Google Richtlinien

Regulation concept

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Spricht man von Suchmaschinenoptimierung, ist immer wieder die Rede von Optimierungsmaßnahmen, welche das Ziel haben, schnellstmöglich eine Top10 Position bei Google zu erreichen. Das gesellschaftliche Bild des Suchmaschinenoptimierers besteht dabei häufig in einer Person, welche Foren und Blogs mit Kommentaren und Links zu spamt, Massenmails mit der Bitte um eine Linksetzung verschickt oder schlechte Texte mit einer überdurchschnittlichen Dichte an Keywords erzeugt um Google vorzugaukeln, es würde sich um eine Seite mit qualitativ hochwertigem Content handeln.

 

Dieses durch unseriöse Suchmaschinenagenturen geschaffene Image ist nicht nur schlicht veraltet, sondern zeigt auch wie begrenzt das Thema Suchmaschinenoptimierung doch derzeit leider oft noch gesehen wird. Beschäftigt man sich einmal mit wirklicher Leidenschaft und Hingabe mit der „Kunst der Suchmaschinenoptimierung“, wird einem schnell klar, dass zur Suchmaschinenoptimierung dank Google mittlerweile wesentlich mehr gehört und diese veralteten Black-Hat-Methoden langfristig nur zu einem Ergebnis führen können. Nämlich dem der Abstrafung durch Google und dem damit verbundenen Sichtbarkeitsverlust in den Suchergebnissen.

sichtbarkeitsverlauf

Sichtbarkeitsverlauf einer Webseite die offenbar nicht nach den Regeln von Google spielt.

Dabei gibt Google jedem Webmaster ein Regelwerk zur Hand, die Google Richtlinien, deren schlichte Befolgung den Erfolg der eigenen Webseite maßgeblich positiv beeinflussen und zumindest eine Abstrafung seitens Google verhindern kann.

Dieser Artikel soll Ihnen einen groben Überblick über die Google Webmaster Richtlinien geben und Ihnen damit die richtige Richtung weisen, um langfristig Erfolg mit Ihrer Internetseite oder Ihrem Onlineshop zu haben.

 

Was sind die Google Richtlinien?

Es gibt im Grunde 3 Teilbereiche der Google-Richtlinien:

 

  • Design- und Inhaltsrichtlinie
  • Technische Richtlinie
  • Qualitätsrichtlinie

 

Google Richtlinien zum Design und Inhalt

Ein sehr wichtiger Bereich ist das Design und der damit verbundene Inhalt einer Webseite. Nutzer bevorzugen übersichtliche Webseiten und klar strukturierte Inhalte. Da das Userverhalten eine immer größere werdende Rolle spielt und hohe Bounce-Rates (Absprungrate von Ihrer Seite) sich negativ auf das Suchmaschinen-Ranking auswirken können, sollten Sie auf unübersichtliche und zu komplexe Menüstrukturen sowie ungegliederte Texte verzichten. Eines sollten Sie dabei immer im Fokus haben: Ein User der sich auf Ihrer Seite nicht zurechtfindet, wechselt zur Konkurrenz. Und diese ist oft nur einen Klick entfernt.

 

Sie sollten deshalb folgendes beachten:

 

  • Klarer und strukturierter Webseitenaufbau und Menüstruktur
  • Erstellung einer Google Sitemap um den Suchmaschinen alle wichtige Dokumente und Medien bereitzustellen
  • Beschränkung aller auf einer Seite vorhandenen Links auf ein Minimum
  • Erstellung von informativen, nützlichen und klar strukturierten Inhalten
  • Nutzen Sie typische Suchbegriffe, die Ihre Nutzer eingeben könnten, um nach Ihren Inhalten zu suchen
  • Nutzen Sie Textlinks für die Verlinkung wichtiger Inhalte. Ist das Verlinken von Bildern unumgänglich, dann verwenden Sie das ALT-Tag um das Bild aussagekräftig zu beschreiben
  • Beseitigen Sie fehlerhafte Links auf Ihrer Webseite
  • Verwendung von Rich Media Elementen im Content wie Bilder, Video, Rich Snippets

 

Schlechte Userfahrung

Extremes Beispiel für eine schlechte Usererfahrung durch ein schlechtes Design und eine unübersichtliche Menüstruktur.

