WordPress SEO – SEO für Einsteiger

10874001974_434362be1f_oWordPress gilt bereits in seiner Standardkonfiguration als eines der am besten geeigneten Content Management Systeme für SEO auf der Welt. Natürlich gibt es auch hier einige wichtige Schritte, die Sie unbedingt bei der Installation von WordPress und auch im Folgenden nicht verpassen sollten. Sie sollten also auch etwas Zeit in das SEO-WordPress investieren, um sicher zu stellen, dass Sie auf dem richtigen Weg sind und damit viel Traffic auf Ihre Website bekommen. Doch was sind die wichtigsten Einstellungen und Installationen, die Sie für ein funktionierendes WordPress-SEO benötigen?

(Bildmaterial: Lynx – WordPress Theme – productshot (Serge Kij/Flickr, CC BY 2.0))

 

1. Privatsphäre-Einstellungen checken

1463351154_9a104e8362_b

(Bildmaterial: WordPress Security (Nikolay Bachiyski/Flickr, CC BY 2.0))

Die wichtigste Einstellung, die Sie tätigen sollten, ist die Einstellung der Privatsphäre. Entweder direkt bei der Installation oder kurz danach. Die Einstellung ist völlig einfach, aber für SEO-WordPress besonders wichtig, da von ihr abhängt, ob Ihre Website von Google und Co. in den Index aufgenommen werden darf oder nicht. Im Dashboard ist dieser Punkt unter Einstellungen/Privatsphäre zu finden.

2. Permalinks für WordPress-SEO optimieren

Standardmäßig werden im WordPress sogenannte Messie-URLs, also kryptische URLs wie:

 

www.example.de/example/?p=4711

 

Nicht nur aus WordPress-SEO-Gründen ist das unvorteilhaft: Auch die Benutzer Ihrer Website schätzen klar lesbare URLs, sogenannte sprechende URLs. Ein ganz wichtiger Aspekt der Suchmaschinenoptimierung liegt bei den Permalinks, da diese bereits mit den wichtigsten Keywords der Seite optimiert werden sollten. Eine optimierte, sprechende URL könnte so aussehen:

 

www.example.de/example/2015/01/wordpress-seo-für-einsteiger/

 

Die Permalinkstruktur bietet somit neben SEO-WordPress noch weitere Vorteile: Durch die passenden Keywords steigen die Seiten bei Google in der Sichtbarkeit und die Besucher können anhand der URL gleich erkennen, wie passend und aktuell das Thema ist. Zudem lässt ich die Seite auch händisch eingeben. Die Einstellung finden Sie unter Einstellungen/Permalinks.

Wie genau sehen die wirklich optimalen Links für WordPress-SEO nun aus? Für die Erstellung eines Blogbereiches können Sie die Einstellung für Monat und Name verwenden, damit jeder Besucher Ihrer Website auf den ersten Blick erkennen kann, wie aktuell der Artikel ist. Falls Sie nicht wollen, dass man anhand der URL das Artikel-Datum erkennt, da es sich um eher zeitlose Ratgeber-Bereich handelt, sollten Sie nur den Namen des Artikels verwenden. Möchten Sie mit Ihrem SEO-WordPress zum Beispiel erreichen, dass ihre Beiträge auch in den Google News-Index aufgenommen werden können, sollten die Permalinks die ID des Beitrages unbedingt enthalten. Sinnvoll  ist ebenfalls, wenn Ihre Linkstruktur den Begriff /news/ enthält. So könnte Ihr Permalink wie folgt aussehen:

 

www.example.de/news/2015/01/wordpress-seo-für-einsteiger-12345/

3. SEO-WP Plugins installieren

Eine der bedeutendsten Funktionen von WordPress ist sicherlich die Möglichkeit, durch Plugins den Funktionsumfang stark zu erweitern. Gerade für SEO-WordPress gibt es zahlreiche SEO-Plugins. Davon überzeugen allerdings nur einige. Wie sollte man das richtige Plugin für sich herausfinden? Die folgenden SEO-Plugins werden von t3n.de empfohlen:

