Wie jedes Jahr sind auch die Kollegen von WEBneo wieder auf der zweitätigen SEO-Konferenz „Campixx“ in Berlin.
Erfahren Sie jetzt aus erster Hand von Sarah Naumann, Silvio Leuteritz und Boris Rose, welche Neuigkeiten es aus der GEO-Welt gibt, wie Sie KI sinnvoll nutzen können und wo sie an ihre Grenzen kommt. Viel Spaß!

Campixx 2026: Die Recaps von Sarah Naumann, Silvio Leuteritz und Boris Rose

WEBneo bei der Campixx 2026
zur Anfrage
Recap von Sarah Naumann
Willkommen zurück auf der Campixx 2026! Irgendwie vergeht die Zeit jedes Jahr auch wieder so schnell, dass ich, wenn wir vom Auto zum Van-der-Valk-Hotel laufen, denke: Ach schön, fast wie zuhause! Nachdem ich am Vortag noch bei der REWE Teamchallenge mitgemacht hatte, um dann 05:50 Uhr aufzustehen (NICHT meine Uhrzeit!), lockten der Kaffee und selbstverständlich die Begrüßungsveranstaltung.
Um 09:00 Uhr ging es los mit der Begrüßung durch Wolfgang Jung, wir durften uns erst einmal gegenseitig applaudieren – das hat sich erstaunlich gut angefühlt! Marko Janck erklärte uns wie immer die Rahmenbedingungen. Was ich besonders schön fand, war seine Ehrlichkeit, um die er uns auch bat: Es ist kein Geheimnis, dass Marketing-Agenturen gerade zu kämpfen haben, Stellen abgebaut werden und die Marktlage schwierig ist. Darüber dürfen und sollen wir in den nächsten zwei Tagen sprechen, fernab der perfekten LinkedIn-Welt.


09:20 Uhr – Keynote mit Lily Ray: How SEO & GEO work together: Do great GEO without destroying your SEO
Lily überzeugte mich direkt mit ihrer Energie und ihrer Expertise. Ein sehr guter Vortrag! Sie erklärte, dass sie nachts umtreibt, wie sie mit AI umgehen soll, zum Beispiel, ob es überhaupt sinnvoll ist, Prompts zu tracken, wenn diese so individuell sind und sich die Antworten bei jedem Nutzer unterscheiden. Zudem bemerkte sie einen Trend in den USA: „SEO ist dead. Long live GEO“ – es gibt buchstäblich eine Flut neuer GEO-Agenturen, die aber im Grunde nur Abzocke sind.
SEO ist immer noch die Grundlage für erfolgreiche GEO, nur rennen viele einfach nur neuen Trends hinterher. Ganz klar war für sie: „When SEO crashes, GEO follows.“
10:30 Uhr – Sandra Signore: Human SEO: Zwischen Neuron und Algorithmus. Warum Empathie der wahre Ranking-Faktor ist
Im folgenden Vortrag ordnete die Speakerin, ursprünglich Neurologin, SEO aus neurowissenschaftlicher Perspektive ein: KI kann Empathie nicht wirklich zeigen, sondern nur simulieren. Obwohl noch nie so viel und so günstig Content produziert wurde, sinken Vertrauen und Aufmerksamkeit der Nutzer. Das bedeutet also, dass KI zwar das Content-Problem löst, nicht aber das Bedeutungsproblem. SEO entwickelt sich damit von der reinen Optimierung für Algorithmen hin zur Optimierung für menschliche Wahrnehmungsprozesse, und während KI-Texte tendenziell generisch und austauschbar wirken, muss das Vertrauen eben über Konsistenz, Transparenz, Erfahrung und Authentizität (Stichwort E-E-A-T!) entstehen.
Für die Zukunft der SEO bedeutet das: Mehr KI und mehr Content erhöhen den Wert von Vertrauen, Persönlichkeit und Marke immens. Deshalb immer beachten: Echte Bedeutung schafft weiterhin der Mensch.


11:45 Uhr – Jana Fuhl & Jan Bugla: LLM Readability: So schmecken Texte den KIs am besten
Im folgenden Vortrag ordnete die Speakerin, ursprünglich Neurologin, SEO aus neurowissenschaftlicher Perspektive ein: KI kann Empathie nicht wirklich zeigen, sondern nur simulieren. Obwohl noch nie so viel und so günstig Content produziert wurde, sinken Vertrauen und Aufmerksamkeit der Nutzer. Das bedeutet also, dass KI zwar das Content-Problem löst, nicht aber das Bedeutungsproblem. SEO entwickelt sich damit von der reinen Optimierung für Algorithmen hin zur Optimierung für menschliche Wahrnehmungsprozesse, und während KI-Texte tendenziell generisch und austauschbar wirken, muss das Vertrauen eben über Konsistenz, Transparenz, Erfahrung und Authentizität (Stichwort E-E-A-T!) entstehen.
Für die Zukunft der SEO bedeutet das: Mehr KI und mehr Content erhöhen den Wert von Vertrauen, Persönlichkeit und Marke immens. Deshalb immer beachten: Echte Bedeutung schafft weiterhin der Mensch.
13:00 Uhr – Sarah-Yasmin Hennessen: Strategien für mehr Qualität in KI-generiertem Content
Wir alle wissen, dass typische KI-Marker wie Gedankenstriche, Dreiklänge oder Phrasen wie „zusammenfassend“ und „nicht nur, sondern auch“ KI-Texte oft erkennbar machen. Sarah-Yasmin meinte, dass der Qualitätsanspruch an Texte sich zwar durch KI grundsätzlich nicht verändert hat und Google NICHTS gegen KI-Texte hat, ABER eben gegen schlechte Texte.
Deshalb hat sie „gute Qualität“ anhand von zwölf Prüfkriterien in drei Kategorien bewertet: Sprache (Lesbarkeit, Natürlichkeit, Wortwahl, Tonalität, keine KI-Floskeln), Struktur (logischer Aufbau, keine Wiederholungen, natürliche Satzvariation und Tempo) und Inhalt (fachlich korrekt, relevant, vollständig, keine Halluzinationen). Damit KI nun passend statt nur plausibel schreibt, braucht sie ausreichend Kontext zur Zielgruppe, Marke, Content-Art und Ziel. Entsprechende Briefings lassen sich z. B. in Claude-Projects, Gemini-Gems oder ChatGPT-Projekten hinterlegen. Für die Automatisierung selbst eignen sich Plattformen wie n8n oder Make mit Vektorspeichern. Wie immer gilt jedoch: Am Ende bleibt der Mensch entscheidend.


