Storytelling Teil 1  – Die Macht der Geschichten

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Prähistorische Höhlenzeichnungen beweisen: Seit über 40.000 Jahren erzählen wir uns Geschichten. Noch heute bewegen uns gute Storys: Egal ob als Buch, Film oder in den Neuen Medien.

Die Macht der Storys haben viele Unternehmen erkannt.

Sie können mittels Storytelling Produkte oder Dienstleistungen mit einer Geschichte verbinden – und damit viel mehr erzählen, als durch die reine Vermittlung von Informationen möglich ist.

Doch wie funktioniert erfolgreiches Storytelling?

Erfahren Sie hier alles rund ums Storytelling im Marketing und welche fünf Dinge Sie unbedingt beachten sollten.

Warum Storytelling?

In Zeiten des Informationsüberflusses und dem gestiegenen Anspruch des Publikums ist Storytelling im Marketing eine effektive Möglichkeit, merkfähig zu bleiben. Aufmerksamkeit ist alles! Werbung ist ein Alltags- und Massenphänomen geworden. Um sich selbst und seine Produkte wirkungsvoll zu präsentieren, kommen klassische Werbestrategien schnell an ihre Grenzen.

Storytelling bietet die Möglichkeit, viele Informationen gebündelt und in einer Geschichte verpackt zu transportieren, ohne dass die Aufmerksamkeit und das Interesse des Publikums verloren gehen.

Markenkommunikation kann bewusst gestaltet werden. Marken werden lebendig und Unternehmen durch Storytelling persönlicher.

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Was ist Storytelling?

„Geschichten erzählen“ ist die wohl einfachste Definition von Storytelling. Dass Storytelling weit darüber hinaus geht, wird bei genauerer Betrachtung deutlich: Storytelling im Marketing ist eine stilistische Methode, um Produkte oder Dienstleistungen effektiver anzubieten. Produkte oder Unternehmen werden gezielt mit einer Geschichte verbunden. Explizites und implizites Wissen werden durch Storytelling weitergegeben.

Der Beobachter wird durch eine Geschichte geführt und zum Nachdenken angeregt. Die Geschichte weckt Emotionen. Und: Die Geschichte bleibt im Gedächtnis.

Doch wie genau geht das? Und was bringt eine gute Story mit?

Erfolgreiches Storytelling – auf diese fünf Dinge kommt es an

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Nachfolgend finden Sie die wichtigsten Punkte, die bei einer guten Story auf keinen Fall fehlen sollten.

1. Emotionen wecken

Wichtig ist, dass die Geschichte Emotionen weckt. Emotionen können von einem leichten Erstaunen, über Freude und Lachen bis hin zum Wow-Effekt reichen. Besonders Geschichten, die dem klassischen Aufbau nach Aristoteles folgen, haben das Potential, Emotionen zu wecken. Nach einer steigenden Handlung und Höhepunkt folgen Retardation und schließlich die fallende Handlung.

Alt bekannt ist ebenso, dass gute Storys einen Helden haben. Gleichzeitig handelt jede Geschichte von einem Konflikt. Gute Storys sollten diese Punkte beherzigen und eine ansteigende Handlung in Ihre eigene Geschichte einbringen. So bleibt die Spannung über die gesamte Geschichte hinweg erhalten!

2. Authentizität ist alles

Storytelling sollte immer ehrlich und authentisch sein. Nichts ist schlimmer als zu offensichtliche, plakative Werbebotschaften im Storytelling, die nicht zum Unternehmen oder deren Zielgruppe passen. Beobachter durchschauen schnell, wenn sich hinter einer Story nur offensive Werbung versteckt und fühlen sich schnell „manipuliert“.

Die Kunst ist: versteckte Werbebotschaften in Storys verpacken. Weniger ist mehr.
Besonders wirkungsvoll ist es, subtil Botschaften zu vermitteln, deren Inhalt das Publikum selbst erschließt. Dadurch, dass Sie ihrem Publikum mehr zutrauen, wirken Sie sympathisch. Zusätzlich prägen sich die Signale Ihrer Story besser ein, weil die Zuhörer diese selbst mitgestalten.

3. Eigene Kompetenzen einbringen

Eine gute Story stellt einen Bezug zu eigenen Kompetenzen oder Produkten her. Produkte können als Held oder Helfer in die Geschichte integriert werden. Das eigene Unternehmen kann durch echte Menschen im Unternehmen repräsentiert werden.

Was kann Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung leisten? Wie sieht es hinter den Kulissen aus? Welche Werte prägen Ihr Unternehmen?
Wenn sie ebensolche Fragen gezielt in Ihre Geschichten einbringen und ehrlich bleiben, kann Storytelling definitiv funktionieren.

4. Die eigene Zielgruppe kennen

Eine gute Geschichte funktioniert nur gemeinsam mit dem Zuhörer oder Leser. Emotionen können erst dann geweckt werden, wenn der Beobachter sich mit der Story identifizieren kann und für den Kern der Geschichte empfänglich ist.
Umso wichtiger ist es, die eigene Zielgruppe zu kennen. Was erwartet die Zielgruppe von Ihnen? Welche Werte zeichnet Ihre Zielgruppe aus?

Wichtig ist ebenso ein vorher definiertes Erzählziel. Was ist Ihr Erzählziel? Und was sollen die Empfänger danach denken, fühlen oder tun?
Die eigene Zielgruppe zu kennen ermöglicht es, Menschen gezielter anzusprechen. Storytelling im Marketing braucht einen klaren Fokus!

5. Kreativ sein

Storytelling lebt von Kreativität. Neben einer guten Story ist die passende Visualisierung unabdingbar. Bild, Text und Video sollten sinnvoll kombiniert werden. Insbesondere suchmaschinenoptimierte Videos eignen sich hervorragend, um Geschichten weiterzuerzählen und an Traffic zu gewinnen.

Auch in der Gestaltung des Contents bieten sich vielfältige Möglichkeiten: Ein Zitat als Bruch des Fließtextes kann Storys weiter aufwerten. Farbsetting und Auflösung sind für die technische Umsetzung von Storys in Text- oder Videoform ebenfalls entscheidend.

Fazit

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Storytelling ermöglicht es, Marken, Produkte oder Dienstleistungen auf eine neue Art und Weise zu kommunizieren. Mit Geschichten können Wissen weitergegeben, Erfahrungen geteilt sowie Werte und Normen vermittelt werden. Weiterer Vorteil ist die Möglichkeit, mittels Storytelling einzigartigen Content zu schaffen. Dieser wiederum ist für die Suchmaschinenoptimierung enorm wichtig.

Vor allem für Social Media Marketing bietet Storytelling ein hohes Potential, um das eigene Unternehmen wirkungsvoll zu präsentieren.
Wir als Internetagentur für Online-Marketing beraten Sie gerne zu den Potentialen im Bereich Storytelling und setzen kreative Ideen für Ihren Webshop oder Ihren Internetauftritt um.

Wie der Einsatz von Storytelling in der Praxis aussehen kann und das insbesondere in Shopware Shops erfahren Sie im 2. Teil dieser Serie:

Storytelling mit Shopware (Teil 2)

Über den Autor: 

ist Online Marketing Spezialistin bei der Internetagentur WEBneo in Dresden. Bereits seit ihrem Studium der Wirtschaftswissenschaften an der TU Dresden beschäftigt sie sich mit den vielfältigen Möglichkeiten der Suchmaschinenoptimierung und deren Umsetzung in die Praxis.