Zur Automatisierung unternehmensinterner Prozesse haben sich die Tools n8n und Make als besonders hilfreich erwiesen. Viele Firmen stehen deshalb vor der Frage, für welches der beiden sie sich entscheiden sollten. Beide Plattformen verbinden Apps und automatisieren Abläufe, unterscheiden sich aber hinsichtlich ihrer Bedienung, der aufkommenden Kosten und der technischen Anforderungen deutlich voneinander. WEBneo zeigt Ihnen jetzt die Funktionen, Zielgruppen und Entscheidungskriterien im direkten Vergleich, damit Sie die richtige Wahl für Ihre Anforderungen treffen.

N8n vs. Make: Welches Tool passt zu Ihnen?

Vergleich der Automatisierungslösungen n8n und Make für Ihre Entscheidung
zur Anfrage
Das Wichtigste in Kürze:
- Make und n8n verfolgen bei der Prozessautomatisierung zwei gegensätzliche Philosophien: Make verpackt Komplexität in eine visuelle Oberfläche, n8n verlagert sie in Code und Logik.
- Make punktet mit einer riesigen Auswahl an über 3.000 nativen App-Integrationen und lässt sich ganz ohne Programmierkenntnisse bedienen.
- n8n überzeugt durch volle Datenhoheit per Self-Hosting, native Code-Nodes und ausgereifte KI-Agenten-Funktionen auf LangChain-Basis.
- Bei der Abrechnung unterscheiden sich beide Tools grundlegend: Make berechnet jeden Zwischenschritt einzeln, n8n bepreist die gesamte Workflow-Ausführung.
- Unser siebenteiliger Fragenkatalog zu Technikwissen, Budget, Datensensibilität und Workflow-Komplexität hilft bei der finalen Entscheidung zwischen n8n oder Make.


Make und n8n im Kurzporträt
Make und n8n lösen dieselbe Aufgabe, nämlich die Verknüpfung und Automatisierung von Anwendungen und Prozessen. Sie gehen dabei aber grundlegend unterschiedliche Wege.
- Make ist als reiner Cloud-Dienst darauf ausgelegt, auch technisch unerfahrenen Nutzern eine verständliche Oberfläche zu bieten
Make besticht durch eine intuitive, farbenfrohe und spielerische Oberfläche. Workflows, hier „Szenarien“ genannt, entstehen aus kreisförmigen Modulen, die Sie per Drag-and-drop verbinden. Die Zuordnung von Daten übernehmen visuelle „Pills“, für die Sie kein Code-Verständnis benötigen.
- n8n verfolgt einen technisch offeneren Ansatz
Auch hier bauen Sie Workflows visuell über verbundene Knotenpunkte (Nodes) auf, arbeiten dabei jedoch direkt mit rohen JSON-Datenstrukturen. Für Entwickler ist das ein Vorteil, weil sich Abläufe präzise steuern lassen. Für Nutzer ohne technischen Hintergrund kann das anfangs eine Hürde darstellen, die aber mit einer gewissen Einarbeitung zu bewältigen ist.
Ein zentraler struktureller Unterschied liegt zudem im Betriebsmodell: Während Make ausschließlich als verwalteter Cloud-Service läuft, lässt sich n8n wahlweise in der Cloud oder komplett auf eigenen Servern betreiben.


Die wichtigsten Funktionen von n8n und Make im Vergleich
Bei den Kernfunktionen von n8n und Make spiegelt sich die unterschiedliche Ausrichtung beider Tools deutlich wider.
Make setzt auf fertige, visuelle Logikbausteine: Mit Modulen wie Router (für Verzweigungen), Iterator (für Schleifen über Listen) und Aggregator (zum Bündeln von Daten) lassen sich auch komplexere Abläufe ohne eine Zeile Code abbilden. Seit Oktober 2025 steht zusätzlich die „MakeCode App“ bereit, über die sich JavaScript und Python direkt in Szenarien einbinden lassen. Dies ist ein Angebot für fortgeschrittene Nutzer, das für den Einstieg aber nicht notwendig ist. Ergänzt wird das durch unbegrenzte Ordner bereits in kleineren Tarifen, mit denen sich viele Szenarien sauber organisieren lassen.
N8n stellt Code als festen Bestandteil des Workflows bereit: In praktisch jedem Node können Sie JavaScript oder Python schreiben, um Daten direkt zu transformieren. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf KI-Funktionen: Aufbauend auf dem LangChain-Framework lassen sich autonome KI-Agenten, Retrieval-Augmented-Generation-Systeme mit Vektordatenbanken sowie lokale Sprachmodelle wie Ollama anbinden.
Beim Testen und Debuggen bietet n8n mit „Pinndaten“ (fixierten Testdaten für einzelne Nodes), einem globalen Fehler-Trigger und vollständiger JSON-Transparenz je Verarbeitungsschritt spürbar mehr Kontrolle. Hinzu kommen mehrere Trigger pro Workflow, leistungsfähige Merge- und Loop-Nodes sowie unbegrenzt lange Wartezeiten über Wochen oder Monate. Fehlt eine native Anbindung (bei rund 1.000 bis 1.200 Integrationen ist die Auswahl kleiner als bei Make), lässt sie sich über selbst programmierte Custom Nodes nachrüsten.
| Funktion | Make | n8n |
| Bedienkonzept | Visuell, ohne Code | Visuell, mit Code-Option |
| Native Integrationen | ca. 2.000–3.000 | ca. 1.000–1.200 |
| Logik ohne Code | Router, Iterator, Aggregator | Eingeschränkt, Code oft nötig |
| Code direkt im Workflow | Optional (MakeCode, seit 10/2025) | Fester Bestandteil, in jedem Node |
| Hosting | Nur Cloud | Cloud oder Self-Hosting |
| KI-Agenten/RAG | Grundfunktionen | Umfangreich, LangChain-basiert |
| Debugging-Tiefe | Eingeschränkt | Pinndaten, JSON-Einsicht, Fehler-Trigger |

