Die Online Marketing-Trends 2016

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So schnell und rasant 2015 begonnen hat, so schnell war es auch schon wieder vorbei. Das neue Jahr 2016 ist bereits im vollen Gange, der erste Monat bereits vorbei. Wie jedes Jahr ist es also wieder an der Zeit einen Rückblick auf 2015 zu werfen und einen Ausblick auf das nächste Jahr zu geben. Welche SEO-Trends haben sich 2015 bewahrheitet, welche sind weiter am Wachsen und welche waren nur ein kurzer Hype? Dazu werfen wir zunächst noch einmal einen Blick auf die SEO-Trends 2015. Die spannendere Frage ist dann aber natürlich: Was sind die aktuellen Online Marketing Trends für 2016 und welche die E-Commerce Trends gibt es 2016? Der Blick in die Glaskugel ist für uns als Webagentur natürlich essenziell. Wir stellen Ihnen im Folgenden die TOP Online-Marketing Trend 2016 vor.

 

Online Marketing-Trends 2016 zum Download

Alle wichtigen Online Marketing Trends 2016 finden Sie auch übersichtlich dargestellt in diesem kostenfreien Whitepaper:

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Rückblick SEO-Trends 2015

1. Die mobile Suche gewinnt weiter an Bedeutung – Einer der bedeutendsten SEO-Trends im letzten Jahr und das nicht ohne Grund: Am 21. April wartete Google mit seiner Mobil First Kampagne auf. Seitdem unterscheiden sich die mobilen SERPS teilweise deutlich von den stationären. Bei der Handysuche erscheint nun bei den Suchergebnissen der Hinweise: „Für Mobilgeräte“. Auch bei Sistrix hat man seit Mitte letzten Jahres 2 SI-Werte; einmal für die Desktopsuche und einmal für die Mobilsuche.

2. Gutes Design punktet mit – Eine Aussage, die in direkter Beziehung zum ersten SEO Trend steht und sich ohne größere Überraschung bewahrheitet hat. Auch wenn längst nicht alle Websites und –shops auf dem neusten Stand sind, so hat sich doch 2015 die Zahl der Relaunches von Internetauftritten vermehrt. Dieser Trend wird sich auch ganz gewiss 2016 weiter ziehen. Ein Hauptgrund ist sicherlich die notwendige Umstellung auf Responsive Design.

3. Die Allround-SEOs – Zu den SEO-Trends des letzten Jahres zählte unter anderem auch die immer größeren Kenntnisanforderungen an die Suchmaschinenoptimierer. Von den Programmier- über Usability, Content bis hin zu Designkenntnissen wird alles abverlangt. Tatsächlich wurde und wird das Thema SEO immer komplexer, nichtsdestotrotz konnte man in 2015 auch noch mit einfachen Kniffs und Tricks gute Rankingergebnisse erzielen.

4. App-SEO wird zu Mainstream – Der Trend, dass SEOs zukünftig neben den „herkömmlichen“ Websites auch an der App-Optimierung nicht mehr vorbei kommen, hat sich bisher eher nicht bewahrheitet. Trotz der Vielzahl an bestehenden Apps bleibt abzuwarten, ob für den Großteil der Website- und Webshop-Besitzer nicht die mobile Optimierung Ihrer Seite die bessere Alternative bleiben wird.

5. OK Google Sprachsuche – Auch wenn Google 2015 wieder viel für die Vermarktung seiner Sprachsuche getan hat – zum vorausgesagten Durchbruch ist es indes noch nicht gekommen. Nichtsdestotrotz zählt sie auch dieses Jahr zu den SEO-Trends 2016.

6. Content ist King – Ja, dieser SEO-Trend hat sich ohne große Verwunderung bewahrheitet. Auch wenn das Phantom Update von Anfang Mai teils konträre Rückschlüsse zuließ, so hat doch das Panda Update #28 wieder für eine Bestätigung der Wichtigkeit von Content-Marketing gesorgt. Da es sich hierbei um eine kontinuierliche und langfristige Strategie handelt, wird es unweigerlich auch zu den SEO-Trends 2016 wieder mit gehören.

