszutauschen.

Sie haben hingegen einen JTL Shop mit angeschlossener JTL Wawi? Informieren Sie sich über die JTL SEO in unserem Blogbeitrag oder Sie nehmen direkt mit uns Kontakt auf.

Über den Autor: 

Silvio Leuteritz ist seit 2016 im Bereich des Online Marketings für die Dresdner Internetagentur WEBneo tätigt. Mit Leidenschaft und Sachverstand befasst er sich unter anderem mit den Themen des Suchmaschinenmarketings (SEO & SEA), der Conversion Optimierung und alles rund um das Thema Internet. Durch seinen Master of Arts in Philosophie mit der Spezialisierung auf Technikphilosophie konnte er sein Interesse für neue Informationstechnologien vertiefen und nun im Online Marketing optimal umsetzen.