Stärken und Schwächen von Make oder n8n im Alltag
Über die reinen Funktionen hinaus zeigen sich im praktischen Einsatz weitere Unterschiede, die für die Wahl von Make oder n8n für Sie entscheidend sein können.
Bei Make ist die Kostenlogik ein zweischneidiges Schwert: Jeder einzelne Zwischenschritt eines Szenarios zählt als Operation. Bei einem hohen Datenvolumen, Schleifen oder häufigen Abfragen auf Änderungen (Polling) können Ihre Kosten spürbar und teils unvorhersehbar steigen. Dabei verbraucht auch die Nutzung von MakeCode zusätzliche Operationen. Da Make zudem ausschließlich in der Cloud läuft, werden sämtliche Daten auf AWS-Servern in den USA oder der EU verarbeitet, was für streng regulierte Branchen wie das Gesundheitswesen, Rechtswesen oder den Finanzsektor zum Compliance-Thema werden kann.
Zudem stößt die Übersichtlichkeit bei sehr umfangreichen Szenarien mit verschachtelten Schleifen und Routern an Grenzen („Spaghetti-Flows“), und standardmäßig ist nur ein Trigger pro Szenario vorgesehen.
N8n rechnet dagegen in der Cloud pro vollständiger Workflow-Ausführung ab, unabhängig von der Anzahl der Teilschritte. Das macht Ihre Kosten deutlich planbarer. Beim Self-Hosting fallen ohnehin nur geringe Serverkosten an, oft im Bereich von 5 bis 10 US-Dollar monatlich, bei unbegrenzten Workflows. Da die Daten beim Self-Hosting zudem Ihre eigene Infrastruktur nie verlassen müssen, ist n8n für DSGVO-sensible europäische B2B-Prozesse besonders geeignet. Der Betrieb auf eigenen Servern setzt allerdings fundiertes IT-Wissen voraus, etwa im Umgang mit Docker, und Wartung, Backups sowie Sicherheitsupdates liegen vollständig in Ihrer eigenen Verantwortung.
Möchten Sie gewisse Apps miteinander verbinden, ist auch das aufwendiger: Für Gmail etwa ist ein eigenes Google-Cloud-Konto samt 31 manuellen Einrichtungsschritten nötig – ein Aufwand, der selbst in der n8n-Cloud-Version anfällt. In günstigen und kostenlosen Tarifen ist zudem die Anzahl verfügbarer Ordner zur Projektorganisation begrenzt.