Ausblick auf die Online-Marketing-Trends 2016

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Wie Sie sehen können, haben sich 2015 nicht alle SEO-Trends im gleichen Maße bewahrheitet, doch die Tendenz war deutlich zu erkennen. Das sind nun die 6 wichtigsten SEO-Trends 2016:

1. Accelerated Mobile Pages (AMP)

Die mobile Suche überholt die Desktop Suche: Diese Entwicklung ist sehr rasant und soweit auch jedem bekannt. Dass es aber so schnell gehen wird, dürfte trotzdem für eine Überraschung in den SEO Trends 2016 sorgen. Nach den Einschätzungen von eMarketer werden bereits im Jahr 2016 mehr Suchanfragen über mobile Endgeräte gestartet, als über stationäre PCs und Laptops. Welche Bedeutung hat diese Entwicklung? Zukünftig sollte die Optimierung der mobilen Seite nicht nur der Zufriedenstellung von Google dienen, sondern auch auf die Erreichung der eigenen Unternehmensziele ausgerichtet werden. Bisher wurde die Umsetzung des Responsive Designs in erster Linie in Angriff genommen, um „mit der Mode zu gehen“ und keine Abstrafung von Google zu bekommen.

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Das hohe Potenzial der mobilen Zielgruppe wird oft vernachlässigt oder ignoriert. Spätestens in diesem Jahr sollte sich diese Ansicht aber ändern. Die mobile Version Ihrer Website, Webshops oder Blogs muss so gestaltet sein, als wäre sie direkt für das mobile Endgerät entwickelt worden.

Bedenken Sie: Ihre Konkurrenz schläft nicht und die Nutzer werden zukünftig beim mobilen Surfen noch weniger Kompromisse eingehen wollen. Gefordert sind: Geschwindigkeit, Komfort, sowie ein ansprechendes Design. Weist Ihre Seite in diesen Punkten Defizite auf, so wird bald die größte Zielgruppe vorzeitig abspringen und auch nicht wiederkehren. In diesem Zusammenhang wird es sich auch lohnen, die eigenen Google Profile zu pflegen. Egal ob Google Maps oder My Business – diese Google-Tools helfen, mobile Inhalte Suchmaschinen-gerecht zu erstellen und es kann sogar von einer bevorzugten Behandlung seitens Google ausgegangen werden.

2. Spracherkennung weiterhin auf dem Vormarsch

Auch wenn sie bereits 2015 zu den SEO Trends gehörte, wird die Spracherkennung 2016 für die Suchmaschinenoptimierer vor allem für die mobilen Endgeräten relevant werden. Es stehen bereits drei Spracherkennungssysteme (Google Now, Apple Siri, und Windows Cortana) zur Verfügung, die bereits den Kinderschuhen entwachsen sind.
Eine Sucheingabe via Spracherkennung zu steuern, ist natürlich deutlich komfortabler und auch schneller als per Tastatur. Welche Auswirkungen werden sich dadurch für die zukünftige Suchmaschinenoptimierung ergeben? Vor allem werden sich die Suchgewohnheiten ändern. Bereits jetzt bereits schon gibt es einen Trend nach W-Fragen. In der Zukunft wird sich dieser noch verstärken. Immer häufiger geben Nutzer Fragesätze in die Google-Suche ein, die mit „Wer“, „Wie“, „Was“ und „Wo“ eingetippt. Daraus ergeben sich zum einen Potenziale für Longtail-Keywords und zum anderen für ebendiese „Key-Fragen“.

Dass es sich bei der Spracherkennung nicht nur um einen Hype handelt, dafür spricht einiges. Google, Apple und Windows investieren sich nicht umsonst so viel Geld in diese Technologie. Professionelle und etablierte Spracherkennungssoftware stellt bereits jetzt schon eindrucksvoll unter Beweis, dass es um ein nicht zu unterschätzendes Werkzeug handelt. Es nicht zu den SEO Trends 2016 zu zählen, wäre sicherlich ein Fehler.

3. Interaktiver Content immer beliebter

Auch wenn es bisher Infografiken, Bilder oder Videos waren, so heißt das neue Content-Schwergewicht interaktiver Content. Der Erfolg von Interaktivität zeigte sich bisher an Scrollytelling-Seiten wie pitchfork.com oder nytimes.com.

2016 werden wir noch wesentlich mehr interaktive Elemente sehen. Für SEOs bedeutet diese neue Content-Art, dass man zunächst etwas experimentieren muss, um mit diesem SEO-Trend 2016 auch in den Suchergebnissen mehr Erfolg zu haben. Videos und Bilder haben natürlich auch weiterhin einen hohen Stellenwert.

4. Erster Platz der Organischen Suche verliert an Wert

Ein weiterer SEO-Trend, der uns 2016 begegnen wird, ist die abnehmende Wertigkeit der Pole Position in den Organischen Suchergebnissen. Wo früher mit dem Erreichen des ersten Platzes bereits das Nonplusultra erreicht war, wird es 2016 noch lange nicht getan sein. Ein Grund dafür ist der Knowledge Graph, der dafür sorgt, dass weniger Traffic auf die Ergebnisseite kommt. Daher wird es umso wichtiger für SEOs, wie es nach dem Klick auf der Website weiter geht. Hier spielen die Parameter Usability, Content und Absprungrate eine entscheidende Rolle. Bei einigen allgemeinen Suchbegriffen wird organische Suche sogar hinfällig werden, da Google selbst die direkte Antwort liefert.