 

Google Richtlinien für technische Aspekte

Damit der Google Robot Ihre Webseite vollständig crawlen kann, gibt Google gewisse technische Richtlinien vor. Häufig werden diese Hinweise von Webmastern nicht beachtet, wodurch der Google Bot gar nicht erst die Chance erhält, bestimmte Unterseiten zu crawlen. Damit ist eine Indexierung Ihrer Seite für Google unmöglich.

 

Sie sollten deshalb folgende Richtlinien befolgen:

 

  • Frames, Sitzungs-IDs, Cookies, Javascript, Flash oder DHTML könnten zu Problemen beim crawlen Ihrer Seite führen. Nutzen Sie deshalb einen Textbrowser wie z.B. Lynx um zu sehen, ob auch der gesamte Text angezeigt wird. Mithilfe der Google Webmaster Tools (GWT) können Sie ebenfalls Ihre Webseite abrufen und rendern. Dadurch bekommen Sie einen recht guten Überblick ob der Google Crawler mit Ihrer Webseite zurechtkommt.
  • Erstellen Sie eine robots.txt Datei, in der Sie dem Google Bot angeben, welche Verzeichnisse und Seiten dieser crawlen darf und welche nicht. Achten Sie darauf, dass die für Sie wichtigen Seiten auch in der robots.txt freigegeben sind. Nutzen Sie dafür den robots.txt-Tester in den GWT.
  • Vergewissern Sie sich bei der Verwendung eines CMS (Content Management Systems), dass dieses auch URLs erstellt, welche der Google Bot auch crawlen kann. Prinzipiell sollte auf URLs mit Parametern verzichtet werden.
  • Achten Sie auf eine gute Performance Ihrer Webseite. Google bevorzugt Webseiten mit einer sehr guten Nutzererfahrung. Eine gute Performance einer Webseite erhöht die Nutzerzufriedenheit, wodurch die Gesamtqualität Ihrer Webseite steigt. Testen Sie Ihre Seite mit Google PageSpeed und beseitigen Sie technische Fehler welche Ihre Webseite in der Performance behindern.

 

Blockierte Seite

Falsche Einstellungen in der Robots.txt verhindern die Indexierung der kompletten Domain.

 

Google PageSpeed Performance

Google PageSpeed Ausgabe für eine Webseite mit hohem Performance Optimierungspotenzial.

 

Schlechte Urlstruktur

Beispiel für eine schlecht erzeugte URL-Struktur einer Kategorie, welche unter Umständen Probleme beim crawlen erzeugen könnte.

 

Google Webmaster Richtlinien für Qualitätskriterien

Mit den Qualitätsrichtlinien deckt Google die häufigsten Formen von Manipulationen oder Täuschungsversuchen ab. Sollten Sie gegen eine der von Google vorgegebenen Richtlinien verstoßen, kann es durch manuelle Maßnahmen oder algorithmische Automatismen schnell vorbei sein mit den guten Rankings. In einigen Fällen kann es sogar zur kompletten Entfernung der von Google als Spamseite identifizierten Webseite aus dem Google-Index kommen.

 

Sie sollten deshalb folgende Grundprinzipien der Qualitätsrichtlinien beachten:

 

  • Inhalte und Seiten sollten vor allem für Nutzer erschaffen werden, nicht nur für die Suchmaschinen! Der Besucher sollte nicht getäuscht werden.
  • Vermeiden Sie alle Suchmaschinentricks, deren Vorgehensweise Sie nicht ohne schlechtes Gefühl erklären könnten. Stellen Sie sich immer die Frage, ob dies auch für den Nutzer von Vorteil ist und ob Sie dies auch tun würden, wenn es keine Suchmaschinen gäbe.
  • Heben Sie Ihre Webseite von denen Ihrer Wettbewerber ab. Schaffen Sie einzigartige und nutzenbringende Inhalte als Mehrwert für Ihre Nutzer.
  • Vermeiden Sie den Einsatz manipulativer Methoden wie automatisch generierte Inhalte, Cloaking, verborgene Texte und Links, irreführende Weiterleitungen und Brückenseiten, Linktausch und Linkkauf, Duplicate Content, schädliche Funktionen und Skripte, etc...