Für wen eignet sich Make, für wen n8n?
Aufgrund der zur Verfügung stehenden Funktionen und der grundlegenden Eigenschaften können wir klare Zielgruppen für n8n und Make nennen:
Make eignet sich für Einsteiger und No-Code-Anwender ohne Programmier- oder API-Kenntnisse ebenso wie für kleine und mittlere Unternehmen ohne eigene IT-Abteilung, die Standardprozesse wie CRM-Synchronisation, E-Mail-Marketing oder Social-Media-Abläufe automatisieren möchten. Sind für Ihr Unternehmen Tempo und Komfort entscheidend und wollen Sie Szenarien innerhalb von Minuten startklar haben, profitieren Sie von Make`s reinem Cloud-Betrieb ohne jeglichen Installationsaufwand. Auch für Projekte mit vielen Nischen-SaaS-Anwendungen ist Make durch die breite Integrationsbibliothek eine praktische Wahl.
N8n richtet sich an technisch versierte Nutzer, IT-Teams und Entwickler, die mit JSON-Daten sicher umgehen und die Flexibilität von JavaScript oder Python im Workflow nutzen möchten. Für Branchen mit strengen Compliance-Vorgaben, etwa das Gesundheitswesen, der Finanzsektor, das Rechtswesen oder die öffentliche Verwaltung, ist das Self-Hosting oft die einzig praktikable Option, um personenbezogene Daten vollständig in der eigenen Infrastruktur zu halten.
Sind Sie ein Unternehmen mit komplexer Prozesslogik und hohem Ausführungsvolumen ab etwa 10.000 Vorgängen im Monat, dann profitieren Sie zusätzlich von der execution-basierten statt der schrittbasierten Abrechnung. Möchten Sie überdies fortgeschrittene, autonome KI-Agenten-Workflows oder RAG-Systeme mit Vektordatenbanken und lokalen Modellen realisieren, finden Sie in n8n durch die Nähe zu LangChain deutlich tiefere Anpassungsmöglichkeiten.


Make oder n8n – wie treffen Sie die Entscheidung?
Um sich zwischen den beiden Plattformen zu entscheiden, hilft ein Blick auf sieben zentrale Kriterien:
| Kriterium | Tendenz: Make | Tendenz: n8n |
| Technisches Know-how (JavaScript, APIs) | Nicht vorhanden | Vorhanden oder gewünscht |
| Workflow-Komplexität | Einfach, 3–10 lineare Schritte | Komplex, mit Schleifen und Verzweigungen |
| Datensensibilität | Normal | Sehr hoch (z. B. Gesundheit, Finanzen, Recht) |
| Budgetpräferenz | Flexibel, nutzungsbasiert | Limitiert, feste Kosten bevorzugt |
| Startgeschwindigkeit | Sofort, ohne Setup | Bereit für Einarbeitungszeit |
| Ausführungen pro Monat | Wenige, unter 1.000 | Viele, über 10.000 |
| KI-Intensität | Gelegentlich | Intensiv, z. B. RAG-Systeme |
Als Faustregel gilt: Zeigen drei oder mehr Ihrer Antworten in Richtung n8n, lohnt sich ein Test der Plattform definitiv. Zwei weitere Aspekte, die in der Tabelle nicht direkt abgebildet sind, aber die Entscheidung beeinflussen können: Wenn Sie auf Echtzeit-Trigger zur direkten Synchronisation zwischen Apps angewiesen sind, spielt Make seine Stärken aus. Benötigen Sie dagegen eine native Dokumentenextraktion, etwa das automatisierte Auslesen von PDFs, bietet n8n hier mehr Möglichkeiten. Grundsätzlich empfiehlt es sich, die Wahl an der aktuellen Situation auszurichten und nicht an Programmierfähigkeiten, die Sie sich erst noch aneignen möchten.
Der Einstieg zum Ausprobieren ist bei beiden Plattformen risikofrei möglich: Make bietet einen dauerhaft kostenlosen Tarif mit 1.000 Operationen pro Monat, n8n eine ebenso dauerhaft kostenlose, selbst gehostete Community Edition.


Als professionelle KI-Agentur unterstützen wir Sie bei Ihren automatisierten Workflows
Make und n8n können gleichermaßen zuverlässig Ihre Prozesse automatisieren. Sie sprechen dabei aber unterschiedliche Nutzergruppen an: Make eignet sich für Teams, die ohne technisches Setup schnell startklar sein möchten und Wert auf eine große Integrationsauswahl legen. N8n lohnt sich dagegen, sobald Datenhoheit, komplexe Logik oder tiefgehende KI-Funktionen im Vordergrund stehen.
Bei WEBneo als professionelle KI-Agentur, unterstützen wir Sie gern dabei, mithilfe von n8n, aber auch Zapier und Langdock, individuelle Automationen zu entwickeln. Wenden Sie sich an uns, wenn Sie smarte Lösungen für Ihre unternehmensinternen Prozesse entwickeln möchten, mit denen Sie viel Zeit sparen! Wir sind gern für Sie da. Ebenfalls unterstützen wir Sie vollumfänglich mit unseren Dienstleistungen im Bereich KI-SEO. Damit Ihre Webseite zudem von KI-Systemen erfolgreich ausgelesen werden kann, muss sie den neuen Ansprüchen von KI-Modellen wie ChatGPT, Gemini, Copilot usw. gerecht werden. Wenden Sie sich deshalb ebenfalls an unsere Webdesigner!
WEBneo – Ihr GEO Partner in der Region
Hier Kontakt zu uns aufnehmen!