WordPress SEO von Yoast

(© wordpress.org)

WordPress SEO-Plugin: All-in-One-Lösungen

All-in-One-Lösungen bieten eine Vielzahl Erweiterungsmöglichkeiten an. Zu den Bekanntesten zählen WordPress SEO von Yoast, wpSEO von Sergej Müller und das All in One SEO Pack. Das SEO-Plugin von Yoast gilt dabei als das benutzerfreundlichste Plugin. Es hilft den Webmastern bei fast allen OnPage-Optimierungen. Darunter auch bei den Grundlagen wie Title & Description. Weiterhin bietet Yoast neben einer umfassenden Einleitung für Einsteiger des WordPress-SEO noch kostenpflichtige WordPress-Plugins  für Local, Video und News SEO an.

SEO Friendly Images

(© wordpress.org)

SEO Friendly Images für die Bildoptimierung

Im Idealfall weisen alle Webseiten-Betreiber Ihre verwendeten Images händisch mit passenden SEO-optimierten Alt- Attribut und Title-Tag für WordPress-SEO aus. Dies ist allerdings nicht immer machbar und zudem bei wechselnden Autoren sehr zeitintensiv. Das SEO Friendly Images unterstützt hier das SEO-WordPress. Es ergänzt ganz einfach bei alle Bilder und Grafiken automatisch den Alt und Title-Tag nach den zuvor festgelegten Optionen.

WP Smush.it

(© wordpress.org)

WP Smush.it für die Bildverkleinerung

Ein wichtiges Plugin für WordPress-SEO ist das WP Smush.it für die Bildoptimierung. Zu große Bilder und Grafiken verlängern die Ladezeit einer Seite und sind damit nicht nur schädlich für die Rankings sondern auch für die Benutzerfreundlichkeit der Besucher. Das Plugin Smush.it reduziert automatisch die Größe aller Bilder die hochgeladen werden. Die Integration dieser Erweiterung lohnt sich auf jedem Fall, auch wenn die Upload-Zeiten dadurch verlängert werden.

W3 Total Cache

(© wordpress.org)

W3 Total Cache für das Caching

Statische Elemente einer Webseite gleich per Caching auf dem Server bereitzuhalten lohnt sich in der Regel immer. Dadurch vermeiden Sie unnötige Ladezeiten und Datenbankabfragen. WordPress-SEO-Plugins gibt es hierfür sehr viele, unter anderen Cachify, Hyper Cache oder eben auch W3 Total Cache. Das letztgenannte Plugin ist vor allem WordPress-erfahrenen Usern zu empfehlen. Unter anderem ist dadurch die Integration von Content Delivery Networks, kurz CDN, möglich. Ein ausführliche Erklärung und die Vorstellung des neuen KeyCDN finden Sie auf drweb.de.

Google XML Sitemaps

(© wordpress.org)

Google XML Sitemaps für die XML-Sitemaps

Mit dem Google XML Sitemaps-Plugin können Website-Betreiber sogenannte XML Sitemaps für Google & Co. herstellen. Diese geben den Crawlern der Suchmaschine an, wie die eigene Website aufgebaut ist und ermöglichen ein effektiveres Crawling. Solche Google Sitemaps sind vor allem für das WordPress-SEO bei großen Seiten bedeutend, hilft aber auch schon bei kleinen.

Yet Another Related Posts Plugin

(© wordpress.org)

Yet Another Related Posts Plugin (YARPP) für Related Posts

Zur Nutzung interner Verlinkungen für das WordPress-SEO empfiehlt sich das Plugin YARPP. Mit dessen Hilfe gelingt die die Integration ähnlicher Artikel am Ende einer Webseite und führt somit den Besucher wie auch die Suchmaschine näher in die Websitestruktur ein.

