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WEBneo Blogbeitrag

Das gibt es zu beachten

Im Jahre 2006 entfernte Google die Website des Automobilherstellers BMW für sechs Tage aus dem Suchindex. Der Grund: Viele Doorway-Pages mit Keyword-optimierten Texten leiteten den Nutzer beim Anklicken des Links auf die Hauptseite von BMW weiter, ohne dabei selbst sichtbar zu werden. Diese als Manipulation des Suchmaschinenrankings interpretierte Taktik wurde deshalb abgestraft. Doch wie unterscheiden sich Doorway-Pages von klassischen Landing-Pages? Welchen Sinn haben sie und können sie vielleicht trotzdem noch eingesetzt werden? Die Antworten erfahren Sie im folgenden Blogbeitrag.

Was ist eine Doorway-Page?

Doorway-Pages dienen dazu, den Besucher auf eine andere Seite, im Regelfall die eigentliche Hauptseite einer Domain, weiterzuleiten. Die Idee dahinter ist es, der Hauptseite mehr Besucher zu bringen, indem durch viele Doorway-Pages Nutzer auf die Hauptseite weitergeleitet werden. Leichter verständlich wird es an einem Beispiel: Nehmen wir an, Herr Mayer besitzt eine Website, die seinen Laden für Handyreparaturen im Dorf Hartha bewirbt. Man findet sie, wenn man „Handyreparatur Hartha“ bei Google eingibt. Nun will Herr Mayer aber seine Besucheranzahl und damit die potenziellen Kunden für seinen Handyladen erhöhen. Sein Plan ist es, auch Nutzer aus den Nachbardörfern Kesselsdorf und Braunsdorf auf seine Seite zu ziehen. Er erstellt also zwei Doorway-Pages, die Texthülsen mit vielen passenden Keywords als Inhalt haben, sodass sie bei Suchen wie „Handyreparatur Kesselsdorf“ oder „Handyreparatur Braunsdorf“ auftauchen. Klickt man diese Websites an, leiten sie den Nutzer aber direkt auf die Originalseite „Handyreparatur Hartha“ weiter. Die erstellten Doorway-Pages haben also keinen Mehrwert für den Nutzer, sie sollen lediglich bei bestimmten Suchergebnissen weit oben auftauchen und ihn dann auf eine andere Website weiterleiten. Man nennt diese Doorway-Pages deshalb auch Brückenseiten oder Gateway-Pages.

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Was ist eine Landing-Page?

Landing-Pages bieten dagegen einen Mehrwert für den Nutzer. Bleiben wir beim Beispiel des Handyreparaturladens. Dieser hat die bekannte Homepage „Handyreparatur Hartha“, bei der es eine Übersicht über seine Dienstleistungen und weitere Kategorien gibt. Er besitzt jedoch auch eine Unterseite, auf der Handyzubehör, wie Schutzfolien für das Display, zum Verkauf angeboten werden. Ein nützlicher Text mit oft gesuchten Keywords zu Handyzubehör vervollständigt die Unterseite. Sie erscheint deshalb, wenn man „Handyzubehör Hartha“ oder „Schutzfolie Zubehör Handy“ googelt. Die „Handyzubehör“-Unterseite ist eine klassische Landing-Page, weil sie den Besucher zu einer bestimmten Handlung animieren soll. In diesem Fall soll der Nutzer, der sie anklickt, dort etwas kaufen und auf den Handyladen in Hartha aufmerksam gemacht werden. Landing-Pages werden also für das Online-Marketing benutzt, um Besucher, die sie aufrufen, gezielt zu lenken. Die Besucher sollen zum Beispiel dazu animiert werden, etwas zu kaufen, sollen Leads generieren oder sich für Newsletter anmelden. Dementsprechend sind Landing Pages auch auf eine bestimmte Zielgruppe ausgerichtet.

Viele Landing-Pages für hohe Klickzahlen?

Sie könnten nun versuchen, möglichst viele Landing-Pages zu erstellen, die auf bestimmte Keywords fokussiert sind, um ein maximal breites Feld an Suchanfragen abzudecken. Es gibt dazu etwa die Möglichkeit, Landing-Pages automatisiert zu erstellen, die sich nur geringfügig voneinander unterscheiden und für jeweils unterschiedliche Keywords optimiert sind. Hier ist allerdings Vorsicht geboten. Wichtig für den Google Algorithmus ist „Unique Content“, der dem Nutzer etwas bringt. Entsprechend müssten die vielen Landing-Pages also auch einzigartige Inhalte haben, um in das Google Ranking zu fallen. Haben Sie sehr viele Landing Pages, die sich lediglich durch ein paar Keywords unterscheiden, könnten diese von Google abgewertet werden. Besser ist es, nicht so viele, doch dafür klickstärkere Landing-Pages zu bauen, die thematisch gut passen und vom Algorithmus leicht als individueller, qualitativ hochwertiger Content erkannt werden.

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Welcher Unterschied ist bei Doorway und Landing-Pages entscheidend?

Während Doorway Pages als veraltetes Online-Marketing-Tool gelten, sind Landing-Pages nach wie vor verbreitet und eine vielversprechende Möglichkeit, das Online-Marketing effektiver zu gestalten. Wichtig ist hier, dass Landing-Pages dem Nutzer einen Mehrwert bieten. Sie sind deshalb ansprechend gestaltet, haben insbesondere nützliche Texte zu einem Thema und bieten dem Nutzer klar ersichtliche Handlungsmöglichkeiten, wie etwa das Herunterladen einer Datei oder das Ausfüllen eines Formulars. Insgesamt soll der Nutzer eine gute Erfahrung machen, wenn er eine Landing-Page besucht, damit er im Idealfall auf das Angebot der Landing-Page eingeht und dort beispielsweise etwas kauft oder seine Kontaktdaten hinterlässt. Aus diesen Gründen sind Landing-Pages auch legitim und werden von Suchmaschinen nicht abgestraft, solange die Inhalte einzigartig sind und einen Mehrwert bieten.

Doorway-Pages hingegen haben keinen Mehrwert für den Nutzer. Ihr Zweck besteht nur in der Weiterleitung. Der Suchmaschinenbot soll mit ihnen gezielt manipuliert werden, damit sich die Klickzahlen der Hauptdomain erhöhen, auf die die Doorway-Pages weiterleiten. Die Inhalte von Doorway-Pages sind meistens nur unnütze Texte voller Keywords, damit die Seite in den Suchergebnissen weit oben rankt. In der Regel werden Doorway-Pages deshalb von den Suchmaschinen auch als Verstoß gegen ihre Richtlinien gewertet.

Fazit

Während Landing-Pages dem Besucher einen Mehrwert geben sollen, sind Doorway-Pages nur dazu gedacht, im Suchmaschinenranking weit oben zu erscheinen und den Besucher auf die eigentliche Hauptseite weiterzuleiten. Sie bieten dem Nutzer also keine Antwort auf seine Suchanfrage. Die Google Richtlinien strafen Doorway-Pages deshalb in der Regel ab, weil durch sie die Suchergebnisse verfälscht werden können. Als zulässiges Online-Marketing-Tool sind Landing-Pages also gut geeignet, von Doorway Pages sollten Sie Abstand nehmen.

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