5. Page Speed wird immer wichtiger

Aufgrund der Verlagerung von der Desktop-Suche hin zur mobilen Suche wird der Rankingfaktor „Page Speed“ so wichtig wie nie zuvor und zählt damit definitiv zu den SEO-Trends 2016. Eine Seite, deren Ladezeit mehr als drei Sekunden beträgt, wird von ca. einem Drittel aller Besucher direkt wieder verlassen. Zudem ist eine langsame Seite auch schlecht für die Usability und damit auch für die Conversion. Was Sie ebenfalls nie vergessen sollten, ist, dass eine langsame Ladezeit auch eine langsamere Google-Indexierung bedeutet.

6. Usability wichtiger als Links

Das Backlinks seit geraumer Zeit immer weniger Wertigkeit haben, ist schon lange bekannt. Aber in diesem Jahr wird die Suchmaschinenoptimierung immer mehr den Fokus auf Usability-Faktoren legen. Das wird auf jeden Fall auch nötig werden, da Google 2016 wieder verschiedene Algorithmus-Updates ausrollen wird, die besonders auf Usability-Faktoren ausgerichtet sind. Im Umkehrschluss bedeutet das aber auch, dass Webseiten und -shops noch benutzerfreundlicher werden.

Die E-Commerce-Trends 2016

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Zu den Online-Marketing-Trends 2016 zählen jedoch nicht nur die SEO-Trends. Auch der E-Commerce gewinnt immer mehr an Bedeutung für den deutschen Einzelhandel. Bereits 2015 ist der Umsatz im Onlinehandel um 12 Prozent gestiegen im Vergleich zum Vorjahr. 2016 prognostiziert der Handelsverband Deutschland (HDE) noch einmal weitere 11 Prozent Wachstum. Um in diesem rasant wachsenden und sich verändernden Markt nicht von der Konkurrenz abgeschlagen zu werden, gilt es die E-Commerce-Trends für 2016 zu erkennen. Damit Sie die wichtigsten Veränderungen für 2016 im Blick haben, stellen wir im Folgenden 5 Entwicklungen vor, die Sie im Laufe des Jahres erwarten können:

1. Kunden werden immer mehr zu Multi-Channel Shoppern

Zunächst einmal: Was ist ein Multi-Channel Shopper? Das sind Kunden, die über verschiedenste Plattformen und Kanäle, sowohl online als auch offline, einkaufen.
Ein typischer Multi-Channel Shopper trifft eine Kaufentscheidung mit den Informationen, die er über alle Plattformen hinweg gesammelt hat. So könnte zum Beispiel ein gewünschter Artikel über den PC gesucht werden. Über das Tablet wird dann eine Vorauswahl getroffen. Mit dem Handy wird der Artikel mittels Click-and-Collect bestellt und abschließend im Laden abgeholt. Diese Kundengruppe ist für die E-Commerce-Trends 2016 aus verschiedenen Gründen relevant. Multi-Channel Shopper kaufen deutlich öfter ein, als Kunden die nur einen Kanal nutzen. Um diese perfekt ansprechen zu können, ist es jedoch nötig den Shop für alle Kanäle zu optimieren.

Für Multi Channel Shopper gibt es kein Kanaldenken. Das hat zur Folge, dass sie immer weniger Unterschiede zwischen den Kanälen akzeptieren. Die Plattformen sollen nahtlos ineinander übergehen und Vorteile wollen plattformübergreifend genutzt werden können. Durch Click-and-Collect zum Beispiel können Artikel online bestellt werden, dann aber doch im bekannten Laden zur Abholung bereitstehen. So verbindet man die Bequemlichkeit des Online-Einkaufs mit dem Erlebnis eines Shoppingausfluges.

2. Kanalübergreifend kommunizieren ohne dabei die Filialen nicht vergessen!

Hier greifen wir den ersten Trend noch einmal auf. Das Nutzungsverhalten ändert sich und Konsumenten Kaufen kanalübergreifend ein. Was heißt das für Onlinehändler? Bei allem Wachstum des E-Commerce, darf der stationäre Einzelhandel nicht vergessen werden. Dieser macht immer noch den überwiegenden Großteil der Umsätze in Deutschland aus.
Durch die Kombination von Online- und Einzelhandel haben in Deutschland bereits Marken wie MyMuesli, Shoepassion oder Little Lunch Erfolge gefeiert und dadurch die Umsätze vervielfacht.