15:15 Uhr – Mike Korenugin: Beyond the SEO Silo: How to Drive AI Visibility Across Your Entire Organization
Während klassischer Google-Traffic signifikant sinkt, wächst Social Media als Ort der Discovery, und AI-Traffic legt mit +64 % am stärksten zu. Damit ist AI-Sichtbarkeit faktisch die neue Form von SEO. Eine Analyse von 100.000 Websites aus zwei Märkten zeigte, dass ein einzelner Prompt häufig mehrere Themen-„Silos“ gleichzeitig bedient (z. B. „Restaurants in Berlin“ und „beste Restaurants in Berlin“), für die eine Seite parallel ausgespielt werden kann. Wenn eine KI über eine Marke spricht, stammen rund 84 % der Informationen direkt von der eigenen Website, ergänzt durch Business-Profile (45 %), Social Media (39 %) und Bewertungsplattformen (27 %).
Wichtige Erkenntnis: Insgesamt stammen damit etwa 70 % der von KI genutzten Quellen aus Kanälen, die Unternehmen selbst befüllen können!
16:30 Uhr – Lazarina Stoy: Context (not Content) Is King in AI Search
Anhand eines Beispiels (zwei Kollegen mit unterschiedlichen Rollen sowie eine dritte, fremde Person) zeigte die Speakerin, dass dieselbe Frage je nach individuellem Kontext völlig unterschiedliche KI-Antworten liefert. „Content is king“ galt, solange Systeme auf feste Antworten optimiert waren. Inzwischen zählt aber vor allem die individuelle Fragestellung.
Die Antwort einer KI entsteht aus impliziten Signalen (z. B. Suchverlauf), expliziten Angaben und dem persönlichen Ökosystem (z. B. Gmail); dabei wissen verschiedene Plattformen unterschiedlich viel über eine Person. LLMs lernen Autorität über Assoziationen und KI-Agenten browsen nicht mehr nur, sondern entscheiden und handeln aktiv. Für Marken folgt daraus: Wir müssen eine klare Positionierung gegenüber dem Wettbewerb einnehmen, damit KI Vergleichsfragen beantworten kann. Auch Bewertungen und ein starker „Trustpilot-Effekt“ sind essenziell.
Statt in reinen Content-Clustern sollte in Entitäten gedacht werden. Dabei gelten Rank- und Prompt-Tracking als wenig verlässlich, da die KI-Suche stochastisch ist und dieselbe Frage je nach Tag und Nutzer unterschiedlich beantwortet wird. Marken brauchen daher eine durchdachte Brand-Narrative-Architektur und sollten in allen Kanälen präsent sein, die KI-Systeme auswerten.


Der Abend auf der Campixx 2026
Ich muss ehrlich sagen, dass vieles gar nicht so neu für mich war. Das ist irgendwo auch gut, weil ich scheinbar ziemlich gut up-to-date bin. Dieser ganze Input hat dabei etwas Positives: Man wird sensibilisiert, trotz des stressigen Agenturalltags weiterhin ordentlich auf die Qualität der Texte zu achten, Floskeln zu vermeiden, seinen eigenen Stil zu bewahren und den Menschen im Text sichtbar zu machen.
Silvio, Boris und ich hatten dann einen tollen Abend mit gutem Essen und dem ein oder anderen Getränk. Nachdem sich die beiden dann in Richtung Bett verabschiedeten, besuchte ich noch ausgiebig die Tanzfläche.
Tag 2: 09:00 Uhr – Keynote mit Marco Scheel: Die Trigger-Strategie: Authentizität als schärfste Waffe im Marketing
Diesmal klingelte der Wecker zwar nicht um 05:50 Uhr, aber nachdem ich halb zwei im Bett war, mochte ich den Klingelton um 07:30 Uhr auch nicht sonderlich mehr. Egal – Tag zwei auf der Campixx startet! Die Keynote mit Marco Scheel von Nordwolle fand ich super. Ich gebe zu, dass ich das Video, mit dem er in seinem Wut-Rausch viral gegangen war, nicht kannte. Dennoch konnte ich mich gleich mit ihm und seiner Art anfreunden.
Er erzählte authentisch, was er an der heutigen Zeit im Bereich Branding bis hin zur Bürokratie alles problematisch findet und wie schwer es ist, an den eigenen Werten festzuhalten, oder auch im Gegenteil, wie schade es ist, dass viele einfach nicht ehrlich auch mal zugeben, wenn gerade was in die Hose gegangen ist! Wenn ich das so reflektiere, finde ich es gerade auf Social Media auch witzig oder sympathisch, wenn Unternehmen ein paar Fails posten. Wir sind ja alle nur Menschen.


10:15 Uhr – Nina Roser & Tabea Schleweis: Wenn Themen gesetzt werden – echte Public Relations als SEO-Treiber
Als Nächstes wollte ich interessehalber mal etwas über SEO und PR erfahren. Beide unterscheiden sich grundsätzlich: SEO setzt auf Struktur und Messbarkeit und funktioniert eher wie ein Marathon, PR ist emotionaler, storytelling-getrieben und eher ein Sprint. Während bei SEO die Suchintention bereits vorhanden ist und den Weg zur Website bereitet, agiert PR proaktiv.
Beide Disziplinen treffen sich in drei Themenfeldern: Brand (Markenbekanntheit und digitale Signale, z. B. Entity-Building für C-Level-Sprecher oder Krisenkommunikation), Community (wo und wie über die Marke gesprochen wird, etwa in Nischenforen und Fachmedien) sowie Content (Qualitätsfaktoren, datenbasierte PR-Studien, gemeinsames Schließen von Content-Gaps). PR kann von SEO langfristige, nachhaltige Planung übernehmen, SEO umgekehrt von PR aktive Beziehungspflege und Agenda-Setting lernen, etwa durch gezielt aufgebaute Landingpages für künftige Suchintentionen.
11:30 Uhr – Laura Piccolomo: Raus aus dem LLM-Einheitsbrei: Gib deinem SEO-Content wieder einen Wert
Laura erklärte uns, dass 52 % abspringen, sobald Nutzer merken, dass ein Text KI-generiert ist! KI-Content verliert außerdem rund 2,5-mal schneller seine Sichtbarkeit auf Seite 1 als menschlich erstellte Inhalte. Wie sollte man also dennoch mit KI arbeiten, ohne dass es nach Einheitsbrei klingt und der SI in den Keller fällt? Als hilfreiche Tools nannte sie uns den Briefing-Agent Intent Decoder sowie eine kostenlose Browser-Erweiterung von Jens Polomski, die Seiteninhalte analysiert und clustert.
Ebenfalls gab sie konkrete Schreibtipps gegen den „KI-Einheitsbrei“: Verben statt Substantive, keine Konjunktive, aktive statt passive Sprache, möglichst keine Negationen oder verschachtelte Sätze, keine Superlative und abstrakten Begriffe, Benefits statt Features sowie variierende Satzlängen ohne Indefinitpronomen wie „man“. Das Tool „Wortliga“ liefert dafür konkretes Feedback zur Textqualität.
Schön fand ich auch die Einordnung, dass Menschen im deutschsprachigen Raum im Schnitt eine 37 % größere Wortvielfalt und 2,4-mal mehr Idiome als KI nutzen, was unter anderem am überwiegend englischen Trainingsmaterial liegt. Statt zu klingen wie alle anderen, lohnt es sich, Mut zum eigenen Stil zu zeigen und zum Personal Branding, da KI weder Bewusstsein noch eine eigene Meinung hat. Bei der Nutzung von KI bleibt letztendlich ein sorgfältiges Briefing nach dem Prinzip „shit in, shit out“ entscheidend – und in der Agenturarbeit hilft es, mit Kunden oder Sales gezielt Thesen zu besprechen, um echte Meinungen in Texte einzubringen.