Table of Contents Plus

(© wordpress.org)

Table of Contents Plus für Inhaltsverzeichnisse

Dieses WordPress-SEO-Plugin ist ein perfektes Tool für Seitenbetreiber größerer Websites. Mit dem Table of Contents Plus hilft dabei, die Strukturierung der Seite für User und Suchmaschine zu optimieren. Das Plugin erstellt automatisch aus den Überschriften ein Inhaltsverzeichnis, welches den Besuchern die Navigation zu bestimmten Abschnitten erleichtert und gleichzeitig Google Direktlinks auf Inhaltsabschnitte liefert. Die Direktlinks, die das WordPress-SEO-Plugin generiert, werden sogar in den Snippets zu passenden Suchanfragen angezeigt.

Broken Link Checker gegen tote Links

Das Broken Link Checker Plugin überprüft alle Inhalte einer Seite auf tote Links. Das Plugin informiert den Webmaster über das Dashboard oder per E-Mail sobald ein Link, Image oder Redirect einen 404-Fehler liefert. Die Fehler lassen sich dann direkt mit dem Broken Link Checker editieren und es lässt sich somit für das WP-SEO sicherstellen, dass bei allen externen wie internen Links existente Ziele vorhanden sind.

Redirection

(© wordpress.org)

 Redirection-Plugin für 301-Weiterleitungen

Werden bei größeren Seiten die Permalinks geändert kommt es im Normalfall zu vielen 404-Fehlern. Diese händisch zu bearbeiten wäre dann sehr zeitintensiv und auch undurchführbar. Aus diesem Grund gibt es das Redirection-Plugin. Mit dessen Hilfe kann der User einfach und schnell halbautomatische oder manuelle 301-Weiterleitungen einrichten.


P3 Plugin Performance Profiler für die optimale Geschwindigkeit

Der Einsatz vieler der oben erwähnten Plugins bringt leider auch eine negative Komponente mit sich: den Verlust der Geschwindigkeit. Wenn Sie nun wissen wollen, welches der Plugins sinnvoll für Sie ist, bzw. welches die eigene Homepage ausbremst, können Sie den Plugin Performance Profiler, kurz P3 befragen. Er hilft Ihnen herauszufinden, welches WordPress-SEO-Plugin die Geschwindigkeit Ihrer Seite einschränkt.

4. SEO-freundliches WP Theme auswählen

Zwar existieren unzählige WordPress-Themes, aber für SEO-WordPress sind nicht alle geeignet. Denn nicht alle Entwickler haben beim Theme auf SEO-Tauglichkeit geachtet.  Bei der Auswahl dieser sollte man deshalb darauf bedacht sein, eins zu finden, wo der Entwickler auch auf die WordPress-SEO-Gesichtspunkte geachtet hat. Verschlüsselte Links zu Glückspielseiten oder anderen „gefährlichen Seiten“ sind bei kostenlosen Themes keine Seltenheit. Man sollte daher immer nur vertrauenswürdige Quellen zur Installation nutzen.

Außerdem sollten Sie unbedingt darauf achten, dass das verwendete Theme nach aktuellem Webstandard programmiert worden ist.

Für eine gute WordPress-SEO sollten Sie auf die folgenden Punkte bei der Auswahl des WP Theme achten:

–          Der Titel der Seite sollte ein <h1> Tag sein

–          Der Artikeltitel sollte ein <h2> Tag sein

–          Auf der Artikelseite sollte eine Breadcrumb-Navigation vorhanden sein

–          In der Einzelbeitragsansicht sollten ähnliche Artikel angezeigt werden

–          Das Theme muss semantisch einwandfrei und fehlerfrei erstellt sein

–          Stellen Sie sicher, dass es keine unsichtbaren Links zu dubiosen Seiten gibt. Hierbei kann das Firefox-Addon Firebug eine gute Hilfe sein.

5. Social-Bookmarking Buttons hinzufügen

4919659112_b9f6b0df8f_o

(Bildmaterial: WordPress Logo (Phil Oakley/Flickr, CC BY 2.0))

 

Sehr wichtig für SEO-WordPress sind Social-Bookmarking Buttons. Diese sind ein recht gutes Mittel, Ihre Position in den Suchergebnislisten nach und nach zu beeinflussen und vor allem Besucher zu akquirieren. Wie auch die aktuellen SEO-Trends 2015 beweisen, schwerer fällt die Suchmaschinenoptimierung ohne Social Media Einfluss immer schwerer. Facebook, Twitter und Google+ Buttons gehören also zum guten WordPress-SEO immer dazu. Zum Einbau der SB-Buttons gibt es zahlreiche Plugins.