3. Die Technologie entwickelt sich rasant – der Händler muss Schritt halten

Technologische Entwicklungen haben auch einen maßgeblichen Einfluss auf die E-Commerce-Trends 2016. Beispiele lassen sich viele finden. Zwei mögliche Entwicklungen werden im Folgenden kurz vorgestellt:
Der Verkauf über große Plattformen wurde bereits ausgiebig thematisiert. Aus diesem Verkaufsmodell entstehen wiederum ganz eigene Herausforderungen. SEO-Regeln müssen nun auch für die Plattformen erkannt werden, um ein gutes Ranking innerhalb der Produktsuche zu gewährleisten.
Zudem wird der Beacon Technologie ein großes Potenzial für die Zukunft zugesagt. Beacon ist eine Funktechnologie, die weit weniger Energie verbraucht und Kosten verursacht als Bluetooth. Mit diesem Sender sollen Benachrichtigungen an das Handy des Kunden geschickt werden, wenn dieser einen Laden betritt oder sich in einem bestimmten Bereich aufhält. Auf diese Weise können Online-und Offlineangebote effektiv vermarktet werden. Erfolgreiche Testeinsätze lassen vermuten, dass die Technologie in kurzer Zeit zum Mainstream des Einzelhandels gehören wird.

4. Online-Versandhandelsriesen werden nahezu unumgänglich für den Handel

Redet man von Versandhandelsriesen, hat man dazu heutzutage besonders eine Firma im Kopf: Amazon. Ein Viertel des Online-Handelsumsatzes in Deutschland wurde 2015 durch Amazon erwirtschaftet und die Bedeutung der Seite wächst immer weiter. Damit gehören große Versandhandelsplattformen unumstößlich zu den E-Commerce-Trends für 2016. In Zukunft wird es für viele Händler notwendig sein die Stärke der etablierten Plattform zu nutzen, um ihre eigenen Produkte zu vertreiben.
Der Verkauf über eine Fremdplattform kann jedoch zu einer gefährlichen Abhängigkeit für den Händler werden. Bildet sich um das Produkt keine starke Marke, kann der Händler hinter dem Versandhandelsriesen förmlich verschwinden. Daher wird es umso wichtiger, seine Produkte AUCH über eigene Webshops zu vertreiben und den Versandriesen nur als Einstieg zu nutzen.

5. Markenbildung wird immer wichtiger

Markenwert - Brand Equity

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Sucht man bei Amazon nach einem bestimmten Produkt werden Artikel verschiedenster Ausführungen je nach Sortieroption aufgelistet. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem Produktnamen, dem Preis und die Kundenbewertung. Die Marke kommt dabei etwas kurz. Nur ein kleiner grauer Schriftzug verrät uns den Händler. Den Kunden stört das nicht. Dieser interessiert sich ohnehin immer mehr für die Angebotsgestaltung als für die Marke an sich.
Was den Verbraucher nicht stört, ist ein riesiges Problem für den Händler. Dieser kann damit Kunden kaum noch binden und zum erneuten Einkauf bewegen. Um dem entgegen zu wirken, muss ein echter Kundennutzen durch die Marke geschaffen werden. Das gelingt mit verschieden Mitteln und Wegen. Macht man den ersten Kundenkontakt zum Erlebnis fällt die Identifikation mit der Marke viel leichter.

Doch wie stellt man sich diesem E-Commerce-Trend 2016 am besten? Der erste Kundenkontakt ist der Onlineshop selbst. Shopware 5 mit seinen Einkaufswelten bietet hier sehr gute Lösungen an. Fragen Sie gerne direkt bei uns als Shopware-Agentur an.
Aber auch die Lieferung der Bestellung spielt eine wichtige Rolle. Die Verpackung ist dann der erste tatsächliche Kontakt des Kunden mit dem Produkt. Ist diese lieblos gestaltet, bleibt sie nicht im Gedächtnis. Hält man jedoch ein kreatives und individuell gestaltetes Produkt in den Händen, kann ein positives Kundenerlebnis erzeugt werden und die Marke hebt sich von den Mitbewerbern ab.

Fazit

Für das Jahr 2016 gibt es also wieder eine ganze Menge spannende Neuerungen und Trends für alle Website- und Webshopbetreiber. Es bleibt abzuwarten, was sich davon in Gänze durchsetzen wird und was ein Hype bleibt. Fakt ist: Es wird viel passieren!

Über den Autor: 

Patrick Franke ist Online-Marketing Spezialist bei der Internetagentur WEBneo in Dresden. Seit seiner Masterarbeit in Germanistik an der TU Dresden beschäftigt er sich mit Online-Marketing, vor allem in den Bereichen SEO, SEA und E-Commerce.