13:45 Uhr – Christian Dietz: Gelesen, gefühlt, geklickt: Neuromarketing-Hacks für starke SEO-Texte
Der Vortrag von Christian war großartig. Er widmete sich gehirngerechter Kommunikation anhand des Gehirn-Modells „FRED“. Unser Gehirn ist von Natur aus bequem, arbeitet überwiegend intuitiv und zu 95 % automatisch. Es unterscheidet ein emotionales und ein rationales System und denkt vor allem in Bildern und Mustern. Evolutionär geprägt, reagiert es stark auf Themen wie Angriff/Flucht, Essen und Fortpflanzung, während das limbische System vor allem fragt: „Was bringt mir das?“.
Darauf aufbauend stellte Christian mehrere Neuromarketing-Effekte vor:
- Priming (der erste Eindruck prägt die spätere Wahrnehmung)
- „Because“-Effekt (schon eine kleine Begründung erhöht die Zustimmung deutlich)
- Einfache Sprache mit semantischen Mustern wie Reim oder Wiederholung
- Aktivierung des Belohnungssystems (z. B. IKEA-Effekt)
- Concrete-Language-Effekt (konkrete statt abstrakte Formulierungen, etwa nach dem Vorbild von Red Bull)
- Corporate Language, Framing und Naming (z. B. Vermenschlichung von Produkten „Robotex“ statt „Modell SJEL“)
- Passend gewählte CTAs
- Mere-Exposure-Effekt (Wiederholung erhöht gefühlte Glaubwürdigkeit)
- Bewusste Verknappung („nur noch 1 verfügbar“).
Als zentrale Take-aways sagte der Speaker, dass wir das menschliche Schubladendenken bewusst nutzen, Produkte/Marken menschlich wirken lassen, Sicherheit und Orientierung bieten und die allgegenwärtige kognitive Last reduzieren sollen. Wir müssen unsere Botschaften konsequent vereinfachen sowie den „Augen“-Effekt nutzen, denn schon das Bild beobachtender Augen kann nachweislich die Zahlungsbereitschaft bzw. Regelkonformität erhöhen.


15:00 Uhr – Björn Darko: Publikums-Podcast SEOPresso
In diesem Format wurden dem Publikum Thesen vorgelegt, zu denen es direkt Stellung nehmen konnte. Eine der Thesen lautete, SEO sei tot, da am Ende alles über LLMs laufe und die Entscheidung bei der KI liege. Dagegen wurde eingewendet, dass LLMs erst an die relevanten Informationen gelangen müssen – Sichtbarkeit in der KI hängt also weiterhin davon ab, aktiv dazu beizutragen, dass diese Informationen überhaupt gefunden und gelernt werden.
Fazit zur Campixx 2026: KI, KI, KI
Nein, es gab keinen einzigen Vortrag, den ich besuchte, in dem es nicht um KI ging. Irgendwie ist das ganze Thema sehr leidig, gleichzeitig aber auch total vorteilhaft und praktisch! Ich denke, wir müssen alle darauf achten, KI dann einzusetzen, wenn sie uns aktiv Arbeit abnimmt, aber weiterhin selbst agieren, wenn es auf die Qualität und Menschlichkeit ankommt. Das sollten wir auch nicht nur machen, weil andernfalls die Sichtbarkeit bei Google abschmieren könnte, sondern weil auch Menschen, die fachfremd sind, nun mal MERKEN, wenn der Text halbgar und künstlich klingt. Oh, und nein, SEO ist nicht tot, war sie vor 20 Jahren nicht, als das (laut Boris) auch schon gesagt wurde, und ist sie bis heute nicht.
Danke für die schöne Campixx, ich freue mich auf nächstes Jahr. Wenn KI die Welt übernommen hat und nur noch KI-Agenten und keine echten Speaker mehr die Sessions halten.


Campixx 2026 von Silvio Leuteritz – es Brand lichterloh
Nach längerer Zeit war ich wieder einmal auf der Campixx und habe mich darauf gefreut, tolle Sessions zu erleben und informative Gespräche zu führen.
Nach einigen Sessions ging mir durch den Kopf, wie ich wohl meinen Recap dafür betiteln und aufziehen soll.
All die Brandheißen, Brandneuen und Brandgefährlichen Informationen aus den Sessions waren zu Beginn nur ein SchwelBrand, aber es weitete sich schnell aus zu einem richtigen GroßBrand. Das Brandinferno war so groß und der Brandherd so präsent, dass die FeuerwAIhr zur Hilfe eilen musste.
Tja, Wortwitze kann ich. Der aktuelle Titel konkurrierte mit einer Alternative:
Die Welt In Brand – RAIgnarök.
Für alle, bei denen es noch nicht Klick gemacht hat: Der Weltenbrand ist Teil des Weltuntergangs aus der nordischen Mythologie, genannt Ragnarök. Warum die ganzen Brand-Wortspiele? Tja, darum ging es in vielen Sessions.
Die Brand – nicht der Brand. Oha, jetzt habe ich einen Gedankenstrich gemacht. AI written confirmed.
Keine Sorge, der Text ist handgeschrieben. Also von mir, Silvio. Nicht von Claude. Eine AI kommt nicht auf diese Qualität der Wortwitze. Glaubt mir, ich habe sie nach weiteren Wortwitzen mit Brand gefragt – waren alle schlecht. Was hier steht, sind meine Worte, meine Meinung, meine Brand Silvio Leuteritz.


Nach Backlinks, Mobile First und AMP ist nun GEO die nächste Sau, die durch das Dorf getrieben werden muss.
GEO ist der heiße, neue Scheiß. SEO ist tot, lang lebe GEO. Also nach über zehn Jahren im Online-Marketing hat SEO anscheinend mehr Leben als eine Katze – so oft habe ich schon gehört, dass SEO tot ist.
Dabei ist GEO nichts anderes als SEO, aber einfach nur auf Crack, oder? Die SEO muss ihre Daseinsberechtigung rechtfertigen, bei GEO wird eine Null an das verfügbare Budget gehängt. GEO ist SEO und SEO ist tot.
Schmeißt eure SEO-Strategie über den Haufen, automatisiert, als ob es keinen Morgen mehr gibt, haut eure Grafik-, Entwicklungs- und Content-Teams raus! LLMs übernehmen die Bühne, machen das alles viel schneller, kostengünstiger und auf Knopfdruck. Bitcoins NFTS AI ist gekommen und wird die Welt übernehmen!
Ich klinge jetzt wie ein alter Mann, der Wolken anschreit (Bonuspunkte, wer die Referenz kennt). Es ist aber weit davon entfernt.
AI ist eine unglaubliche Hilfe in meinem Alltag, egal ob privat oder professionell. Ich habe keine Lust mehr, riesengroße LRT-Backlink-Rohdaten-Excels händisch durchzugehen oder jede Session mit Warenkorb-Abbrüchen in Clarity anzuschauen. Von der Auswertung riesiger Datenmengen über die Strukturierung der von mir durchgeführten GEO-Weiterbildungen bis zu „Ich bin ein Fachidiot, was sind Stolpersteine für Leute, die keine Ahnung von dem Thema haben?“-Aufgaben – dabei hilft mir die AI ungemein. Sie HILFT mir, aber sie ersetzt mich nicht.
AI kann und sollte einen Menschen niemals ersetzen. Für das, was jetzt kommt, würde Turing sich wahrscheinlich im Grab herumdrehen (Punkte, wer die Referenz kennt): Das I in AI steht zwar für Intelligence, aber wer einmal mit einer AI geschrieben hat, weiß ganz genau, dass das weit von diesem Begriff entfernt ist.