6. Content, Content, Content!

Content ist das A und O einer guten WP-SEO-Seite. Auf lange Sicht wird man nicht um hochwertige Artikel herum kommen. Es ist auch der beste Weg, um dauerhaft Traffic auf Ihre Webseite zu bekommen und von Google gut gerankt zu werden. Für SEO-WordPress gilt also: Investieren Sie die meiste Zeit in das Recherchieren und die Erstellung von guten Inhalt.

Fazit: Wenn Sie diese wichtigen Punkte beherzigen, sollten Ihnen für WordPress-SEO nichts mehr im Wege stehen


Über den Autor: 

Patrick Franke ist Online-Marketing Spezialist bei der Internetagentur WEBneo in Dresden. Seit seiner Masterarbeit in Germanistik an der TU Dresden beschäftigt er sich mit Online-Marketing, vor allem in den Bereichen SEO, SEA und E-Commerce.

4 Comments

Silvio Czerwinski

at 12:02 pm

Hallo Patrick,

eine sehr gute Zusammenfassung zum Thema WordPress SEO.

Ich würde noch das Thema Sicherheit mit einbeziehen, denn wenn eine Seite gehackt wird, um zum Beispiel Schadcode zu installieren oder Black Hat Spamlinks zu platzieren stürzt eine Seite auch schnell aus dem Suchmaschinenindex oder büßt zumindest an Rankings ein.
Davon abgesehen können natürlich auch sensitive Daten in die falschen Hände gelangen.

Ich kann dazu die Plugins Wordfence oder iThemes Security empfehlen.
Zu beiden gibt es kostenfreie Basisversionen, welche in der Regel ausreichen.

Wer mein „Meine Seite wird doch eh keiner hacken“ sollte mal das Experiment machen und sich eines dieser Plugins installieren und die integrierten Logs anschauen.

Hier wird man schnell feststellen, dass in regelmäßigen Abständen automatisierte Login Angriffe, sogenannte Brute Force Attacken stattfinden. Das ist ein sehr weit verbreitetes Phänomen.
Mittels einiger Einstellungen dieser Tool kann man solche Angriffe aber schnell weitgehend ausschließen, blocken.

Beste Grüße
Silvio

Lars Lakomski

at 2:28 pm

Ja ich schließe mich Silvios Kommentar einfach mal an.

Bei Punkt 4. fehlt mir noch, das man auf jeden Fall ein Responsive Theme wählen sollte. Denn wenn man Besucher von Smartphones, Tablets und anderen Galaxien nicht vergraulen will und somit negative Signale Richtung Google senden möchte, dann ist Responsive Design ein Muss. Zumal Google das eher früher als später für die mobile Suche auch als Ranking Faktor berücksichtigen wird.

Und bei der Überprüfung der Ladegeschwindigkeit der WordPress-Seite, kann zum Beispiel die Seite gtmetrix.com sehr hilfreich sein.

Aber wie schon im Beitrag erwähnt, einer der wichtigsten Faktoren für Google und Co ist der Content auf der Seite. Wenn Du geilen Content hast den die Leute suchen, brauchen oder mögen, dann verzeiht Google auch die eine oder andere Schwäche an deiner WordPress-Seite.

VG
Lars

Baris

at 11:32 am

Hi Lars,

coole Liste und Punkte – du hast schon die wichtigsten OnPage Maßnahmen genannt, aber mit YOAST wäre ich vorsichtig bzw. man kann da vieles auch falsch machen, eine Anleitung dazu findet man zB hier http://pressengers.de/tipps/wordpress-seo-by-yoast-richtig-konfigurieren/ oder hier http://www.seo-trainee.de/einfuehrung-in-wordpress-seo-by-yoast/, würde ich evtl mitaufnehmen, denn das Plugin ist sehr sehr umfangreich 🙂

Kommentare