 

Die aufgezeigten Fehlerquellen und Fallstricke für Ihre Webseite, stellen selbstverständlich nur einen Bruchteil der Möglichkeiten dar, um gegen die Qualitätsrichtlinien von Google zu verstoßen. Google behält sich hier vor, beim Einsatz weiterer Täuschungsversuche manuelle Maßnahmen zu erheben.

 

Duplicate Content

Ein typisches Beispiel für Duplicate Content: Eine Pressemeldung veröffentlicht 1:1 auf etlichen weiteren Portalen.

 

Ist Erfolg bei Einhaltung der Google Richtlinien garantiert?

Sollten Sie eine kommerzielle Webseite oder einen Onlineshop betreiben, dann sei an dieser Stelle gesagt, dass bei Einhaltung all dieser Google Richtlinien natürlich keine Top10 Positionen garantiert werden können. Natürlich gehört neben dem Einhalten der Google Richtlinien noch einiges mehr zur erfolgreichen Suchmaschinenoptimierung. Da der Google Algorithmus zu einem der am besten gehüteten Geheimnisse überhaupt gehört, ist oft eine jahrelange Expertise im Bereich Suchmaschinenoptimierung nötig, um die stark umkämpften Top10-Rankings zu erreichen. Als seriöse SEO Dresden Agentur sind wir Ihnen selbstverständlich bei der Optimierung Ihrer Webseite behilflich. Suchmaschinenoptimierung ist ein stetiger und andauernder Prozess. Spielt man stets nach den Regeln von Google, wird man mit viel Geduld die Früchte der Suchmaschinenoptimierung ernten und mit langfristig guten Rankings belohnt.

 

Neben Suchmaschinenoptimierung können jedoch auch weitere Online Marketing Maßnahmen wie Content Marketing, Product Listing Ads, Video SEO maßgeblich zum Gesamterfolg Ihres Online Shops beitragen. Entscheidend ist das Gesamtkonzept. Ein bunter Online Marketing Mix mit Besuchern aus mehreren Quellen ist existenzerhaltend, auch wenn Sie als Shopbetreiber für einige Wochen oder Monate mit einem Sichtbarkeitsverlust aufgrund eines Verstoßes gegen die Google Richtlinien bestraft werden sollten.

 

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Über den Autor: 

Martin Friedrich ist Spezialist für Suchmaschinenoptimierung bei der WEBneo Internetagentur für Online Marketing in Dresden. Er beschäftigt sich bereits seit Jahren mit der Optimierung von Webseiten und Webshops. Zu seinen Referenzen zählen zahlreiche erfolgreiche Webprojekte für kleine und mittelständische Unternehmen und Konzerne.

3 Comments

claudia

at 11:27 am

da es mich leider auch erwischt hat mit einer seite von mir kann ich dieses hier nur bestätigen. zum glück hat mir Google aber die Möglichkeit der Nacharbeitung gegeben und nun ist alles wieder in ordnung

Alex

at 4:43 pm

Hallo nach Dresden,

ich habe gerade Euren Artikel gelesen. Für alle, die sich für das Thema interessieren, könnt Ihr hier einen Artikel über die neusten Änderungen in den Richtlinien finden. Er ergänzt diesen Artikel hier bestimmt sehr gut.

4uture.com/seo/websitebetreiber-aufgepasst-neue-google-richtlinien-fuer-seo/

Es geht im Artikel vorallem um die neuen Bewertungsmaßstäbe bezüglich Responsive Webdesign

viele Grüße aus Karlsruhe

Kommentare

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