Zurück zum Thema Campixx:
Ich fand, dass die Campixx einen anderen Vibe ausstrahlte: Die Marktlage trifft viele. Es wurde davon gesprochen, dass „der Markt schrumpft“, und es gibt „viele Bewerbungen, auch von guten Leuten“, die in den E-Mail-Postfächern landen. Anders und ehrlich gesagt: Alles wird teurer, die Nachfrage sinkt, Leute werden entlassen.
Diese Grundstimmung war, jedenfalls aus meiner Sicht, oft im Hinterkopf präsent und jeder versuchte, das Beste daraus zu machen. Trotzdem wurde viel gelacht, geschwatzt. Es gab viel fachlichen Austausch und ich habe, wie immer nach der Campixx, so viel großartigen, neuen Input mitgenommen, den ich gerne umsetzen wollen würde.
Trotzdem gingen mir viele Sorgen durch den Kopf:
Wie wird sich die Agenturlandschaft in Zeiten der aktuellen Wirtschaftskrise weiterentwickeln? Gräbt sich AI die Wasserquelle ab? AI benötigt Content zur Antwortgenerierung. Der Traffic auf diese Content-Seiten fällt weg und damit der Umsatz. Die Content-Seiten machen dicht. AI hat irgendwann keinen Content mehr.
Konterkarierend zu dem Gedanken: Fluten AI-Inhalte immer mehr das Netz? LLMs nutzen LLM-erzeugten Content als Grundlage, für den nächsten zu erzeugenden LLM-Content. „Obama verleiht Obama eine Medaille“-Meme at it’s finest.
Der Markt schrumpft, gute Leute werden entlassen, niemand stellt ein, AI übernimmt. Bedeutet einen Schritt weitergedacht: Der Nachwuchs fehlt auch. Juniors werden nicht ausgebildet, weil die Seniors keine Zeit mehr haben, da sie die Mehrarbeit auffangen müssen. Zudem „kann“ AI jetzt viele Aufgaben übernehmen, die Praktikanten und Juniors früher gemacht haben. Wer heute die Online-Marketing-Jugend nicht ausbildet, hat in Zukunft keine Seniors mehr.
Ich gehe aus der Campixx mit einem ambivalenten Bauchgefühl raus: hochmotiviert mit neuen Ideen, was ich alles umsetzen möchte und wo die AI meinen Arbeitsalltag deutlich effizienter und damit wertvoller machen kann. Sorgenvoll, dass wir uns nicht unser eigenes Grab schaufeln.
Frei zitiert nach meinem Teamleiter: Wie oft ich schon gehört habe, dass SEO tot ist.
Nun weg von der Schwarzmalerei und hin zum Eingemachten: Meine besuchten Sessions.


Begrüßung: Seid ehrlich!
Marco Janck hat nicht alleine die Anmoderation gemacht. Der eigentliche Host hatte zu Beginn versucht, den Raum in Stimmung zu versetzen. Für mich wirkte das eher wie eine Marketing-Motivations-Veranstaltung, aber ich bin für sowas auch keine Zielgruppe. Dann übernahm Marco und hatte ein paar kurze, aber klare Worte gehabt: Seid ehrlich zueinander. Wir alle wissen, dass der Markt gerade schlecht ist, also lügt euch nicht die Taschen gegenseitig voll. Darüber hinaus gibt es auch kein Abendprogramm, aber Karaoke, RC-Cars und Netzwerken geht auch ohne Abendbeschallung.
Fazit: Hiobsbotschaften und der Markt schrumpft.
Lily Ray: How SEO & GEO work together: Do great GEO without destroying your SEO (Keynote)
Direkt zum Anfang: diese Keynote war fantastisch. Selten habe ich solch Eloquenz und Sympathie vereint in einer Person auf der Bühne gesehen. Themen waren unter anderem Brandbuilding, GEO ist Teil der SEO und der Appell, doch bitte keinen GEO-Slop ins Netz zu pushen. Hört auf, mit minderwertigem AI-Content das Netz zu fluten und immer mehr zu skalieren, skalieren, skalieren. Am Ende kommt der Absturz von der Klippe, dem Mount AI.
Kurz gesagt: Mount AI bedeutet, durch AI-Content wird kurzfristig die Sichtbarkeit / Zitierbarkeit einer Domain gesteigert und kurz danach macht die Sichtbarkeit und der Traffic eine Talfahrt. In einigen Fällen gibt es nicht einmal einen Peak, da schmiert direkt die ganze Domain ab.
Fazit: Lieber Bergsteigen mit Sicherung, statt mit Fallschirm für den Absturz danach.


Beatrice Köhler: KI-Suche & Local SEO: Wie saubere Daten und Reputation lokale Rankings bestimmen
Danach folgte direkt wieder eine sehr gute und sympathische Session. Meine Erkenntnisse hier: Du kannst auf Deiner Webseite behaupten, was Du willst, Du benötigst aber Zeugen, die das belegen – erst dann glaubt Dir die AI. Diese Zeugen sind gute Bewertungen (positive Erwähnungen). Zudem behalte Deine Longtail-Thematiken für das Prompting im Blick. Was Du ebenfalls im Blick behalten solltest, sind negative Bewertungen: Statt Zensur und Löschen von negativen Bewertungen lieber darauf eingehen (wenn sie valide sind) und den eigenen Service verbessern, sodass es gar nicht erst zu negativen Rezensionen kommt. Außerdem sind für SEO und GEO die Barrierefreiheit wichtig, nicht ohne Grund wird das ohnehin beim PageSpeed Insights mit geprüft.
Jetzt kommt in mir der Ethiker durch: Jede Person hat und sollte die gleiche Nutzererfahrung im Netz haben. Daher macht eure Seiten so gut es geht barrierefrei – weil es das Richtige ist, das zu machen.
Fazit: „Ihr behauptet, Rezensionen bezeugen.“
Malte Landwehr: AI Search 2026 – Was funktioniert, was nicht
Meine Güte, der nächste Tip-Top-Vortrag. Malte hat sehr gut aufgezeigt, dass nach wie vor qualitativ hochwertiger Content extrem wichtig ist. Mit Zahlen und Beispielen zeigte er, dass Spam-Content (vor allem AI-Spam) negativ für die GEO ist (Mount AI anyone?). Hört auf, die drölfzigste Vergleichsseite oder Listicles zu machen, wo auf der eigenen das eigene Produkt seltsamerweise immer auf Platz 1 ist (Obama verteilt gerne Medaillen an Obama). Es sollte sinnvoller Content mit positiver Erwähnung ins Netz gegeben werden und nicht, wie schlecht die Konkurrenz ist. Für mehr Positivität im Netz! Sorgt dafür, dass eure Brand/Produkt/Angebot positiv erwähnt wird, dann klappt es auch mit dem Nachbarn AI Zitation. Vergleicht lieber eure eigenen Produkte miteinander und zieht ehrliche Fazits, für wen das Produkt etwas ist und für wen nicht.
Google Shopping kann ebenfalls für die Erwähnungen in LLMs optimiert werden – sprich: Optimiert eure Banger-Produkte, dann ist die Chance für positive Erwähnungen in den LLMs schon mal höher. Er erwähnte noch, dass llms.txt nicht bei der AI-Sichtbarkeit helfen würden, aber sie schaden auch nicht. Meine Anmerkung dazu: PageSpeed Insights hat es aber als Metrik – nur mal so gesagt.
Fazit: Mount AI ist eine reale Gefahr für die Sichtbarkeit – Qualität statt AI-Quantität.


