Ein zentrales Thema der Konferenz war die zunehmende Wettbewerbsstärke chinesischer Unternehmen. Das Label „Made in China“ hat sich in den vergangenen Jahren grundlegend verändert. Während chinesische Produkte früher in der Regel mit minderwertiger Qualität verbunden wurden, liefern viele Hersteller heute Produkte, die rund 90 % der Qualität europäischer Anbieter zu lediglich 60 % der Kosten erreichen.
Deshalb entwickelt sich „Made in China“ in vielen Kategorien zunehmend zum neuen „Made in Germany“. Die Innovationsgeschwindigkeit, die Effizienz der Produktionsprozesse und die konsequente Digitalisierung verschaffen chinesischen Unternehmen erhebliche Wettbewerbsvorteile.
Dennoch gibt es einen wichtigen Bereich, in dem europäische Anbieter immer noch punkten können: das Einkaufserlebnis. Das Verständnis für lokale Märkte, kulturelle Besonderheiten und die Bedürfnisse deutscher Kunden ist vielen chinesischen Anbietern noch nicht ausreichend bekannt.
Gerade im persönlichen Kundenservice und Support liegen deshalb große Chancen für europäische Unternehmen. Ebenso wie bei der eigenen Markenstory, die durch Storytelling zur langen Historie, den eigenen Werten und klaren USPs Lust auf europäische Produkte macht.