Intermezzo: Mittag
Nachdem nicht nur die Campixx voll unter dem Thema Brand ist, stand die Sonne auch voll im Thema Brand. Unter gleißender Sonne ging es zum Mittag.
Woher wisst ihr, dass jemand vegetarisch ist? Die Person wird es euch sagen. Vorbei sind die Zeiten, dass das einzige vegetarische Angebot Kartoffeln und Salat sind (Müggelsee, good riddance). Nachdem der fünften und danach der siebten Todsünde gefrönt worden war, ging es frisch gestärkt weiter.
Fazit: Brand-Building der Sonne funktioniert bestens.
Jens Hurling: SEO & Brand Building: Die beste Sichtbarkeitsstrategie für deine Marke im LLM-Chaos
Ha, was für eine Überleitung zur nächsten Session. Ohne richtiges Briefing hätte DAS die AI nicht hinbekommen.
Die Session war on fire! (versteht ihr? Weil es um Brand-Building geht und ich eingangs Brand-Wortwitze machte?!) Nachdem der von mir induzierte Facepalm durch ist, zum Fachlichen: Prinzipiell ging es hier darum, wie wichtig es ist, die eigene Brand oder die Brand eurer Kunden aufzubauen. Alles kann eine Brand werden, vom tausendsten Energy-Drink eines 0815-Streamers bis zu Klempner Mustermann aus Hinterdorfmannshausen – alles eine Frage der Priorität und, wer hätte es gedacht, des Budgets.
Fazit: Das mittlere Kind der SEO: Brand-Building muss mit zentraler GEO-Bestandteil werden.


Britta Gölnitz: SEO meets Chatbot: Intelligente Produktassistenz mit SEO-Daten bei hagebau
Es geht Schlag auf Schlag weiter mit dem Strom der qualitativ hochwertigen Sessions. Britta zeigte, wie beratungsintensive Produkte mit einem Chatbot schon mal eine Erstberatung bekommen können. Wenn ein Kunde Unsicherheiten entwickelt, dann kann das ein Conversion-Killer sein. Der Chatbot hilft bei diesen ersten Unsicherheiten der Kund:innen. Eine gute Erstberatung kann für mehr Conversions sorgen. Der Chatbot wird aber primär für Produktberatungen genutzt. Mit einer gut gepflegten Produktdatenbank und einer sinnvollen Content-Grundlage für den Chatbot kann ich mir sehr gut vorstellen, dass hier Nutzer:innen besser abgeholt werden. Meiner Meinung nach aber ebenso wichtig: Wenn es mal komplexer wird als nur „Wie viele Farbeimer brauche ich für 2 m² Wand?“, dann ersetzt der Chatbot aber keine professionelle Kundenberatung.
Fazit: Erstberatung durch AI, dann durch Menschlein.
Björn Darko, Stefan Fischerländer, Hanns Kronenberg, Olaf Kopp: Talkrunde: Zukunft SEO
Zum Abschluss des Tages noch DIE Elefantenrunde. Geballte Erfahrung auf vier Sitzplätzen. Vieles wurde hier noch einmal erwähnt, was schon die Sessions davor ansprachen: Brand-Building ist eine der wichtigsten Säulen der GEO. Zudem dürfen LLMs nicht als Traffic-Kanal verstanden werden, auch wenn das manche Entscheider:innen nicht hören wollen: LLMs sind, unter anderem, ein Spiegel des Brand-Buildings. Es ist ein Branding-Channel für Erwähnungen. LLMs erzeugen passiv Traffic, z. B. über den Direct-Kanal oder indem sie die eigene Brand wiederholend positiv erwähnen. LLMs dienen am Ende des Tages als Entscheidungshilfe: Was ist das beste vegane Restaurant in Prag? Lieber Urlaub am Strand oder im Schnee? Sollte ich in SEO investieren, obwohl es tot ist?
Fazit: Wiederholung ist die Mutter des Lernens oder AI erwähnt euch immer wieder positiv, klickt aber nicht.


Abendunterhaltung: Gratiskram für Deinen Lead
Nach dieser Feuersbrunst an tollen Sessions ging es in den Abend über und ich war hocherfreut:
Die Food-Trucks hatten zum ersten Mal Warteschlangen mit einer Wartezeit von unter einer Stunde und die Veggie-Burger waren nicht nach 2 Minuten alle. Der Abend konnte nur noch besser werden.
Danach hat man seine Seele seinen Lead noch für ein kostenloses, schlechtes Bier verkauft, wir hatten schließlich Brand, und dann ging es munter weiter. Es war natürlich wieder eine ominöse Backlink-Building-Bude, die mit Gratisalkohol locken musste – war nicht das erste Mal auf der Campixx so, wird nicht das letzte Mal sein.
Kleiner Exkurs: Das fand ich schon … bemerkenswert …, dass man für die Promoartikel jetzt seinen Lead abgeben musste. Ich verstehe, wo die Aussteller herkommen und warum sie das machen. Es war für mich trotzdem ungewohnt. Egal, ich stehe dank kostenloser Webinare und von anderen weiterverkaufter E-Mail-Listen ohnehin auf unzähligen Spam-Mail-Listen. Da macht eine Spam-Mail mehr keinen weiteren Unterschied. Danke für die stabile Firewall, liebe IT.
Ansonsten war es ein Abend voller guter Unterhaltungen, viel blödem Gequatsche und, aufgrund mangelnder Alternativen, ein paar mehr Flaschen schlechten Biers, bis der Abend wegen der von Mücken zerstochenen Beine beendet werden musste.
Tag 2: Es ist immer Luft nach oben, auch bei den Temperaturen.
Bei allem, was mir heilig ist: Sonnen-Brand-Building wurde auf 11 gedreht (noch einmal Punkte, wer die Referenz versteht). Der Wecker klingelte und es waren schon fast an die 30 Grad Celsius.
Während des Frühstücks einmal alle möglichen Augenzustände gesehen: von ausgeschlafen-motivierten, wachen Augen, über „Alter, sprich mich ja nicht an“ – halbgeöffnete Lieder bis zu „Ich glaube, das letzte Bier war schlecht“ – Augenringen.
„Ausgeschlafen“ und mit vollem Bauch ging es dann zur Keynote des Tages – und was für eine Keynote das war.


Marco Sheel, Marco Janck: Die Trigger Strategie: Authentizität als schärfste Waffe im Marketing
Ich weiß gar nicht, wo ich hier anfangen soll. Marco Scheel ist so ein toller Mensch. Die Session war so erfrischend und ehrlich – so was habe ich im Dunstkreis des Online-Marketings selten erlebt. Der Vortrag stand ganz unter dem Stern der Campixx: Seid ehrlich. Hört auf, die glattpolierte Seite des Apfels zu zeigen. Seid menschlich, bleibt euch treu, zeigt euch und euer Unternehmen so, wie es ist. Kein scheinheiliger Social-Media-Fake, kein Greenwashing, keine Schlangenölverkäufe.
Für mich verkörpert Marco Scheel norddeutschen Schnack mit einem sozial guten Stromberg-Charme – und das meine ich in allen Formen positiv. Er hat das Herz auf der Zunge und präsentiert sich ohne Filter im Internet. Er schreibt sich Authentizität auf die Fahne, sowohl im realen Leben als auch im Netz. Er meint, die Kund:innen merken, wenn jemand Bullshit nach außen zeigt. Ich kann jetzt nicht für alle Kundengruppen dieser Welt sprechen, aber wenn ein großer Tabakkonzern davon predigt, dass sie rauchfrei werden möchten, zum Wohle der Menschheit, oder wenn ich das nächste Reel von irgendeinem „Influencer“ sehe, der auf dieses oder jenes Produkt schwört, dann schlägt mein Bullshit-Detektor aber dermaßen aus.
Nicht so bei Marco Scheel. Ihm kaufe ich das absolut ab. Er steht für mehr Wahrheit und Realität im Internet und in Social Media. Kein glattpolierter, bis ins Letzte durchchoreografierter Auftritt nach außen, sondern menschlich und ehrlich, und das egal, wann und wo. Wenn das Unternehmen ehrlich ist, kommt die Brand von ganz allein.
Fazit: Wer keine Maske trägt, kann niemals aufgesetzt wirken.
Artur Kosch: Was ist Sichtbarkeit, wenn niemand klickt? Metriken & KPIs für solide Entscheidungen in AI Search
Nach dieser Injektion von „Mehr Menschlichkeit“ ging es in die nächste Sesion und Oh Boy.
Artur hat mir viel Impuls zum Nachdenken mitgegeben, sowohl im Guten als auch im Schlechten.
Gut fand ich, wie er aufzeigte, dass SEO aufgrund von Brand- und Non-Brand-Traffic, schwierig zu messen und zu bewerten ist. SEOs versteifen sich zu sehr auf Klickraten und Impressionen.
Meine Anmerkung aus E-Commerce-Sicht: Warum auch für SEOs nicht der „relative“ Umsatz aus dem organischen Kanal die zentrale KPI ist, verstehe ich bis heute nicht. Es spielt keine Rolle, ob die Sichtbarkeit oder die Zugriffszahlen steigen oder fallen, für Online-Shops spielt der Umsatz die wichtigste Rolle. Anders ist es für Seiten, die Werbeplätze verkaufen. Dann ist die Klickrate natürlich das Wichtigste. Da habe ich mich direkt selbst widerlegt, bleibt aber so hier stehen. Für mehr Ehrlichkeit.


Zurück zum Thema. Er zeigte, dass auch Query-Fan-out ausgewertet werden muss. In der ganzheitlichen GEO-Strategie und für die Content-Erstellung sollten möglichst viele Quellen für Recherchezwecke genutzt werden (Queries, W-Fragen, Keywords, Statista-Daten, TF*IDF-Ratio, SERP-Scraping), um eine möglichst sinnvolle und umfängliche Prompt-Recherche zu bekommen. Zudem ist es wichtig, dass Brand nicht nur in LLMs erwähnt werden, sie sollten auch in einem positiven Kontext Erwähnung finden. Ich kann mir nicht auf die Schultern klopfen, dass meine Prompt-Anzahl bei Sistrix steigt, wenn die Prompts dann zum Größtenteil sagen: Ja, Marke XYZ ist gar nicht so toll, die Konkurrenzmarke ist besser.
Er nutzt dabei LLMs, um diese aggregierten Daten in einer Oberfläche zusammenzufassen, was ich für eine großartige Idee halte. So kann direkt mit diesen Daten „gesprochen“ werden und nicht jede einzelne Quelle wird in einem Vakuum untersucht und am Ende des Tages versucht man, diese Einzelergebnisse miteinander zu verheiraten und daraus seine Strategie zu entwickeln.
So weit, so sinnvoll. Jetzt kommt der Part, den ich so nicht unterschreiben kann, darf und möchte.
Im nächsten Schritt nutzt er all diese Daten, damit direkt dadurch auch auf Knopfdruck Content, Grafiken und Quellcode generiert werden, inklusive Erklärungen, warum die AI z. B. einen bestehenden Text verändert hat oder warum ein Text erweitert wurde.
Zudem empfiehlt seine AI auch, welche Aufgabe und welches Thema an welche Person aus seinen Teams gehen sollte, entschieden „nach deren Fähigkeiten“.
Warum ich das für hochgradig problematisch halte, bedarf eigentlich eines komplett eigenen Beitrags. Daher hier heruntergebrochen und durch meine Ethiker-Brille gesehen:
Für mich wirkte es so, als ob er seine Content-Strategie auf die AI-Antworten aus den aggregierten Daten stützt. Er sagte zwar, dass nach der AI-Content-Erstellung immer noch ein Redakteur das kontrolliert und freigibt, aber sagte in einem Satz vorher (frei zitiert):
„Ihr braucht keine Grafiker oder Entwickler mehr, sondern könnt auf Knopfdruck Content, Bilder und Code generieren und das viel schneller.“
Das heißt, über die Grafiken und den Quellcode schaut kein Mensch mehr drüber, aber über den Content schon? Es kann schnell und massenhaft AI-Content erstellt und online gestellt werden. Wo wieder das Thema Mount AI aufkommt.


AI lügt, halluziniert und erfindet – oder hat er im Prompt einfach eingegeben: Ach übrigens, bitte nicht halluzinieren und alles richtig machen.
Jetzt kommt ein anekdotisches Argument (was argumentativ natürlich nicht handwerklich korrekt ist): Aus meiner Erfahrung in der Arbeit mit AI, hinterfrage und kontrolliere ich alles – da kann der Prompt noch so gut sein. Der Mensch muss immer die letzte Kontroll- und Korrekturinstanz sein. Es kommt regelmäßig vor, dass AI, selbst mit einem ausführlichen Briefing und einem Folgedialog, Fehler macht und falsche Schlüsse zieht. Dann komme ich als letzte und wichtigste Kontrollinstanz.
Ich finde es sehr beeindruckend, was er sich mit AI aufgebaut hat und womit er es nutzt – problematisch finde ich es, wenn man versucht, Lösungen via Knopfdruck anzubieten und die menschliche Komponente wegrationalisiert wird. Lieber die Lizenzkosten statt eines Mitarbeitenden bezahlen, als ob AI eine verlässliche Alternative zu Fachpersonal sei.
Noch einmal: Ich kritisiere nicht Artur oder den Einsatz von AI. Ich kritisiere diese Entscheidung, AI so umfangreich in fortgeschrittene Strategieschritte einzubauen. AI sollte im ersten Schritt unterstützen, nicht den ganzen Weg gehen.
Polemisches, zynisches Fazit: AI wird Teamlead, entlasst eure Leute und skaliert euren AI-Content einfach auf extremste Massenware. Danach direkt auch eine CEO-GPT einsetzen und man lacht den ganzen Weg zur Bank – Moral verdient nun mal kein Geld.
Intermezzo: Mittagessen oder Die Luft war heißer als das Essen
Dann ging es wieder zum vorzüglichen Mittagessen. Einziger Wermutstropfen war: Die Schattenplätze waren heiß (pun intended) begehrt. Die liebe Sonne war an dem Tag mal wieder sehr fleißig (frei zitiert nach Hans Maulwurf).
Fazit: So muss sich das Fegefeuer anfühlen. Wenigstens das Essen ist lecker.
Julia Weißbach, Dominik Graser, Nina Roser: Talkrunde: Zukunft der SEO Agenturen
Genug gemeckert, polemisiert und geschwitzt. In dieser entspannten Talkrunde ging es unter anderem darum, dass GEO auch nur SEO ist, aber mehr Ressourcen unter dem Namen freigibt. Zudem muss das Thema SEO breiter gedacht werden: Es reicht nicht mehr aus, nur Onpage zu machen. Die mittleren Kinder Brand, PR und Social Media müssen jetzt auch mehr Beachtung finden. SEOs sind mehr als nur für die Optimierung da – sie sollten auch mehr beraten und unterstützen.
Fazit: Des Kaisers neue Kleider sind am Ende die gleichen Jogginghosen, die er immer trägt – mit mehr Beratung und Unterstützung in den Hosentaschen.


Anke Probst: Scale or Fail: Programmatic SEO vs. Google’s Helpful Content Systeme – ein Überlebensguide
Weiter ging es erneut mit einer hervorragenden und unterhaltsamen Session. Anke hat gezeigt, wie Sie Domains mit der Optik aus dem 18. Jahrhundert erfolgreich in den Google-Index bekommt. Hier habe ich sehr gute Informationen mitnehmen können, wie ich eine bessere Crawlbarkeit erreiche.
Es ist nicht mehr ohne Weiteres garantiert, dass Webseiten indexiert werden oder im Index bleiben. Google scheint schon die Seite zu bewerten, bevor diese überhaupt indexiert wird. Also erst wird die Seite geprüft, dann indexiert – nicht andersherum (ergibt ja Sinn, spart Ressourcen). Was etwa gut indexiert wird, sind Checklisten oder Marktwertübersichtsseiten – also Seiten mit einem Mehrwert für Nutzer:innen. Zudem ist es sinnvoll, für die Indexierungs-Auswertung bzw. -Analyse segmentierte Sitemaps in der Search Console zu hinterlegen. So kann schneller geschaut werden, an welchen Stellen die Indexierung hakt (z. B. Blog, Produkte, Kategorien, wichtige/unwichtige Seiten etc.). Zudem ist die „Freshness“ ebenfalls wichtig. Seiten sollten mit sinnvollen Informationen aktuell gehalten werden (z. B. Trend-Themen), dann funktioniert es meistens mit der Indexierung.
Fazit: Mehrwert für den User, Indexierung für den Seitenbetreiber.
Maximilian D. Muhr: Building Strong Entities – wie du Marken und Personen in Such und KI Systemen etablierst
Zum Abschluss für mich (danach war einfach die Luft raus) noch ein sehr guter und sympathischer Vortrag von Maximilian D. Muhr. Er bat darum, immer so erwähnt zu werden, damit er eine starke Entität im Internet für Maximilian D. Muhr aufbauen kann. Das ist genau das Thema: Wenn eine starke Entität aufgebaut werden soll, muss diese überall deckungsgleich erwähnt werden. Nicht einmal Internetagentur, dann Marketing Agentur und woanders wieder Agentur für Online-Marketing. Immer und überall sollte die Brand gleich erwähnt und auf den Punkt genau beschrieben werden, was die Brand eigentlich macht.
„Wir bieten innovative Lösungen für eine sich transformierende Wirtschaftswelt“ beschreibt jetzt eher weniger, was das Unternehmen eigentlich genau anbietet. Weniger schwafeln, mehr Tacheles reden. Die Relevanz, in der die Entität genannt wird, ist wichtig. Externe Signale sind wichtig für die Entitätsstärkung, z. B. Podcasts, Videos, Erwähnungen, etc. Für GEO sind Backlinks nicht wichtig, sondern positive Erwähnungen der Marke an sich. Zudem ist es wichtig, Entitäten in Relation mit anderen, stärkeren Entitäten reziprok zu erwähnen. Ich, Silvio Leuteritz, bin stellvertretender Teamlead im Online-Marketing bei der Marketing Agentur WEBneo GmbH. Im Umkehrschluss schreibt die Marketing Agentur WEBneo GmbH an anderer Stelle, dass Silvio Leuteritz stellvertretender Teamlead im Online-Marketing ist. Immer und überall gleich auftreten stärkt die Marken-Entität.
Fazit: Wiederholung ist die Mutter der Entitäts-Bildung.


Campixx-Fazit:
Dieses Jahr verlasse ich die Campixx mit einem lachenden und einem sorgenvollen Auge.
Einerseits habe ich sehr viele spannende und tolle Sessions besucht und wieder ungemein viel Wissen mitgenommen. Ich kann es gar nicht abwarten, mehr davon in meinen Arbeitsalltag einzubauen und stärker mit AI zu arbeiten, damit meine Arbeit effizienter und noch besser wird.
Andererseits bereitet mir das Thema AI Sorgen, wohin sich Online-Marketing in Zeiten der Wirtschaftskrise entwickelt. Überall muss gespart und alles automatisiert werden. Am Ende gibt es nur noch Internet von AI für AI (Dead Internet Theory lässt grüßen). Soweit wird es nicht kommen, das ist mir schon klar. Gedanken mache ich mir trotzdem.
Befinden wir uns im AI-Ragnarök? Selbstverständlich nicht. SEO ist nicht tot, sondern muss sich jetzt auch mal um das kümmern, was früher etwas vernachlässigt wurde. Dann klappt es auch mit der GEO.
Campixx, gerne wieder. Immer wieder.
P.S.: Da mittlerweile niemand mehr Zeit hat, irgendetwas im Internet zu lesen, was keine Bullet-Points und AI-Zusammenfassung hat, bekommt ihr hier direkt Claudes unredigierte Antwort meines Recaps:
Bullet-Points:
- GEO ist im Kern nur SEO – wieder totgesagt, lebt aber weiter; muss jetzt Brand, PR und Social mitdenken.
- Brand-Building ist zentral: positive, konsistente Markenerwähnungen schlagen Backlinks; LLMs sind Branding- statt Traffic-Kanal.
- Qualität statt AI-Massenware („Mount AI“): billiger AI-Content bringt kurz Sichtbarkeit, dann Absturz.
- AI hilft, ersetzt aber nicht: der Mensch bleibt letzte Kontroll- und Korrekturinstanz.
- Starke Entitäten brauchen Konsistenz: überall deckungsgleiche Erwähnung und echter Mehrwert für Nutzer.
Zusammenfassung:
Silvios Campixx-2026-Recap: GEO ist im Kern nur SEO, und ehrliches, konsistentes Brand-Building mit positiven Markenerwähnungen schlägt billigen AI-Massencontent („Mount AI“). Er geht hochmotiviert raus – AI macht die Arbeit effizienter, bleibt für ihn aber Hilfsmittel, bei dem der Mensch die letzte Kontrollinstanz ist.
Tja, leider alles ohne Brand-Witze – ist vielleicht auch besser so.
Bis nächstes Jahr!


Die Highlights der SEO-Konferenz von Boris Rose
Auch dieses Jahr ging es für mich wieder zur Campixx. So viel sei vorweggenommen: Wer 2026 ein Thema gesucht hat, das sich nicht um KI, GEO und die Frage „Wie lande ich eigentlich in den Antworten?“ dreht, der musste schon ziemlich lange suchen. Klassisches SEO ist deshalb aber keineswegs tot, im Gegenteil. Im Folgenden möchte ich euch meine Erkenntnisse und die spannendsten Sessions der zwei Tage mitgeben. Viel Spaß!
How SEO & GEO work together (Lily Ray)
Lily Ray räumte gleich mit einem der größten Missverständnisse der Stunde auf: dass GEO und SEO Gegenspieler wären. Sie hatte eigene Daten dabei, unter anderem eine Studie über elf Websites, die sinkende KI-Zitierungen mit Ranking-Verlusten in Verbindung bringt. Damit zeigte sie, dass ein starkes organisches Fundament die Voraussetzung für Sichtbarkeit in KI-Antworten ist und nicht das nette Beiwerk.
Ihr Fazit brachte es auf den Punkt: Nutzt die KI-Tools, aber fangt nicht wieder an zu spammen. Baut lieber eure Marke auf. Und macht, ihr ahnt es, ordentliches SEO.


Grounding: das neue AI SEO Battlefield (Hanns Kronenberg)
Hanns nahm sich dem Thema Grounding an, also der Frage, auf welche Daten ein LLM für seine Antworten überhaupt verantwortungsvoll zugreifen kann. Wichtiger Punkt: Das „Wissen“ moderner Sprachmodelle ist immer ein bis zwei Jahre alt, weil das Training schlicht enorm teuer ist. Genau deshalb braucht es Grounding. Spannend war auch der Blick auf die Fan-out-Queries: Aus 50 gleichen Anfragen macht das System eine ganze Reihe unterschiedlicher Suchanfragen, der ganze Prozess ist durch und durch probabilistisch.
Praxistipp aus der Session: Grounding-Pages gehören in den Index, und zwar am besten auf Englisch, da die Fan-out-Queries auf Englisch basieren. Wer tiefer einsteigen will, findet bei „Google AI for Developers“ unter dem Stichwort Grounding den passenden Einstieg.
JavaScript SEO in der Praxis (Andreas Röne)
Andreas machte unmissverständlich klar, dass JavaScript auch 2026 eine der kritischsten technischen Baustellen bleibt. „Google versteht das schon“ ist eben kein Konzept, sondern ein Risiko. Sein konkretes Negativbeispiel: Shopify-Setups mit Boost Commerce (sieht man übrigens in BuiltWith) erzeugen Thin Content, weil Inhalte erst clientseitig reingerendert werden. Und Suchsysteme klicken und scrollen in der Regel nun mal nicht. Endless Scrolling, Subkategorien, die erst nach einem Klick auftauchen, sowie Tabs sind und bleiben umstritten. Auch React Streaming und Inhalte, die per Injection eingebunden werden, sollte man sehr kritisch prüfen.
Kurzum: ein wohltuend praxisnaher Vortrag ohne Slide-Schönfärberei.


Beyond Keywords: 11 taktische Kniffe & Tools (Mario Fischer)
Mario öffnete wie gewohnt sein Schatzkästchen und ballerte Tipps und Tools raus, von denen man hinterher das ungute Gefühl hat, sie hätte man wirklich schon viel früher kennen sollen. „Maximum Impact, minimum Effort“ war die Devise: Das Versprechen wurde eingelöst.
Mit dabei war ein dankbar aufgenommener Hinweis auf eine KI-Negativliste, die im Rahmen der Session verteilt wurde, und die eine oder andere Darstellung von Daten für alle Datenfreunde.
Von Backlinks zu Mentions (Matthäus Michalik)
Matthäus zeigte, wie sich das Offpage-Spiel verschoben hat: weg vom reinen Backlink-Jagen, hin zu Mentions und digitaler Markenpräsenz, die in KI-Antworten wirklich zählt. Konkret ging es um Advertorials für Mentions, Reviews und Community Marketing, also um die Frage, wo deine Marke stattfindet und nicht nur, wer auf dich verlinkt. Anhand von Analysen aus vielen Branchen machte er deutlich, dass die üblichen „Reddit & LinkedIn“-Tipps längst nicht überall greifen.
Nebenbei ein Termin zum Vormerken: Die erste Konferenz zu GEO, die GEO KNOW HOW geht am 1.10. in Berlin an den Start.


From Crawl to Context (Regina Biskop)
Regina lieferte ein paar richtig interessante Einblicke in verschiedene Crawler und in Strategien, das Crawling gezielt zu steuern. Ihre Kernbotschaft passte perfekt zum Tenor des Tages: So viel auch über AI-SEO und GEO gesprochen wird, ohne ein technisch sauberes Fundament wird das nichts. Schnelle Indexierung, konsistente Entitäten und ein durchdachter Seitenaufbau bleiben entscheidend, egal ob die klassische oder die generative Suche zuschaut.
Tag 2: Claude Code & MCP Servers: Practical SEO Use Cases (Gus Pelogia)
Gus zeigte anhand konkreter Fallbeispiele, wie man seine SEO-Aufgaben mit Claude Code deutlich schneller umsetzen kann. Über MCP-Server lassen sich SEO-Tools und das CMS direkt an den LLM anbinden. Damit sind Keyword-Recherche ohne halluzinierte Ergebnisse, SERP-Scraping in größerem Stil oder das Veröffentlichen eines Entwurfs direkt ins CMS drin. Viele der großen Tools haben ihre MCP-Server bereits am Start. Eine der praktischeren Sessions der beiden Tage..


Aktuelle Lehren aus den Google Leaks (Johan von Hülsen)
Johan erinnerte daran, dass unter der ganzen neuen GEO-Oberfläche weiterhin klassische Suchmaschinen laufen. Und dass uns Google mit dem (unfreiwilligen) Leak ein echtes Geschenk gemacht hat.
Drei Punkte, die hängengeblieben sind: Die Fehlerberichte in der Search Console werden aktuell deutlich reduziert und aufgeräumt. Pro Domain zählen rund 200 Links mit gleichem Linktext und gleichem Ziel. Und die Linkposition ist nicht so wichtig wie die Größe der Klickfläche. Kleine Erkenntnisse mit handfesten Konsequenzen für die tägliche Arbeit.
Tech SEO + AI in Search (Aline Kunz)
Aline hatte für das Verhältnis von LLMs und Websites ein schönes Bild parat: LLMs verhalten sich wie ein kleines Kind von Google. Sie verstehen JavaScript nicht, sind ungeduldiger bei langen Ladezeiten und mit einem schlechten internen Linksystem sowie unsauberem Indexierungsmanagement schlicht überfordert.
Ihre Botschaft: Genau das Aufräumen klassischer Tech-SEO-Maßnahmen kann unmittelbar zu mehr Sichtbarkeit in LLMs führen. Manchmal ist der schnellste Weg nach vorn eben das Saubermachen im eigenen Maschinenraum.


Help, my AI is better at outreach than I am (Bibi the Linkbuilder)
Bibi lieferte einen der unterhaltsamsten Vorträge der Campixx, mit vielen herrlich verrückten Slides und einem Schwert als Laserpointer-Ersatz.
Inhaltlich gab es aber weit mehr als Show: Bibi stellte ihren aktuellen Workflow zur Automatisierung des Linkbuildings vor und teilte großzügig viele ihrer Prompts und Skills. Eine echte „Steal-my-Stack-Session“, aus der man tatsächlich etwas mitnehmen konnte, das am Montagmorgen sofort einsatzbereit ist. Das Schwert bekam dann der Teilnehmer, der die erste Frage gestellt hat.
Fazit zur Campixx 2026
Zwei Tage Campixx, ein klares Übergewicht an KI- und GEO-Themen. Und am Ende doch wieder die Erkenntnis, dass solides Handwerk, eine starke Marke und technisch sauberes SEO die Basis für alles bleiben, was sich gerade so spannend neu anfühlt. Womit wir auch schon beim häufig vernommenen Spruch der Campixx wären, der vermutlich am besten zu vielen der gehörten KI-Versprechen passt: „Take it with a grain of salt.“
Bis zum nächsten Jahr!

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